"Die weiße Rose -

Die letzte Stunde der Geschwister Scholl"

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Leseprobe aus: Die weiße Rose

Werkauftrag für den Weimarer Kulturexpress
Premiere: 19. Nov. 2004

1 Dame 1 Herr
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75 Minuten
kein Verlag
Interessenten: kontakt@tavanti.de

Hörprobe: Nicole Pilzecker liest aus "Die weiße Rose" (Patric Tavanti) den 1. Monolog der Sophie Scholl (mp3 / 2,41 MB / 2.37 Min.)
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Informationen zum Stück

Materialien zum Thema

Zu den Inszenierungsfotos 2004

Das Ende von Sophie und Hans Scholl (Schlußszene)

(Sophie links, Hans rechts an der Bühnenrampe)

Hans: Mit dem Koffer in der Hand durch die Straßen, bald sind die Vorlesungen zu ende und dann ist es zu spät.

Sophie: So ein schöner Tag. Die Sonne scheint, der Himmel so blau, wie... Ich träumte einmal, das Hans zu mir sagte: Ich habe den Beweis das Gott existiert, selbst jetzt in diesen schlimmen Zeiten. Die Menschen brauchen doch Luft zum Atmen. Und wenn sie atmen, stoßen sie nur verbrauchte Luft aus. Irgendwann wäre alle Luft verbraucht und sie müssten ersticken. Doch von Zeit zu Zeit sieht Gott auf die Erde herab und blähst frische, reine, gesunde Luft auf die Erde. Und sein Atem gibt den Menschen die Luft zum Leben. Sieh her, so macht er das. Und Hans bläht die Wangen und spitzt die Lippen und pustet in den grauen Himmel. Sein Atem ist ganz blau, und als die Luft auf die Wolken trifft, da öffnen sie sich und ziehen fort zu allen Seiten und ein wunderschöner, strahlender blauer Himmel tut sich uns auf.

Hans: Traute und Willi kommen uns entgegen, sie haben die Vorlesung früher verlassen, um zum Klinikum zu gehen, wo die nächste auf sie wartet. Wir reden kurz mit einander und verabreden uns auf den Abend. Sie sehen auf den schweren Koffer in meiner Hand, aber sie stellen keine Fragen.

Sophie: Die Universität. Die Gänge sind lang und still. Hinter den Türen hört man die gedämpften Stimmen der Professoren. Wie feierlich die leeren Flure erscheinen. In wenigen Minuten werden die Türen aufgehen und redenden und lachenden Studenten die Gänge fluten. Kleine Gruppen stehen noch zusammen, um das Gehörte zu besprechen, andere werden zur nächsten Vorlesung eilen. Irgendwo sind unsere Freunde unter ihnen, die geheimen Mitglieder der Weißen Rose, auch sie wissen nicht, was sie gleich erwarten wird. Ihre Überraschung wird echt sein und sie beschützen. Dort hinten ist die Tür zum Auditorium Maximum, wo Professor Huber seine Vorlesung hält. Auch er wird staunen.

Hans: Unser neues Flugblatt. Der Entwurf von Huber, kaum geändert. Mag er zu erst böse sein, aber bald wird er voller Stolz sein. Nicht mehr nur Täter des Wortes und nicht nur Hörer zu sein, den Schritt gewagt zu haben, nicht nur zu diskutieren und raten, sondern selbst zu handeln. Den Beweis für seinen Mut wird er schwarz auf weiß in Händen halten und keiner kann ihm das mehr nehmen und wäre es das Letzte, was er in seinem Leben täte.

Sophie: Keine Zeit. Schnelle Blicke nach rechts und links, der Gang ist leer, keine Menschenseele. Wir öffnen den Koffer und legen kleine Stapel Flugblätter vor die Türen. Wenn die Studenten heraustreten werden sie über sie stolpern, sie werden sich über den ganzen Boden verteilen. Kein weiß, wo sie herkommen, keiner kennt den Verfasser. Einige werden versuchen, so viele wie möglich aufzusammeln, um sie der Polizei zu übergeben, wie es ihre Pflicht ist. Andere werden heimlich welche in ihre Tasche stecken und auf Toilette oder auf ihren Zimmern zitternd vor Angst und Aufregung lesen. Das Lesen von Flugblättern ist schon Hochverrat!

Hans: Wir rennen so leise wie möglich durch die Flure der Universität, auf jedem Stockwerk,

Sophie: vor jeder Tür,

Hans: auf den Treppen,

Sophie: auf den Fenstersimsen,

Hans: Fensterbrettern,

Sophie: Ablagen,

Hans: Bänken,

Sophie: legen wir die Flugblätter aus.

Hans: Es ist ein berauschendes Gefühl!

Sophie: Angst und Euphorie mischen sich.

Hans: Adrenalin und kalter Schweiß.

Sophie: Wenn uns einer sieht...

Hans: Nur einer muss eine Tür im falschen Moment öffnen.

Sophie: Was war das? Kommt da einer? Hallen da Schritte? Aber aus welchem Flur? Von welcher Etage?

Hans: Nein, nichts. Alles still.

Sophie: Das war´ s. Der Koffer ist leer.

Hans: Hier sind noch ein paar.

Sophie: Was tun wir damit?

Hans: Komm, noch ist Zeit, wir gehen hoch und werfen sie von der Galerie in den Innenhof. Der ganze Eingangsbereich wird von ihnen verdeckt werden.

Sophie und Hans: Was für ein Gefühl. Das Herz könnte einen zerspringen!

Sophie: Das rascheln der fliegenden Blätter... Und dann:

Hans: Halt! Sie sind verhaftet!

Sophie: Die Türen gegen auf, die Gänge füllen sich mit Studenten. Was für ein Gewühl. Untertauchen. Verschwinden. Nur runter, nur raus hier!

Hans: Stehen bleiben!

Sophie: Der Koffer!

Hans: Hab ich sie! Sie sind verhaftet!

Sophie: Der Hausmeister führt uns zum Direktor. Auf einmal bin ich ganz ruhig. Alle Angst, alle Müdigkeit ist fort. Die hetze der letzten Wochen, die ständige Wachsamkeit, die Anspannung und das Misstrauen. Alles fällt von mir ab.

Hans: Nur nicht hoch schauen, stur gerade aussehen, damit man mit seinem Blick keinen anderen verrät, das sich bei keinem Bedauern oder Mitleid ins Gesicht stiehlt. Damit keiner die Chance hat, dir ein aufmunterndes Kopfnicken schenken zu wollen. Keinen in Gefahr bringen. Alles abstreiten, so lange es geht. Und wenn es nicht mehr geht, alles auf sich selbst laden. Keine Namen preisgeben, keinen Ort verraten, keine Hinweise geben, wie man es tat. Nur sagen: ich war es, ich ganz allein. Und dann sterben, allein, aber mit Stolz, nicht in der letzten Minute wanken. Weinen nur wenn keiner es sieht, ihnen keinen Sieg schenken, und den anderen, den Freunden der Familie Kraft schenken durch das eigene ruhige und gefasste Wesen. Seid nicht traurig, ich bin es ja auch nicht.

Sophie: Gott hat mir die Kraft zu meinem Handeln gegeben und mich auf diesem Weg geführt. Nun ist er zu ende. Dieser Tod passt zu mir. Ich liebe mein leben, und wenn es auch nur kurz war. So hatte es doch einen Sinn! Und das ist schon viel! Adieu! Lebt wohl! Wir sehen uns ja bald wieder!

(Hans zündet die Zigarette an. Raucht, dreht sich zu Sophie, sieht wendet sich ihm zu.)

Sophie: Es war nicht umsonst, oder?

(Sie gehen auf einander zu und treffen sich in der Mitte)

Hans: Nein, es war nicht umsonst.

(Er reicht ihr die Zigarette. Sophie zieht, einmal, zwei mal, gibt sie ihm zurück.)

Sophie: Ich habe Angst.

Hans (wischt ihr eine Träne von der Wange): Ich auch. (er zieht an der Zigarette)

Sophie: Sie kommen. (zieht an der Zigarette)

Hans: Wir sehen uns in der Ewigkeit wieder.

Sophie: Ja. Es sind nur noch ein paar Minuten.

Beide (sich beide Hände gebend) : Allen Gewalten zum Trutz, sich erhalten!

Sophie: Die Weiße Rose wird ihnen keine Ruhe lassen. Wir haben alles auf uns genommen. (sie lächelt) Das wird Wellen schlagen, Hans. Das wird Wellen schlagen. Sieh, die Sonne geht unter...

Hans: Dann geht sie auch wieder auf.

(Während der Toneinspielung umarmen sich Sophie und Hans. Die Zellentür springt auf. Sophie verlässt als erste die Zelle, sie lächelt Hans noch einmal zu, Hans nimmt die Kreide wieder auf und vervollständig den Satz „Allen Gewalten zum Trutz... sich erhalten“ und darüber in noch größeren Buchstaben: „Freiheit“. Dann wendet auch er sich zum Gehen, lächelt und geht ab.)

OFF: Wegen Hochverrats wurden zum Tode verurteilt:

Der 24jährige Christoph Probst

Der 25jährige Hans Scholl

Die 22jährige Sophie Scholl.

Das Urteil wurde bereits vollstreckt.

Nach dieser ersten Hinrichtung kam es zu weiteren Verhaftungen. Etwa 80 Menschen in München und anderen süd- und westdeutschen Städten kamen ins Gefängnis. Unter ihnen auch völlig ahnungslose Angehörige, die in Sippenhaft genommen wurden. Willi Graf, Alexander Schmorell (genannt Schurik) und Prof. Kurt Huber wurden zum Tode verurteilt. Andere erhielten Gefängnis- oder Zuchthausstrafen oder wurden ins KZ gebracht. Auch dort kam es zu Toten. Im Jahre 1943 wurde der Hamburger Zweig der Weißen Rose aufgedeckt, zu dem etwa 50 Personen gehörten. Acht von ihnen fanden in Gefängnissen und KZ den Tod. Hans Konrad Leipelt, Curt Ledien und Margarethe Mrosek wurden noch im Frühjahr 1945, nur wenige Tage vor der Befreiung hingerichtet.

Die Mitglieder der Weißen Rose wurden erst in den 80. Jahren offiziell rehabilitiert, die Richter des Dritten Reichs dagegen konnten auch nach dem Krieg zumeist in ihrem Beruf weiterarbeiten, einer von ihnen gehörte zu den Richtern, die die Mitglieder der Weißen Rose zum Tode verurteilten. Der Scharfrichter der Geschwister Scholl, der während des Dritten Reichs 3000 politische Gefangene hinrichtete, ging nach dem Krieg unbehelligt in Rente.

Trotz der brutalen Verfolgung aber, konnten die Nationalsozialisten die Weiße Rose nicht vernichten. Ihre Flugblätter wurden über die Grenze geschmuggelt und fanden ihren Weg nach England. Die alliierten Flieger warfen sie zu Zehntausenden über den deutschen Städten ab.

Wie hatten die Geschwister Scholl in einem Flugblatt geschrieben? „Wir schweigen nicht, wir sind Euer Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!“ Sie sollten Recht behalten.

ENDE

Stückinformationen für die geneigte Lehrerschaft

Am 22. Februar 1943 wurden Sophie ( 22 Jahre) und Hans Scholl (25 Jahre) in der Vollzugsanstalt München-Stadelheim zusammen mit Christoph Probst (24 Jahre)auf dem Schafott hingerichtet. Später wurden auch Willi Graf , Alexander Schmorell und Prof. Dr. Huber hingerichtet. Damit war die kurze Geschichte der Weißen Rose zu ende. Nur wenige Monate, von Juni 1942 bis Januar 1943, war diese kleine Widerstandsgruppe, bestehend aus Studenten, Akademikern und Intellektuellen, in München aktiv. Doch in dieser kurzen Zeit entwickelte sich ihre Einstellung in rasanter Geschwindigkeit vom Aufruf zum passiven Widerstand und verteilen von Flugblättern, die sich eher an der deutsche Bildungsbürgertum richteten, zum Vorhaben, in den aktiven, auch bewaffneten Widerstand einzutreten. Dazu kam es nicht mehr. Die Größen der NSDAP wie auch der Gestapo, sah in der kleinen Studentengruppe eine der größten Gefahren für ihre Herschafft. Eine Hatz begann, die bald in der Verhaftung der Geschwister Scholl bei frischer Tat endete.

Dennoch sind diese sechs Flugblätter, die anfänglich nur in Auflagen weniger hunderte Exemplare vervielfältigt wurden, und der aufrechte aber wohl aussichtslose Kampf dieser jungen Frauen und Männer in die Geschichte eingegangen.

Auch wenn ihre Flugblätter nach ihre Hinrichtung durch alliierte Flieger zehntausend Fach über Deutschland abgeworfen wurden, so liegt ihre Bedeutung nicht so sehr in der Wirkung ihrer Flugblätter, als vielmehr in ihre tief verwurzelten Überzeugung, dass wer nicht handelt, sich mitschuldig macht. Ihre demokratische, liberale und freiheitliche Erziehung sowie ihr ausgeprägter christlicher Glaube gab ihnen ein Verantwortungsbewusstsein für die Geschicke des gesamten Deutschen Volkes und aller Menschen, die unter der Tyrannei Nazi-Deutschlands zu leiden hatten, dass sie nicht eher ruhen konnten bis sie selbst aktiv und mit ihren Mittel in das Geschehen eingriffen. Dabei erkannten sie schnell, dass nicht das Erreichen ihrer Ziele, sondern allein die Tat selbst schon ein Erfolg war in einer Zeit, da Millionen von Menschen, sich nicht mehr trauten unter Freunden oder ihren eigenen Wänden ihre Überzeugung zu äußern oder sich selbst einzugestehen. Diese innere Kraft und Überzeugung, auch mit dem eigenen Leben ein zustehen für die eigene Überzeugung und Moral, für die Freiheit des Individuums, eine demokratische und gerechte Gesellschaft beruhend auf christlichen Werten und einem „vernünftigen Sozialismus“ und für die kulturellen Errungenschaften und das Vermächtnis deutscher Dichter und Denker wie Heine, Mann, Goethe, Schiller und ein friedliches und geeintes Europa, macht sie und ihren Widerstand gegen die Nazi-Diktatur noch immer zum Vorbild für uns alle. Und die Erinnerung an sie sollte uns auch als Auftrag gelten, wo immer wir stehen für unsere Ideale ein zustehen, den Anfängen zu wehren und uns für die Schwachen und Unterdrückten überall auf der Welt zu engagieren.

Unser Theaterstück „Die Weiße Rose“ ist kein Dokumentardrama, das die zum Schulstoff gehörenden Fakten Daten mit Zitaten aus den Flugblättern, Tagebüchern und Briefen illustriert und damit das schon hinlänglich Bekannte nur in anderer Form den Schülerinnen und Schülern präsentiert.

Es geht uns vielmehr um die im Unterricht selten zu beantwortenden nach dem einzelnen Menschen, seinem Leben, seinen Gedanken und Gefühlen, die ihn zum Aufstehen wider das Unrecht um ihn herum veranlassten. Wir wollen mit diesem Stück den Schülerinnen und Schülern die historischen Figuren Sophie und Hans Scholl als Menschen näher bringen und verständlich machen. Denn nicht nur historisches Wissen und philosophische Überzeugungen drängten diese jungen Menschen zum Handeln, sondern tief empfundenes Mitgefühl zu ihren Mitmenschen. Nach dem die Schule den Schülern die Fakten nahe gebracht haben, wollen wir sie mit unserem Stück „Die Weiße Rose“ auf emotionaler Ebene ansprechen, denn wie Antoine de Saint-Exupérie sagte: „Nur mit dem Herzen sieht man gut“( und auch hier bezog es sich auf eine „Rose“!).

Historisch gesichert ist, dass Sophie und Hans Scholl (zusammen mit Christoph Probst) kurz vor ihrer Hinrichtung vom Wachpersonal die Erlaubnis erhielten, Minuten vor ihrer Hinrichtung zusammen eine letzte Zigarette zu rauchen. Ob und was sie in diesen letzten Augenblicken ihres kurzen Lebens gesprochen haben, ist nicht überliefert. Aber es könnte sich so, oder so ähnlich, wie in unserem 2-Personen-Stück erzählt, zugetragen haben.



Besetzung: 2 Personen

Dauer: 60 Min.

Aufbau: Mind. 90 Min. vor Beginn

Tech. Voraussetzung: Zwei getrennte Stromanschlüsse zu je 220 Volt

Bühne: Mind. 4 x 5 Meter

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Leseprobe: "Keine Chance"

Leseprobe: "Freistunde"

Leseprobe: "Nein"

Materialien zur Vor- und Nachbereitung des Themenkomplexes „Die Weiße Rose“

und Widerstand im Nationalsozialismus

Die Weiße Rose

- Scholl, Inge „Die Weiße Rose“, Neuauflage, Frankfurt am Main 1993

- Jens, Inge (Hrsg.) „Hans Scholl, Sophie Scholl – Briefe und Aufzeichnungen“, Fischer , Ff/M o. J.

- Vinke, Hermann „Das kurze Leben der Sophie Scholl“, Ravensburger Taschenbücher, 1997

- Leisner; Barbara „Ich würde es genauso wieder machen – Sophie Scholl“, List Taschnbuch

- Dumbach, Annette, Newborn, Jud „Die Geschichte der Weißen Rose“, Herder, Freiburg i. B.1 994

Jugendopposition und Widerstand im Dritten Reich

- Hellfeld, v., Matthias „Edelweisspiraten in Köln – Jugendrebellion gegen das 3. Reich“, Köln 1983

- Strobel, Ingrid„Sage nie, du geht’s den letzten Weg – Frauen im bewaffneten Widerstand...“,

Frankfurt/ Main 1989

- Roloff, Stefan (mit Vigl) „Die Rote Kapelle – Die Widerstandsgruppe im Dritten Reich und die Ge-

schichte Helmut Roloffs“, Ullstein, 2004

- Beuys, Barbara „Vergeßt uns nicht – Menschen im Widerstand 1933 – 1945“, Reinbek 1990

Bekennde Kirche und christlicher Widerstand

- Bonhoeffer, Dietrich, „Widerstand und Vergebung – Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft“, hrsg.

Bethge, München 1985

- Feldmann, Christian „wir hätten schreien müssen – Das Leben des Dietrich Bonhoeffer“, Herder

spektrum

Leben und (organisierter) Alltag im Dritten Reich

- Focke, H./ Reimer U. „Alltag unterm Hakenkreuz – Wie die Nazis das Leben der Deutschen verän -

derte“ (Bd.I), Reinbek 1979

- Koch, H. W. „Hitlerjugend“, Rastatt 1981

- Klaus, Martin „Mädchen im Dritten Reich – Der Bund Deutscher Mädel“, Pahl-Rugenstein

- Rees, Laurence „Die Nazis – Eine Warnung der Geschichte“, München/ Zürich 1997

- Haffner, S. „Germany – Jekyll & Hyde, 1939 – Deutschland von Innen betrachtet“, Berlin 1996

v.s. Autor:

- „Geschichte eines Deutschen – Die Erinnerungen 1914 – 1933“, Stuttgart/ München 2002

- „Anmerkungen zu Hitler“, FfM 1981

Der Film „Die Weiße Rose“ (Regie: Verhofen) ist als VHS-Video und DVD im Handel und Mediotheken erhältlich. Zusätzlich möchten wir auf die gleichnamige Dokumentation von Vernhofn hinweisen.

Tipp:

- Rhue, Morton „Die Welle“, Roman, Ravensburger, (1985) verschiedene Auflagen

(Wie entsteht Faschismus? Wie konnte es zum Dritten reich kommen? Warum haben sich die Menschen nicht gewehrt? Dieser Bericht schildert, wie ein junger amerikanischer Lehrer seinen Schülern durch ein Experiment die Antwort auf ihre Fragen geben will. Doch das Experiment entgleitet seiner Kontrolle. Nur mit Mühe kann er seine Schüler, die von Skeptikern zu überzeugten Mittätern werden, stoppen, bevor die Bewegung „Die Welle“ zu einer mörderischen Gefahr wird.)

Dieser Roman ist auch als Film auf VHS erhältlich. Ebenso liegt eine dramatisierte Fassung vor, die an vielen deutschen Bühnen schon aufgeführt wurde und somit die Möglichkeit bietet, das Thema fächerübergreifend mit dem „Darstellenden Spiel“ im Unterricht zu behandeln.

- Petersen, Jan „Unsere Straße“, Roman, Pahl-Rugenstein , auch bei Aufbau Verlag erschienen

(Petersen erzählt die Geschichte einer Arbeiterstrasse in Berlin-Charlottenburg wenige Tage vor dem Machtantritt der Nazi bis Mitte 1934. Der in Romanform geschriebene Bericht aus dem Inneren des Dritten Reichs wurde 1936 erstmals in Prag veröffentlicht.)

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Leseprobe: "Blutsbande"

Leseprobe: "Freistunde"

Leseprobe: "Nein"