Pressestimmen

Pressebericht zum BurgSalon Storkow

des Burg-Kultur-Vereins

Märkische Oderzeitung

Fluch der Karibik auf der Burg Storkow

Storkow (MOZ) Aus dem Burg-Salon des Burg-Kultur-Vereins Storkow wird langsam ein richtiger Salon, also eine von Literatur und Musik geprägte Begegnungsstätte zum Austausch von Erfahrungen, Erlebnissen, Gedanken und Gefühlen. Diesmal stimmte auch mit dem kleinen, gemütlichen Burg-Café das Ambiente, in dem sich ein Kreis von etwa fünfzehn Leuten am Freitagabend so richtig wohlfühlen konnte.
© frei

Die Organisation der Veranstaltung liegt seit diesem Jahr in den Händen des studierten Theatermanns Martin Kaempf, der in Storkow wohnt und am Stadttheater Magdeburg arbeitet. Sein Gast war diesmal der Berliner Schauspieler und Regisseur Patric Tavanti. Seit 2005 ist dieser hauptsächlich als Synchronsprecher tätig und vor allem in Kino- und Fernsehproduktionen zu hören. Seine Stimme war zum Beispiel in den Filmen Fluch der Karibik II & III, Spiderman III und Vier Panzersoldaten"zu hören.

Mehr als zwei Stunden lang und ohne Pause erzählte Patric Tavanti sehr lebendig, wie und warum man Schauspieler wird, wie Regisseure arbeiten und wie die komplizierte Arbeit eines Synchronsprechers vor sich geht. Die Moderation hatte Martin Kaempf, und da die Gespräche zwischen beiden nicht wie in den zwei vorhergegangenen Burg-Salons von Musik unterbrochen wurde, entwickelte sich alles sehr locker und organisch.

Zur Sprache kam die Schwierigkeit, mit dem Beruf des Schauspielers seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gibt einfach zu viele. Aber auch die Theater haben ihre Probleme, denn sie müssen ständig ihre Berechtigung durch Publikumszahlen nachweisen. "Das Erwachsenentheater macht nur noch Klassiker, Komödie oder Musical", beklagt Patric Tavanti. "Die Theater trauen sich kaum noch, ihr Publikum mit Themen zu konfrontieren, mit denen sich dieses auseinandersetzen muss. Sie wollen die Leute dort abholen, wo sie sind." Er aber möchte "gesellschaftskritisch förderndes Theater machen, "und das geht nur noch im Jugendtheater". Deshalb schreibt Tavanti viele Stücke für Kinder und Jugendliche. Im Ganzen aber war auch dieser Burg-Salon noch eine Zwei-Mann-Talk-Show, zu der über lange Strecken aber kenntnisreich als Dritter noch der Storkower Klaus-Dieter Simon aus dem Publikum dazukam. Er ist Mitglied der Interessengruppe "Leinwandfreunde", die sich monatlich auf der Burg trifft, um einen Film anzuschauen und anschließend darüber zu sprechen. Noch mischten sich nur vereinzelt andere Gäste in die Unterhaltung ein. Aber das kann sich im Laufe der Zeit noch ändern, wünscht sich Martin Kaempf.

Burgsalon in Storkow: Klaus-Dieter Simon, Patric Tavanti und Martin Kaempf (v.l.) im anschließenden Gespräch © frei

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Stadt Storkow

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