clara.francesco

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350 Jahre Kapuziner in Werne

Die letzte Vorstellung "clara.francesco"

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Lieben gibt Leben einen Sinn

WERNE Das Publikum in der Klosterkirche erlebte am Sonntagnachmittag eine ungewöhnliche Performance. Das MusikTanzTheater "clara.francesco" war zu Gast und wartete mit ihrer insgesamt 18. und letzten Aufführung mit einer guten Mischung aus Tanz, Musik und Theater auf.

Wir sind geboren, um berührt zu werden, um gewärmt zu werden und um zu wärmen, um geliebt zu sein und um zu lieben, ruft Clara ins Publikum.

Die Zuschauer dankten es ihnen mit minutenlangem Applaus und stehenden Ovationen. "Ihr habt uns eine gute Botschaft gebracht", schloss Pater Suitbert Telgmann nach dem rund eineinhalbstündigen Programm geprägt von Dynamik und Lebendigkeit und dankte den Darstellern des MusikTanzTheaters.

Worte des Dankes fanden auch Vertreter der Missionszentrale der Franziskaner, die den Darstellern mit Paprika- und Peperonipflanzen ein ungewöhnliches Präsent überreichten: "Gratulation und Dank dafür, dass ihr 18-mal eure Stimme, Bewegung, Geist und Seele hergegeben habt als Gefäß für die Botschaft von Franziskus und Clara."

Vision - Berührung - Tanz

Das Stück war durch drei Motivworte durchzogen: Vision - Berührung - Tanz und dargeboten in den Sprachen, der Musik, der Bewegung und des Tanzes. "Gerade die Ausdrucksweise des Tanzes vermag die Beschwingtheit zu verdeutlichen, die die Menschen erfahren, die sich auf Franziskus und seine Botschaft einlassen", führte Pater Suitbert zu Beginn in die Aufführung über die beiden Heiligen und dem Gespräch zwischen Clara und dem "Anwalt der Erde" ein.

Der "Anwalt der Erde" (Patric Tavanti) hinterfragte das Leben der Heiligen Clara von Assisi (Beate Kurecki) und ihrer radikalen Umkehr mit einem Leben in Armut aus der heutigen Perspektive kritisch. Die Auseinandersetzung erfolgte mal friedlich, mal dynamisch. Neben den beiden Darstellern Patric Tavanti und Beate Kurecki gehörte noch eine siebenköpfige Tanzgruppe zum Ensemble, die den Worten durch Tanz und Bewegung eine tiefere Dimension gab.

Entscheidung für ein Leben in Armut

Der "Anwalt der Erde" konfrontierte Clara mit den Fakten unserer aktuellen Weltlage. Die Heilige Clara begegnet den Fragen besonnen mit Zitaten ihres Vorbildes, des Heiligen Franziskus, und übertrug schließlich ihre Entscheidung für ein Leben in Armut und Abstinenz auf die heutige Generation. Unmissverständlich antwortete Clara: "Es gibt nur eines, was dem Leben Sinn gibt: Lieben."

Das bewegende Stück endete mit einem Appell der Heiligen Clara. Sie richtete ihren Blick auf die Zuschauer und drückte auf den Auslöser einer Kamera, während sie sprach: "Ihr seid die Vision von heute und die Wirklichkeit von morgen". Damit gab sie ihrer Botschaft ein klares Bild und konkrete Gesichter.

(RN, Mareike Kneip am 21. September 2009)

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Stationen der "clara.francesco"-Tournee:

Weltjugendtag Köln (2x), Schwäbisch-Gmünd, Bamberg, Berlin, Dom zu Speyer, Bonlanden, Frankfurt, Großkrotzenburg, Essen-Kettwig, Evangelischer Kirchentag Köln, Katholikentag Osnabrück, 3. Ökumenische Versammlung Sibiu (2x) und Karlstadt (Rumänien), Nürnberg, Nördlingen, Werne

Nach 18 Vorstellungen in 4 Jahren heißt es zum letzten Mal Abschied nehmen vom MusikTanzTheater "clara.francesco"...
Aber das Netzwerk macht weiter: mit neuen Aktionen, mit neuen Stücken, mit neuen Initiativen,
z.B. auf dem Kirchentag in Bremen und 2010 auf dem Ökumenischen Kirchentag in München.
Infos finden Sie unter: http://www.clara-francesco.de
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