Geschichte

"Der kleine Prinz"

Das Theater der Dichtung wurde von Patric Tavanti 1996 erstmals als Titel für seine musikalisch-litera-rischen Programme be-nutzt, als er in Zusammen-arbeit mit Annette Seimer das Programm "80er Spätlese" konzipierte.

Die sechs Abende der "80er Spätlese" (Berlin, Moskau, Prag, Paris und Sanary-sur-Mer) fanden erstmals im Winter 1996/ 97 im "Restaurant der Kulturen der Welt" in Berlin statt.

Seitdem wurden unter dem Namen Theater der Dichtung zehn Programme aufgeführt. Lesungen wie "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry, oder Klaus Manns "Heimsuchung des europäischen Geistes", aber auch Texte von Charles Bukowski gehören ebenso zum Repertoire wie Abende mit gesellschaftlichen und politischen Themen. Widmen sich die erstgenannten Lesungen Texten eines bestimmten Autors, so sind die literarisch-gesellschaftlichen Programme zumeist Collagen aus Gedichten, Tagebuchnotizen, Roman- und Essayauschnitten sowie Zeitungsartikeln.

Schon die ersten Programme hatten zum Ziel, künstlerischen Genuß mit gesellschaftlichen Fragen zu verbinden. Das Theater der Dichtung will mit seinen Programmen nicht nur unterhalten, sondern auch zu Diskussionen anregen und dabei auch selbst Stellung beziehen. "Arbeit! oder: Wir leben im Zeichen einer meisterhaften Täuschung", ein Programm, das 1998 zuerst in Eisleben und Leipzig aufgeführt wurde, ist hierfür nur das deutlichste Beispiel.

Das Theater der Dichtung hat keine eigene Bühne, sondern sucht sich für jedes Programm geeignete Räumlichkeiten. Mal wurde in ein Café oder Restaurant zur Lesung geladen, aber auch schon mal in den Sitzungssaal eines Rathauses oder in das Treppenhaus eines Stadtschlosses. Auf Einladung las Patric Tavanti ebenso in Buchhandlungen, Bibliotheken und Seniorenheimen.

Bisher fanden Lesungen in Berlin, Hamburg, Hannover, Freiberg und in der Lutherstadt Eisleben statt. 

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