"Alkohol!"

ein Stück über Sehnsucht, die zur Sucht wird

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"Alkohol wird Thema"

Blumberg. Mit dem Thema Alkohol beschäftigt sich das gleichnamige Theaterstück des Weimarer Kulturexpress für Schüler der achten und neunten Klassen am Mittwoch, 17. März, um 11 Uhr in der Aula der Realschule in Blumberg.

Die Probleme des Alkoholkonsums bei Jugendlichen stehen dabei im Mittelpunkt. Es zeigt Gründe für Alkoholkonsum von Jugendlichen auf, thematisiert mögliche Folgen und befasst sich direkt mit den Jugendlichen. Es wird im Rahmen der Drogenprävention an der Realschule von jungen Schauspielern des Weimarer Kulturexpress erstmals aufgeführt.

Der Gemeinderat untersagte vor kurzem den Ausschank niederprozentigen Alkohols im Rahmen eines pädagogischen Konzepts auch an unter 16-Jährige im Jugendhaus »Malibu«.

(Quelle: schwarzwälder Bote, Karl Kovacs, 02.03.2010)

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»Hab´ mir gediegen Kante gegeben«

Blumberg. Beinahe mühelos zählte der Schüler die Alkoholmarken auf, die in dem Bühnenstück vorkommen. Erschreckend dabei, dass dies allein an der Flaschenform geschah. Das Stück »Alkohol« des Weimarer Kulturexpress traf bei rund 100 Realschülern der 8. bis 10. Klasse ins Schwarze.

Lehrer Hannes Jettkandt hatte als Drogenpräventionsbeauftragter der Realschule die einstündige Bühnenaufführung in der Aula organisiert. Rektor Egon Bäurer unterstrich in seiner kurzen Begrüßung, dass die Alkoholproblematik auch in der Region Blumberg erkennbar und die Prävention Teil des Lehrplanes sei. Er hoffe und wünsche sich, so Egon Bäurer, dass die Schüler aus dem Theaterstück ihre eigenen positiven Schlüsse ziehen.

Das Theaterstück »Alkohol« traf den Nagel auf den Kopf. Steffi (Julia Stenke aus Berlin) und Stefan (Viktor Wendtner aus Stuttgart) lernen sich in der Disco »Meadow« kennen und verlieben sich. Steffi, eine 16-Jährige aus einer Scheidungsfamilie, oft alleine zu Hause, gerät nach und nach durch Stefan in den Teufelskreis des Alkoholkonsums. Stefan, aus einer gut situierten Familie stammend, kann von Hochprozentigem nicht lassen, weil er auf diese Weise endlich Akzeptanz in der Gruppe von Felix findet. Erst als die Schulversetzung gefährdet ist, wacht Steffi auf, entsagt dem Alkohol unter Mithilfe ihrer Freundin Marion für zwei Monate. Doch als sie wieder mit Stefan zusammenkommt, endet für die 16-Jährige eine Privatfeier im Alkoholkoma. Stefan, der Angst vor Ärger mit seinen Eltern hat, haut ab, ohne den Rettungsdienst zu alarmieren.

Nach gut einer Stunde fand das Bühnenstück mit einer im Koma liegenden Steffi ein abruptes Ende. Mehr als 60 Minuten hatten die Realschüler gebannt zugeschaut, sich in der einen oder anderen Szene wiedererkannt. Immerhin folgte auf die Frage im Diskussionsteil der Veranstaltung, ob die Schüler ähnliches erlebt hätten, teils ein verhaltenes »Ja«. Ein Jugendlicher meinte sogar, dass die Schauspieler mit dem Stück »Alkohol« in der richtigen Stadt angekommen seien. Erschreckend schnell und exakt beantwortete schließlich ein 16-Jährige die Frage, ob jemand die verschiedenen Alkoholmarken erkannt habe, die in dem Stück in Form von Flaschen vorkamen. Einer der Schüler merkte schließlich etwas flapsig an, dass auch für etliche Mädchen Alkoholkonsum sicherlich kein Fremdwort sei.

Pfarrerin Gabriele Remane, die an der Realschule evangelischen Religionsunterricht gibt, möchte das Thema »Alkohol« in den Unterricht ihrer Schulklasse aufnehmen. Es sei wichtig, die bestehende Problematik in möglichst jungen Jahren anzusprechen.

Das Theaterstück »Alkohol« bewegt Schüler und Lehrer:

Aleksander Djuricic, Schülersprecher (17), Behla: »Das Stück hat mir gut gefallen. Es zeigt, was Alkohol aus Menschen machen kann. Ich werde künftig an Wochenenden nicht mehr soviel trinken.«

Atilla Sen, (16), Blumberg: »Das war ein schönes Theaterstück und sehr gut gespielt. Es zeigt, dass man Alkohol nicht auf die leichte Schulter nehmen soll, wegen der Folgen, die daraus entstehen können.«

Melisa Muratovic (16), Blumberg: »Das Theaterstück hat mir gut gefallen. Es war lustig und spannend. Es hat zu Blumberg gepasst, weil die Jugendlichen hier auch Komasaufen. Mir hat die Aufführung gezeigt, dass ich nie anfangen werde zu trinken.

Vanessa Fuhrer (16), Riedöschingen: »Das Theater war witzig aufgebaut. Man kennt die Szenen aus dem eigenen Leben. Ich bin keine Trinkerin, werde künftig auf meine Freunde achten. Das Thema war richtig für Blumberg.«

Steffen Weber (16), Riedöschingen: »Die Aufführung hat mir gefallen und war realitätsnah. Man konnte sehen, wie schnell es geht, dass man im Leben abrutscht. Man sollte einfach in Maßen trinken.«

Egon Bäurer, Rektor: »Das Theaterstück wird von der Jugend gewiss aufgearbeitet. Die Aufführung hat zum Nachdenken angeregt und wurde von den Schülern sehr aufmerksam verfolgt. Ich finde es positiv für die Schule und hervorragend, dass das Thema ›Alkohol‹ in Form eines Theaters den Schülern nahe gebracht wurde.«

Hannes Jettkandt, Realschullehrer: »Das Theaterstück war vor dem Aufkommen des Themas ›Alkoholausschank im Jugendhaus‹ in Blumberg im Rahmen der Drogenprävention geplant. Im Deutschunterricht wurde eine Erörterung geschrieben und argumentiert, da das Thema den Jugendlichen unter den Nägeln brennt. Es muss jetzt wirken. Die Ergebnisse werden sich in Zukunft zeigen. Die Aufführung fand ich sehr gut, weil das Stück eine komprimierte Zeitrafferaufnahme war. Besonders die Rolle des Mädchens, das keinen Alkohol mochte, aber dann durch den Freund dazu verführt wurde, hat mit gefallen. Um in der Clique bestehen zu können, hat sie weiter getrunken und wurde so fast alkoholabhängig. Ein gutes Präventionsstück.« (bm)

(Quelle: Schwarzwälder Bote, Stefan Limberger-Andris, 17.03.2010)

Steffi (Julia Stenke) und Stefan (Viktor Wendtner)
Foto: Schwarzwälder Bote
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Mit Alkohol schnell auf schiefer Bahn

Blumberg – 102 Realschüler der Klassen 8 bis 10 sahen gestern in der Schulaula ein Theaterstück über Alkohol. Die Schauspieler Julia Stenke (25) und Viktor Wendler (22) vom Weimarer Kultur Express zeigten anschaulich, wie Alkohol das Leben Heranwachsender in kurzer Zeit verändern kann.

Die Realschule Blumberg war der erste Ort, an dem dieses neue Stück des Kulturexpress gezeigt wurde.

Der Bildungsplan lege fest, dass an den Schulen Drogenprävention stattfinden müsse, sagte Rektor Egon Bäurer. Er dankte seinem Kollegen Hannes Jettkandt, Drogenbeauftragtem. Zu den Schülern sagte der Rektor: „Wir hoffen, dass ihr die richtigen Schlüsse zieht.“ Und los ging es.

Kennengelernt haben sich Steffi und Stefan, so die Namen der Schauspieler im Stück, am Rande einer Party. Ihr war schlecht, sie ging nach draußen, er erklärte ihr die Sterne am Himmel. Zu ihrer ersten Verabredung bringt Stefan im Rucksack Alkohol mit. Sie will nicht, holt zwei Gläser Orangensaft, er kippt Wodka dazu, ohne dass sie es sieht und sie probiert.

Der erste Kuss. Er sagt: „Das muss gefeiert werden“, natürlich mit Alkohol. Sie probiert, „schmeckt ja doch ganz lecker“. Ihre Freundin Marion, deren Mutter alkoholabhängig ist, warnt Steffi, Stefan sei Alkoholiker. Steffi will das nicht hören, sie geht zu Marion auf Distanz. Steffi wird in die Clique von Stefans Freund Felix aufgenommen, der Jüngere schamlos betrunken macht. Immer trinkfester, erhält sie dort den Spitznamen „Tequila“, Stefan heißt in dieser Clique „Johnny“. Steffi und Stefan sind auf die Namen stolz.

Ein Wochenende, Steffi hat sturmfreie Bude. Sie will mit Stefan die „Nacht der Nächte“ erleben, er kommt mit einer Alkoholfahne und Stoff, sie trinken, Stefan wird müde und schläft ein. Steffi ist frustriert. Marion warnt sie erneut, doch Steffi rutscht immer tiefer ab. Zuerst lässt sie das Sporttraining sausen, dann schwänzt sie eine Mathearbeit.

Mutter nie zuhause

Als die Rektorin Ihrer Mutter schreibt, dass Steffis Versetzung gefährdet sei, antwortet Steffi, weil ihre Mutter nie da ist. Stefan bekommt Hausarrest, weil seine Eltern Alkohol bei ihm entdecken. Steffi reißt sich an den Riemen. Dank Marions Hilfe schafft sie doch noch ihre Versetzung. Just, als sie mit Marion ins Kino will um dies zu feiern, taucht Stefan wieder auf, mit Alkohol. Es kommt zum Eklat. Am anderen Tag berichtet der Rundfunk, dass in Berlin eine 16-Jährige bewusstlos Zuhause angetroffen wurde: mit 4,3 Promille. Ende.

Aufmerksam hatten die Schüler das 65 Minuten dauernde Stück verfolgt. Bei der Diskussion wollten sie wissen, ob Julia und Viktor schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie im Stück. Beide hatten als Jugendliche auch mal Alkohol getrunken, „aber Komasaufen gab es nicht.“ Zum Schluss machte ein Schüler Julia und Viktor, die zum ersten Mal zusammen gespielt hatten, Mut: „Gut gemacht, macht weiter so.“

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„Die Schüler wurden abgeholt“

Lehrer Hannes Jettkandt ist an der Blumberger Realschule Drogenpräventionsbeauftragter. Er organisiert für die Schüler jedes Jahr eine Veranstaltung. Der 56-jährige Pädagoge ist seit 1981 an der Schule.

Herr Jettkandt, wie kamen Sie auf eine Theatervorführung?

Dieses Jahr wollte ich den Schülern eine realistische, Jugendliche ansprechende Darstellung geben, wie schnell man in übermäßigen Alkoholkonsum hineinschlittern kann. Die Verträge hat die Schule bereits vorigen Herbst abgeschlossen, bevor wir in Blumberg die große Alkohol-Diskussion hatten.

Wie kamen Sie auf den Weimarer Kultur-Express?

Wir haben hier an der Schule schon drei Stücke sehr ansprechende Stücke erlebt. Auf deren Homepage habe ich gesehen, dass der Weimarer Kulturexpress ein neues Stück über Alkohol einstudiert. Und jetzt hatten wir in Blumberg die Uraufführung.

Sind Sie mit der Veranstaltung zufrieden?

Die Aufführung war toll, ich voll zufrieden, zum einen mit dem Inhalt des Stücks und zum zweiten mit der schauspielerischen Leistung. Das Stück wurde von hervorragenden, noch jungen Schauspielern in Szene gesetzt, die Schüler wurden da abgeholt, wo sie zum Teil stehen, sie haben sich wiedergefunden.

Können Sie das etwas näher ausführen?

Am Anfang hat Steffi den Alkohol abgelehnt. Dann wurde sie aber durch die Zuneigung zu ihrem Freund durch diesen zum Alkoholkonsum gebracht. Das geht soweit, dass Jugendliche dafür sogar gute Freundschaften aufgeben wie Steffi mit Marion.

Gab es für Sie in dem Theaterstück eine Schlüsselszene?

Die Schlüsselszene war für mich am Anfang: Dass Steffi durch ihren neuen Freund und den daraus entstehenden Gruppendruck dazu gebracht wurde, Alkohol zu trinken. Das entspricht sicherlich auch der Realität. Ich hoffe, dass diese Szene unsere Schüler sensibel macht, sollten sie selbst einmal in eine ähnliche Situation geraten.

(Fragen: Bernhard Lutz, Quelle: Südkurier, 18.03.2010)

(Lehrer Hannes Jettkandt/ Foto: B. Lutz)
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Aalener Nachrichten

Theaterstück regt Gespräche zum Thema Alkohol an

ELLWANGEN (pm) - Die Theaterbühne Weimarer Kulturexpress hat Schüler der Mittelhofschule mit „Alkohol – ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht“ beeindruckt. Die jungen Schauspieler zeigten anschaulich, wie Alkohol das Leben Heranwachsender in kurzer Zeit verändern kann.

Das Theaterstück des Weimarer Kulturexpress zeigte brisante Aktualität, holte die Schüler in ihrer Lebenswelt ab und regte sie zum Nachdenken an.

So wurde nach der Aufführung -- und soll auch weiterhin -- in den Klassenzimmern der Mittelhofschule ausgiebig über das Thema Alkohol gesprochen.

Rektor Hans-Dieter Visser unterstrich, dass die Alkoholproblematik ein wichtiger Teil der Prävention an der Mittelhofschule sei. Er hoffe, dass die Schüler ihre eigenen Schlüsse aus dem Theaterstück ziehen, in dem die Protagonisten Steffi und Stefan in der Disko kennenlernen. Beide suchen in ihrer Entwicklung die Ablösung vom Elternhaus. Es gelingt ihnen aber noch nicht, sich in der Welt der Erwachsenen zu behaupten.

Stefan sucht zwischen der erdrückenden Liebe seiner Mutter und den strengen Regeln seines Vaters nach einem Weg in die Freiheit. Unter der Ablehnung seiner Schulkameraden leidet er sehr. Durch Alkohol findet er Anschluss an eine Gruppe und kann so seine Zukunftsängste geschickt überspielen. Steffi dagegen muss ihr Leben selbst in die Hand nehmen, da ihre alleinerziehende Mutter beruflich sehr engagiert ist und nur wenig Zeit für ihre Tochter hat. So sucht Steffi nach Geborgenheit und Liebe, nach jemandem, der ihr Leben mitgestaltet und ihr einen Teil der erdrückenden Eigenverantwortung abnimmt.

Obwohl ihr Alkohol nicht schmeckt, lässt sie sich von Stefan zum Trinken verführen und so werden „Partymachen“ und „Trinken bis zum Abwinken“ für beide zum Alltag. Erst als die schulischen Leistungen am Tiefpunkt sind, ändert sich die Lage. Stefan erhält Hausarrest, und Steffi findet bei ihrer Freundin neuen Halt.

So könnte man ein gutes Ende vermuten. Doch am Schluss ist der Alkohol stärker – das Wiedersehen wird zur feuchtfröhlichen Party, die für Steffi im Alkoholkoma endet. Hilfe erhält sie von Stefan nicht. Aus Angst lässt er sie bewusstlos liegen. Ein aufrüttelnder und unerwarteter Ausgang. In einer Gesprächsrunde stellten die Schüler an die Schauspieler Fragen aller Art.

(Quelle: http://www.schwaebische.de/, 06.04.2010)

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Weilburger Tageblatt

Am Ende ist der Alkohol stärker

Kultur-Express zu Gast in Weilmünster

Weilmünster (hen). Mit einer eindrucksvollen Inszenierung von "Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht" gastierte der Weimarer Kultur-Express an der Gesamtschule Weilmünster. Schüler aller 9. Klassen sowie der beiden 10. Klassen verfolgten die Aufführung in der Pausenhalle, die eindringlich, aber ohne erhobenen Zeigefinger deutlich machte, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die "Flucht in den Rausch" führen kann.

Mit viel Witz und Humor erzählt der Autor, Patric Tavanti, die Geschichte von Steffi und Stefan, dargestellt von zwei jungen Schauspielern des Weimarer Kultur-Express. Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er lebt in einer Familie, in der die Mutter ihn mit Liebe geradezu überschüttet und in ihm immer noch den kleinen Jungen sieht, der Vater hingegen ihn durch Verbote und Strafen erziehen will. Sein Hobby ist die Astronomie, doch mit seiner Vorliebe für Sterne stößt er bei seinen Schulkameraden auf Ablehnung und wird zum Einzelgänger. Erst durch den Alkohol wird Stefan in die Clique um den coolen Typen Felix aufgenommen. Als er Steffi begegnet, steht die dem Alkohol zunächst eher ablehnend gegenüber. Doch ihre alleinerziehende Mutter ist der Karriere wegen meist unterwegs und Steffi für ihr Leben selbst verantwortlich. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe, die sie bei Stefan findet. Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als "feucht-fröhlicher" Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen.

Gelegenheit zur Diskussion

Obwohl das Stück leicht und unterhaltsam erzählt wird, entbehrt es nicht einer brisanten Aktualität und regt zum Nachdenken an. Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schüler der Gesamtschule Weilmünster Gelegenheit, zusammen mit den Darstellern zu diskutieren und sich mit dem sozialkritischen Thema auseinanderzusetzen. Unter dem Gesichtspunkt Prävention besitze das Thema große Bedeutung, denn bei vielen Jugendlichen spiele Alkohol leider eine viel zu große Rolle, erklärte Schulleiterin Gabriele Abraham und zeigte sich deshalb froh, dass der Weimarer Kultur-Express das Thema altersgerecht dargestellt hat.

(Quelle: © mittelhessen.de 20.04.2010)

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Theater warnt vor Alkoholmissbrauch

Theaterstück über Alkohol an der ERS Freisen

Freisen. Das Tourneetheater "Weimarer Kultur-Express" gastierte an der Erweiterten Realschule Freisen mit dem Stück "Alkohol". Die beiden Schauspieler Julia Stenke und Viktor Wendtner erzählten den Jugendlichen des siebten und achten Schuljahres mit viel Witz und Humor die Geschichte von Steffi und Stefan, die beide erleben müssen, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die Flucht in den Rausch führen kann.

Zur Handlung des Stückes: Stefan sehnt sich nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der überzogenen Liebe der Mutter und den strengen Regeln des Vaters. Steffi, die bei ihrer alleinerziehenden Mutter lebt, muss früh erwachsen werden und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust. Partys, Spaß und Entspannung vom Schulstress und dem Erwartungsdruck bestimmen plötzlich ihr Leben. Dabei gelingt es Stefan zunehmend, seine Freundin Steffi zum Alkohol-Trinken zu überreden. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Das Stück endet tragisch: Steffi liegt mit 4,2 Promille auf der Intensivstation. Das Ende bleibt offen.

Die Darsteller Julia Stenke und Viktor Wendtner spielten nach Mitteilung der Schule überzeugend. Es sei ihnen gelungen, die Schüler zum Nachdenken anzuregen. (red.)



Aus dem Gästebuch:

Dingolfinger Realschüler waren begeistert!

Großes Kompliment an Julia Stenke und Viktor Wendtner, die sich buchstäblich die Seele aus dem Leib spielten. Unsere vierzehn- bis sechzehnjährigen Schülerinnen und Schüler waren von der Performance der beiden jungen Schauspieler schwer beeindruckt. Vielen Dank nochmals für die kurzweiligen 70 Minuten und die anschließende interessante Diskussion! Ihr habt einen bleibenden Eindruck hinterlassen!
Margit 2.5.2010

Weitere Einträge finden Sie hier!

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Theaterstück „Alkohol” beeindruckt Calauer Schüler

Calau 170 Mädchen und Jungen der Calauer Robert-Schlesier-Schule haben am Montag die Aufführung des Stückes „Alkohol“ von Patric Tavanti gesehen. Dazu war die Stadthalle in der Lindenstraße zu einem Theater umfunktioniert worden. Der Weimarer Kultur-Express brachte das aktuelle Thema auf die Bühne.

Steffi ist eine gute Schülerin und will auf keinen Fall eine Loserin, eine Verliererin, sein. Doch ihre Mutter hat keine Zeit für sie. So sucht und findet sie ihren Freund Stefan in einer Clique, in der Alkohol immer dabei ist. Die beiden jungen Schauspieler Julia Stenke (25) und Viktor Wendtner (23) zeigen, wie Sehnsucht nach Anerkennung und Lebenslust in die Sucht führen können. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, endet für Steffi mit 4,3 Promille Alkohol im Koma. Ihr Freund taumelt davon und lässt sie liegen.

»Lebt sie noch, oder ist sie tot?«, fragen sich die Schüler nach der rund einstündigen Aufführung. »Das Ende bleibt offen. Ihr könnt die Geschichte selber weiterspinnen. Doch ich habe das Gefühl, sie könnte es noch einmal schaffen«, sagt Schauspielerin Julia Stenke. Sie fragt die Schüler, wie realistisch sie die Darstellung fanden, ob ein Mädchen sich tatsächlich so von einem Freund beeinflussen lässt und von der Abstinenz bis zum Koma alles mitmacht. Aus den Reihen der Siebent- bis Zehntklässler kommt viel Zustimmung.

»Das Thema ist aktuell und war super dargestellt, gerade auch für die Jüngeren«, sagt die 17-jährige Gizem aus der 10. Klasse. Mit ihrer Familie fährt sie auch öfter nach Senftenberg oder Cottbus ins Theater. »Das Stück hat uns gefallen«, sagen auch Piere und Marcel aus der 7. Klasse. »Wir holen jedes Jahr eine Theatergruppe an die Schule«, sagt Deutschlehrerin Iris Horschig. Sie hat die Veranstaltung organisiert, die zu einem Drittel aus dem Europäischen Sozialfonds mitfinanziert werde.

(Ingrid Hoberg, Quelle: http://www.lr-online.de, 11.05.2010)

Das Ende einer Alkohol-Karriere: Steffi liegt im Koma, ihr Freund Stefan kann das im Rausch kaum erfassen. (Foto: ho)
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Flucht in den Rausch

Weimarer Kulturexpress zeigt Präventionstheater gegen Alkohol

LÜDENSCHEID - Alkoholmissbrauch ist ein weit verbreitetes Problem in der Jugendszene. Umso wichtiger ist Präventionsarbeit. Mit dem Stück „Alkohol“ war gestern der Weimarer Kulturexpress an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule zu Gast.

Mit Witz und Humor, aber ohne den mahnenden Zeigefinger, zeigten die Schauspieler in dem Stück von Patric Tavanti, welche Gefahren der Alkoholkonsum birgt und in welche Sackgassen die „Flucht in den Rausch“ führen kann: Protagonisten des Stücks sind zwei Jugendliche aus problembehafteten Familien bei ihrer Flucht in den Alkohol. Dieser wird für sie ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Doch was als feuchtfröhlicher Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Das Stück endet tragisch, das Ende bleibt offen ...

Im Anschluss an die Darbietung bot sich den Jugendlichen ausreichend Möglichkeit zur Diskussion mit den Darstellern. Bereits zum vierten Mal hatte Deutschlehrer Jürgen Middeldorf das Schauspieler-Duo für die 180 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrganges gewinnen können.

Der Weimarer Kulturexpress präsentierte mit „Alkohol“ ein brisant-aktuelles Stück, das auf der einen Seite schwungvoll und amüsant inszeniert war, auf der anderen Seite aber die Jugendlichen zum Nachdenken anregte.

(Christina Grégoire, 24.04.2010, Quelle: StARG)

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Alkohol - ein Theaterstück zu einem aktuellen Problem

Das Thema Alkohol schafft es leider immer wieder, auf den Titelseiten der Tagespresse zu erscheinen, besonders wenn gerade junge Menschen betroffen sind. Alkohol, so heißt auch das neueste Theaterstück von Patric Tavanti, dem es nach vielen erfolgreichen Inszenierungen auch hierbei gelungen ist, in einer sehr schwungvollen und lebendigen Darstellung die Zuschauer in den Bann der Ereignisse zu ziehen.

Ort der Veranstaltung war einmal mehr die Aula der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur, bei der die von den beiden jungen Schauspielern Anita Stenke und Viktor Wendtner getragene Handlung rund 200 Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 in ihren Bann zog.

Dabei war die gestellte Aufgabe des Teams nicht leicht. In einer 80-minütigen Vorstellung den Weg einer Schülerin von erklärter Abstinenz bis hin zu ihrem Tod nach einem wiederholten Alkoholexzess aufzuzeigen, ohne dass manch ein Entwicklungsschritt allzu knapp dargestellt wird, ist kaum zu lösen. Dass am Ende, trotz aller Leichtigkeit, manchmal auch Unbekümmertheit in den Dialogen, das dramatische Geschehen so betroffen machte, hatte viel mit der schauspielerischen Leistung der beiden Akteure zu tun. Zu jeder Zeit blieben die beiden in der Erfahrungswelt junger Menschen, die durch Leistungsdruck und Verführung allzu leicht in den manchmal unaufhaltsamen Sog der Exzesse geraten und ohne entschiedene Hilfe von außen aus dem Teufelskreis von Sucht und Versagen nicht mehr ausbrechen können. Genau an dieser Stelle leistet das Stück einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Drogenprävention.

(Gernot Gingele, 21.Mai 2010, Quelle: Anne-Frank-Realschule)

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Wie Sehnsucht nach Anerkennung in die Sucht führen kann

Überzeugend spielten die Schauspieler Julia Stenke (25) und Viktor Wendtner (22) vom Weimarer Kultur-Express die Geschichte zweier Jugendlicher auf der Suche nach Freundschaft, Anerkennung und der Ablösung vom Elternhaus.

Die 7. bis 10. Klassen der Freiherr-vom-Stein-Schule verfolgten am vergangenen Donnerstag in zwei Aufführungen im Eppsteiner Bürgerhaus die Geschichte unter dem Titel „Alkohol“. Steffi und Stefan lernen sich nach einer Party kennen. Der 16-Jährige erklärt Steffi die Sterne am Himmel. Zu ihrer ersten Verabredung bringt er „was für die gute Stimmung“ mit, der erste Kuss muss gefeiert werden – mit Alkohol. Steffi, die sonst „nie etwas trinkt“, lässt sich von Stefan zu Orangensaft mit Wodka überreden und stellt fest: „Das schmeckt ja gut.“

Steffi ist eine gute Schülerin und will auf keinen Fall eine „Loserin“, eine Verliererin, sein. Doch sie vermisst Nähe und Geborgenheit. Ihre alleinerziehende Mutter hat keine Zeit für sie. So findet sie über ihren Freund Stefan Zugang in eine Clique, in der Alkohol immer dabei ist. Und auch Stefan hat sich durch den Alkohol einen Namen in der Gruppe gemacht. „Früher wurde ich nur verarscht, jetzt traut sich das keiner mehr“, prahlt er vor Steffi und überspielt geschickt seine Zukunftsängste.

Die beiden jungen Schauspieler zeigen, wie Sehnsucht nach Anerkennung und Lebenslust in die Sucht führen können. Steffi zieht sich von ihrer besten Freundin Marion zurück, weil die sie vor den Gefahren der Alkoholsucht warnt – ihre Mutter ist Alkoholikerin. „Partymachen“ und „Trinken bis zum Abwinken“ wird für Steffi und Stefan zum Alltag. Erst als die schulischen Leistungen am Tiefpunkt sind, ändert sich die Lage. Stefan erhält Hausarrest, und Steffi findet bei ihrer Freundin neuen Halt.

Das Wiedersehen nach zwei Monaten Trennung wird für Steffi und Stefan ein feucht-fröhlicher Abend und endet für Steffi mit 4,3 Promille Alkohol im Koma. Aus Angst lässt ihr Freund sie liegen und taumelt davon. Das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen.

Die vorgesehene Diskussionsstunde im Anschluss an die Aufführungen entfiel mangels Zeit – „aber die Schüler waren sehr aufmerksam und nehmen davon sicher etwas mit“, ist Viktor Wendtner überzeugt. Das Tournee-Theater aus Weimar ist auf Aufführungen in Schulen spezialisiert und greift gezielt aktuelle Probleme Jugendlicher auf, um sie in ihrer Lebenswelt abzuholen und zum Nachdenken anzuregen.

Der 16-jährige Vincent aus der 10. Klasse bestätigte den Eindruck: „Das war ganz eindrucksvoll und ist für die kleineren aus der 7. und 8. Klasse ganz wichtig. Für uns größeren kommt das zu spät. Ich hab’ von Komasaufen schon gehört, kenne aber keinen, der so bekloppt ist.“ Simone (14) aus der G8 fand das Theater „echt cool! Ich kenne einige, die auch manchmal zu viel trinken. Vielleicht denken die jetzt mal darüber nach.“

Lehrerin Heike Bletz, die die Theatergruppe engagiert hatte, bedauerte, dass für die Diskussion die Zeit nicht mehr ausreichte, hat aber inzwischen zusammen mit den Sozialarbeitern, den Drogenbeauftragten der Schule und den Klassenlehrern die ihr Klassen ins Theater begleitet hatten das Thema in den Klassen besprochen: „Besonders mit den jüngeren Schülern und Schülerinnen muss man das Thema aufarbeiten.“ Deshalb sei die Aufführung auch als Ergänzung der beiden Projekttage zur Alkoholprävention in den 7. und 8. Klassen zu verstehen. Der Main-Taunus-Kreis finanzierte im Rahmen der Sucht-Prävention einen Teil der Gage, die Cafeteria-Mütter der Freiherr-vom-Stein-Schule unterstützten die Aufführung mit 500 Euro. Und auch die Schüler und Schülerinnen sollten mit einem Euro Eintrittsgeld die Aufführung honorieren.

(jp, 27.5.2010, Quelle: http://www.eppsteiner-zeitung.de/)

Trinken bis zum Abwinken – Steffi und Stefan.
(Foto:jp)


Theaterstück zum Thema "Alkoholsucht"

Im Rahmen von "Gesunde Schule" und Suchtprävention gastierte heute der Weimarer Kulturexpress mit der Produktion "Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht" im Bürgerhaus Eppstein. Alle 7. bis 10. Klassen waren dazu in zwei Etappen als Zuschauer eingeladen.

In dem Stück lernen sich die eher zurückhaltende Steffi und der leichtlebige Stefan vor einer Party kennen. Die scheinbar unterschiedlichen Jugendlichen eint die gleiche, schwer bestimmbare Sehnsucht, die sie beim Übergang ins Erwachsenensein empfinden: Einerseits suchen sie Freiheit, andererseits verlangen sie nach Halt, Geborgenheit (Steffi) und Anerkennung (Stefan).

Durch Stefans ständiges Drängen beginnt auch Steffi ihre Zerrissenheit mit Alkohol zu unterdrücken. Gemeinsam durchleben sie unbekümmert eine Zeit voll Party. Doch die neue Leichtigkeit ist trügerisch und fordert ihren Tribut ...

Es geht in dem Stück also um die Ursachen und Folgen des Alkoholkonsums bei Jugendlichen. Wer aber einen erhobenen Zeigefinger erwartet, der hat sich getäuscht: Mit viel Witz und Schwung holen die beiden jungen Darsteller das ebenfalls junge Publikum in ihrer Lebenswelt ab. Erst am Ende wird der Ernst der Sache richtig deutlich und regt zum Nachdenken an.

Der Weimarer Kulturexpress ist ein junges Theater, das auf seinen Touren vor allem junges Publikum für das Theater begeistern und mit sozialen Themen konfrontieren und bewegen möchte. Das ist ihnen bei uns in Eppstein zweifellos gelungen.

(20.05.2010, Quelle: FvSS)


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"donnerstags"

Amtsblatt der Gemeinde Renquishausen

Weimarer Kulturexpress war da!

192 Siebt – und Achtklässler/-innen der Realschule Mühlheim wandern von der Schule zum Gemeindezentrum Stetten. Dort werden sie von zwei Schauspielern des Weimarer Kulturexpress erwartet, die das Stück „Alkohol“ von Patric Tavanti präsentieren werden.

Das Stück handelt von zwei Jugendlichen, die jeweils aufgrund ihrer persönlichen Geschichte in den Teufelskreis „Alkohol“ gezogen werden. Die möglichen Folgen und Gefahren werden sehr verständlich, jugendnah aber auch humorvoll dargestellt.

Die Begeisterung der Schüler und Schülerinnen war deutlich spürbar. Sie hingen den Schauspielern 70 Minuten hochkonzentriert an den Lippen und wollten nicht mehr aufhören zu applaudieren.

Dieser Theaterbesuch stellt einen Teil der Unterrichtseinheit „Alkohol, Drogen, Sucht“ dar, die in den Klassenstufen 7 und 8 eine wichtige Rolle spielt.

(18.05. 2010, Quelle: donnerstags)

(Logo der Suchtpräventionsaktion
"Gesunde Schule" der FvSS, Eppstein)
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Gemeinschaftshauptschule Kaldenkirchen

Alkohol – ein Stück über Sucht und Sehnsucht

Das war nicht Alltäglich: der “Weimarer Kulturexpress” war mit einem Zwei-Personenstück zu Gast. Die Jahrgänge 7 und 8 erlebten Theater hautnah: “Alkohol – ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht” - so der Titel. Staunen, Nachdenklichkeit und Spaß kennzeichneten das Erlebnis. Und anschließend wurde mit den Akteuren vertiefend diskutiert.

(Quelle: GHS Kaldenkirchen, 9. Juni 2010)

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Ein Stück über Sehnsucht, ein Stück über Sucht : Alkohol

In dem Stück geht es um Steffi, ein junges Mädchen, das durch seinen Freund Stefan zum Alkoholkunsum verführt wird. Was als "feucht- fröhlicher" Spaß beginnt, wird sehr schnell bitterer Ernst, als Steffi schließlich so viel trinkt, dass sie ins Koma fällt.

Die beiden Schauspieler haben uns Ursachen und Folgen des Alkoholmissbrauchs drastisch vor Augen geführt und uns gezeigt, wo es hinführen kann, wenn man Alkohol im Übermaß trinkt.

Wir Schüler haben gelernt, dass man Probleme nicht "im Alkohol ertränken" kann und dass man sich seine Freunde gut aussuchen sollt.

Im Rahmen der Suchtprävention führte der Weimarer Kultur-Express sein neues Stück "Alkohol" am 21.5.2010 für die Schüler der Klassenstufe 6 bis 8 auf.

(Quelle: Realschule Renningen, von Ina Holzmüller, 8a)

(Foto: RS Renningen)
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Flucht in den Rausch

Im Rahmen des Drogenpräventionprogramms der Johannes-Gigas-Schule wurden im April 2010 die Siebtklässler mit einem Theaterstück zum Thema Alkohol konfrontiert.

Ein Theaterstück ganz aus der Lebenswelt der Jugendlichen brachte die Schüler der 7. Klassen der Johannes-Gigas-Schule am Donnerstag, den 15. 4. 10 zum Nachdenken und ins Gespräch: „Alkohol“ – ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht von Patric Tavanti, aufgeführt vom Weimarer Kulturexpress.

Erzählt wird die Geschichte von Steffi und Stefan: Beide verlieben sich ineinander und beide nutzen Alkohol als Flucht in den Rausch.

Stefan sehnt sich nach Anerkennung und Freiheit. Es fällt ihm schwer zwischen seiner überbehütenden Mutter und seinem ausgesprochen strengen Vater seine Identität zu finden. Seine Klassenkameraden halten ihn für ein Muttersöhnchen und erst durch kräftigen Alkoholkonsum findet er Bestätigung und kann seinen Platz in der Klassengemeinschaft behaupten.

Steffi sehnt sich nach Liebe, Geborgenheit und Leichtigkeit im Leben. Ihre allein erziehende Mutter muss viel arbeiten und hat keine Zeit für Steffi. So hat sie sehr früh Verantwortung für sich übernehmen müssen und ist schnell „erwachsen“ und sehr ernst geworden.

Spiel, Spaß und Feiern in der Clique sollen für Entspannung und Entlastung von Schule und Erwartungsdruck sorgen und ist in der Regel mit Alkoholkonsum verbunden.

Starker Leistungsabfall der schulischen Leistungen und die Gefährdung der Versetzung zeigen den beiden Hauptfiguren ihre Grenzen auf. Steffi scheint einen Ausweg zu finden und erlebt doch einen heftigen Rückfall. Der Alkohol ist stärker, das Stück endet tragisch.

(Quelle: Johannes-Gigas-Schule Lügde, 15.04.2010)

Flucht in den Rausch endet in Sackgasse

Nördlingen Zum Ende des Schuljahres hin konnte den Schülern des Beruflichen Schulzentrums Nördlingens noch mal ein Highlight präsentiert werden. Das Theaterstück „Alkohol“ von Patric Tavanti wurde von jungen Schauspielern vorgeführt. Gemäß dem Titel zeigte das Stück auf, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die „Flucht in den Rausch“ führen kann.

Hervorragende Inszenierung

Hervorzuheben war die hervorragende Inszenierung des Stückes durch die beiden Schauspieler alias Stefan und Stefanie vom Weimarer Kultur-Express, die die Botschaft des Theaterstücks mit viel Witz und Humor vermittelten.

Gespräch mit den Schauspielern

Viele Schüler nahmen im Anschluss an die Aufführung die Möglichkeit wahr, mit den Schauspielern in Kontakt zu treten und das persönliche Gespräch zu führen. Auch die durchwegs positive Rückmeldung der Schüler bestätigte die hervorragende Darbietung der beiden Schauspieler.

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Mit Alkohol in die Sackgasse

Langerwehe. Auf Initiative der Schülervertretung war der Weimarer Kultur-Express zu Gast an der Gesamtschule Langerwehe und hatte gleich zwei Aufführungen des Stückes «Alkohol» für die Jahrgänge sieben bis zehn in der Kulturhalle Langerwehe.

Der Weimarer Kultur-Express, ein freies Jugendtheater im Tourneebetrieb, tritt ausschließlich vor Schülern auf. Er hat das Anliegen, sozial engagierte Stücke zu bieten: «Wir wollen die Probleme der Jugendlichen durch Beispiele und durch Diskussionsrunden ansprechen, andererseits wollen wir auch den Spaß am Theater wecken.»

Der Weimarer Kultur-Express versucht mit seinem Programm beide Probleme zu lösen und bietet deshalb altersgerechte Gegenwartsstücke für zwölf bis sechzehnjährige Schülerinnen und Schüler an. Er arbeitet mit jungen ausgebildeten Schauspielern, die gern vor und mit einem jungen Publikum spielen.

«Alkohol» ist ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht. Mit viel Witz und Humor erzählt Autor Patric Tavanti die Geschichte von Steffi und Stefan. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt er, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die Flucht in den Alkoholrausch führen kann.

Er sucht sich selbst

Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die ihn immer noch als kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen will, und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten.

Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden.

Tragisches Ende

Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen. Die Schülerinnen und Schüler hatten anschließend die Gelegenheit mit den Schauspielern über das Stück zu diskutieren.

(Quelle: http://www.an-online.de/, 19.09.2010)

(Julia Stenke und Henrik Hänel in "Alkohol"
Foto: aachener nachrichten)
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Gefahren des Alkoholkonsums als Theaterstück

Weimarer Kulturexpress zu Gast in der Einhardschule Der Weimarer Kultur-Express zeigte für die Jahrgangsstufe 9 im Forum der Einhardschule sein Stück „Alkohol“ von Patric Tavanti. Gerade für Schüler im Alter von 14 bis 15 spielt der Alkohol eine immer größere Rolle. Mit Tavantis Stück soll diese Altersgruppe über die Gefahren des Alkoholkonsums aufgeklärt werden, allerdings ohne den erhobenen Zeigefinger. Die Geschichte des Paares Steffi und Stefan soll den Jugendlichen zeigen, dass die Flucht in den Rausch letztlich eine Sackgasse ist. Mit Steffi und Stefan hat der Autor zwei Figuren geschaffen, die die Jugendlichen zur Identifikation einladen und damit auch zum Nachdenken anregen, wie man an den ernsten Gesichtern der Schüler während der Aufführung und der angeregten Abschlussdiskussion erkennen konnte. Die beiden Initiatorinnen der Veranstaltung, Mechthild Giessing, Fachsprecherin Deutsch, und Brigitte Kössl, Beratungslehrerin Suchtprävention, waren denn auch der Meinung, dass es dem Weimarer Kulturexpress gelungen ist, die Jugendlichen auf lockere und unterhaltende Art und Weise für die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums zu sensibilisieren. Die Bühnenfiguren Steffi und Stefan bieten den Schülern verschiedene Anknüpfungspunkte, denn sie stehen exemplarisch für zwei Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Problemen. Stefan fühlt sich beengt in seiner Kleinfamilie und wird von den Mitschülern für ein Muttersöhnchen gehalten, dabei wünscht er sich nichts mehr als deren Anerkennung. Ganz anders dagegen Steffis Situation, die von ihrer alleinerziehenden Mutter zu früh in die Selbständigkeit entlassen wird und sich dabei eigentlich nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Für die beiden Jugendlichen führen diese Lebensumstände schließlich zur Flucht in den Alkohol, die zunächst als großer Spaß beginnt und schließlich in die Katastrophe führt.

(Quelle: Einhardschule Seligenstadt, 19.09.2010)

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(Foto: Alkohol in Seligenstadt,
Gymnasium des Kreises Offenbach)

Besaufen zwischen Sucht und Sehnsucht

Kann man wirklich so schnell alkoholabhängig werden, und was hat diese Sucht zur Folge? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schüler der 7. bis 10. Klassen der Bardoschule Fulda in dem Theaterstück „Alkohol“.

Das Stück von Patric Tavanti erzählt die Geschichte von Stefan und Steffi, zwei Jugendliche, die sich kennen und lieben lernen. Doch immer wieder schleicht sich das Phänomen Alkohol in ihre Beziehung ein. Stefan sucht Anerkennung und Freiheit in seiner Clique, versucht der übergroßen Liebe seiner Mutter und der Strenge seines Vaters zu entfliehen. Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie nie Zeit, zu früh muss sie Verantwortung übernehmen. Beide suchen im Alkohol Freiheit, Lebenslust, Spaß und Entspannung von der Schule.

Was als Spaß beginnt, wird aber schnell bitterer Ernst. Immer wieder überschreiten die beiden Jugendlichen ihre Grenzen, auf einer Party bricht Steffi sogar zusammen – mit über vier Promille Alkohol im Blut. Das Ende des Stückes bleibt offen.

Den Schülern und Lehrern der Bardoschule hat das Stück gefallen und anders als bei anderen Aufführungen hatten die Schüler zum Abschluss noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Auch im Unterricht wurde das Thema „Alkohol“ besprochen und weiter diskutiert.

(kir, 11.10.2010, Quelle: http://www.fuldaerzeitung.de)

Zu Gast waren Schauspieler des Weimarer Kultur-Express, die dieses Problem auf sehr anschauliche Weise aufgriffen.

(Foto: Fuldaer Zeitung/ privat)

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Südwest Presse

Teufelskreis Alkohol

Bisingen. Auf Initiative des Fördervereins der Realschule Bisingen war der Weimarer Kultur-Express in der Hohenzollernhalle zu Gast. Mit im Gepäck: ein Stück über "Alkohol", geschrieben von Patric Tavanti, für Realschüler der 8. und 9. Klassen.

Das freie Jugendtheater setzte die Gefahren des Alkoholkonsums szenisch um. Zwei Jugendliche, Steffi (16 Jahre) und Stefan (17 Jahre) werden jeweils aufgrund ihrer persönlichen Geschichte in den Teufelskreis Alkohol gezogen. Folgen und Gefahren, die sich aus der Sucht ergeben, wurden durch die zwei exzellenten Schauspieler verständlich und jugendnah umgesetzt.

Mit großem Interesse verfolgten die rund 150 Schülerinnen und Schüler die Aufführung. Der Applaus war kräftig. Nach dem Stück hatten die Schüler Gelegenheit, mit den Schauspielern über das Stück zu diskutieren und themenbezogen Fragen zu stellen.

"Es ist der Theatergruppe prima gelungen, die Probleme der Jugendlichen auf spielerische Art und Weise darzustellen", lobte Werner Klink, Vorsitzender des Fördervereins.

(Quelle: südwestpresse online, 15.10.2010)

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Die Gefahren der "Flucht in den Rausch"

Buchen. "Alkohol" stand am Dienstagnachmittag auf dem Stundenplan der Berufsschulklassen in der Zentralgewerbeschule Buchen.

Den "Stoff" für diese Unterrichtsstunde lieferte "Der Weimarer Kultur-Express", der mit einem rund einstündigen Theaterstück mit viel Witz und Humor über die Sehnsucht und die Sucht nach dem Alkohol erzählt.

Auf Einladung von Deutschlehrerin F. Rittmann-Minninger und dem Suchtbeauftragten der Zentralgewerbeschule Buchen, H. Bauer war das Zweipersonen-Theater mit den Darstellern Steffi und Stefan nach Buchen gekommen, um mit ihrer Aufführung auf die Gefahren des Alkoholkonsums hinzuweisen und den Schülern zu verdeutlichen, zu welchen Gefahren die "Flucht in den Rausch" führen kann.

Suche nach sich selbst

Das Stück begleitet den Jugendlichen Stefan auf seiner Suche nach Anerkennung und Freiheit. Auf seinem Weg sucht er sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die in ihm noch den kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen möchte und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten. Seine Freundin Steffi verspürt nach anfänglicher Ablehnung ebenfalls Gefallen an der Droge Alkohol und damit wird der "Stoff" für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was zunächst als "feuchtfröhlicher" Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht nach einem Ausweg und scheint ihn auch zu finden, doch am Ende ist die Droge stärker und die tragische Wendung zeichnet sich ab. das Ende aber bleibt offen.

Ein Stück, leicht, schwungvoll und amüsant erzählt, von brisanter Aktualität, das die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholt und zum Nachdenken anregt, so haben es auch die Schüler der Buchener Zentralgewerbeschule aufgenommen, die mit großem Interesse die Aufführung in der Aula der Zentralgewerbeschule verfolgten.

(Quelle: Fränkische Nachrichten, k.n.,28. Oktober 2010)

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Gesunde Ernährung und Bewegung stehen im Zentrum des Lernens

(MENGEN/sz) „Komm in Form“ ist in der vergangenen Woche das Thema der Projektwoche der Sonnenlugerschule in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Landwirtschaft, gewesen. Besonderen Fokus legte die Schule auf die Bereiche gesunde Ernährung und Bewegung.

Auftakt in die Projektwoche war ein Theaterstück des Weimarer Kulturexpress mit dem Titel „Alkohol“. Neben Lernberatern und Physiotherapeuten, Erste Hilfe-Kursen, Pilates und Aerobic sowie der Polizei mit einem Angebot für die Prävention von Drogen und Alkohol, haben die Mengener Unternehmen Sport Dietsche, Fitnessstudio Lifestyle, Fitnessstudio Top Five, Kinocenter und der Bauernhof Göhring aus Rulfingen für ein breites Angebot an Kursen für die Schülerinnen und Schüler gesorgt. Der Kreisbauernverband Biberach/Sigmaringen versorgte die Schülerinnen und Schüler jeden Tag mit frisch zubereiteten Milchmixgetränken und Joghurt. Der Aktivmarkt Baur versorgte die Schule unter anderem täglich mit Äpfeln. In der Schulküche kochten täglich Fachfrauen für Kinderernährung mit den Schülerinnen und Schülern.

(Quelle: Schwäbische Zeitung , 28.10.2010)

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Theaterstück zeigt Forster Schülern den Weg von Sehnsucht zur Sucht

Forst „Alkoholprobleme sind an der Schule wie auch im Stadtbild ein Thema“, sagt Schulleiterin Michaela Dallmaier. Gemeinsam mit den Schülern hat sich die Förderschule „Albert Schweitzer“ in Forst mit diesem Problem auseinandergesetzt.

Höhepunkt der Aktionswoche ist ein Theaterstück in der Aula am Donnerstagmorgen. Die Schauspieler Julia Stenke und Hanrik Hänel zeigen in einem Stück, wie aus Sehnsucht Sucht werden kann. Leidenschaftlich spielen sie die Szenen mit alltäglichen Problemen, die die Jugendlichen selbst aus dem Alltag kennen. Dabei sind Bier oder bunte Biermischgetränke immer dabei und werden mehr und mehr zum Zentrum einer aufkeimenden Liebe, die tragisch endet.

Organisiert hat die Veranstaltung mit dem »Weimarer Kulturexpress« die Klasse 10 der Schule. In der Pause gibt es alkoholfreie Cocktails. Tom Hentschel (16) sagt: »Ich habe in der Aktionswoche einiges gelernt. Zum Beispiel über die Mengen, die man zu sich nehmen kann.« In der Woche trinke er kein Bier, sagt er, »höchstens mal ein Bier am Wochenende«. Auch Marcel Lawren hat gelernt »was passieren kann, wenn man zu viel trinkt«.

Schulleiterin Dallmaier ist die Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Alkohol sei allgegenwärtig, auch in Familien. Deshalb sei Aufklärung wichtig.

(Quelle: Zeitung, Jas,  Forst 08.10.2010)

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Wenn das Kind an der Flasche hängt

Kühbach „Komasaufen“ - oder auch bewusstes Rauschtrinken - ist ein besorgniserregender „Freizeitsport“ von Kindern und Jugendlichen. Mehr als 4600 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren starben laut Drogenbericht der Bundesregierung im Jahr 2008 in Folge von Alkoholmissbrauch.

Mit dem Theaterstück „Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht“ gastierte die Theatergruppe „Der Weimarer Kultur-Express“ an der Volksschule Kühbach. Die Schüler der Klassen fünf bis neun erlebten eine Aufführung, die sie zum Lachen brachte, aber auch zum Nachdenken anregte.

Es war die Geschichte des Pärchens Steffi und Stefan, gespielt von Julia Stenke und Henrik Hänel, das im Alkoholrausch Ablenkung von den Problemen des Jungseins sucht. Die Theatervorführung sollte laut Schulleitung Präventionsarbeit gegen Alkohol und Drogen leisten.

Das Stück endet tragisch mit einer ins Koma gefallenen Steffi und einem verstörten Stefan, der ihr nicht hilft, aus Angst vor den Konsequenzen ihres Wetttrinkens. Eine Nachrichtenansage wird eingespielt, in der über Todesfälle von Jugendlichen in Folge von Alkoholmissbrauch berichtet wird.

Nach der letzten Szene traten die beiden Schauspieler erneut auf die Bühne und forderten die Schüler, Eltern und Lehrer im Publikum auf, Fragen zu stellen. „Ist das Mädchen gestorben?“, wollte ein Junge wissen, da der Ausgang der Geschichte offen gestaltet war. „Es kann sein, so etwas passiert leider“, antwortete Henrik Hänel. Julia Stenke fragte die Fünftklässler, ob sie den Inhalt des Stückes verstanden hätten. Die Antwort war ein einstimmiges „Ja“. Mutig meldete sich eine Schülerin der fünften Klasse und erläuterte zur Freude der Eltern und Lehrer, dass Alkohol zu trinken nicht gut sei - schon gar nicht, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Absicht hinter der Veranstaltung erklärte Rektor Alfons Kreppold so: „Wir veranstalten solche Vorstellungen schon seit mehreren Jahren und sehen so etwas als Beitrag zu unserem allgemeinen Erziehungsauftrag.“ Schon zum zweiten Mal in Folge gastierte „Der Weimarer Kultur-Express“ in der Kühbacher Schule. Der Elternbeirat und Förderverein der Schule ermöglichten mit ihrer finanziellen Unterstützung die Veranstaltung.

(Quelle: Augsburger Allgemeine, knj ,29.10.2010)

Im Vollrausch: Julia Stenke (links) und Henrik Hänel (rechts) vom „Weimarer Kultur-Express“ mimen das betrunkene Pärchen Steffi und Stefan. Sie zeigen die Gefahren von zu viel Alkohol im Kindes- und Jugendalter. (Foto: Jana Knörnschild)
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Schüler sehen Stück über Alkohol

Überlingen – Ein junges Mädchen, das eigentlich erklärte Alkoholgegnerin ist, das aber trotzdem mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wird. Und ein junger Mann, der sich sein „erstes Mal“ mit seiner Freundin verdirbt, weil er zu stark dem Wodka zuspricht.

Mit der Geschichte, die Julia Stenke und Henrik Hänel vom „Weimarer Kulturexpress“ in der Überlinger Jörg-Zürn-Gewerbeschule auf Einladung von Suchtpräventionslehrerin Anita Mess szenisch darstellen, treffen sie exakt den Nerv vieler Jugendlicher. Das zeigen nicht nur die gespannten Mienen der jungen Zuschauer, sondern auch coole Kommentare wie „gib's ihr, Alter“ – als sich Stefan (Henrik Hänel) seiner Freundin Steffi (Julia Stenke) in eindeutig erotischer Absicht nähert. Oder „Ex und Hopp“, als Stefan die Wodkaflasche an den Mund setzt.

Steffi und Stefan sind ein junges Liebespaar im Teenager-Alter. Julia Stenke gibt die Steffi als ein etwas schüchternes und ob der ersten Liebe sehr nervöses Mädchen, das sich aber auch hinstellen und deutlich sagen kann, wenn ihr etwas nicht passt – wie zum Beispiel der starke Alkoholkonsum ihres Freundes. Genügend Rückgrat, um sich dem dauerhaft zu widersetzen, zeigt Steffi aber dann doch nicht.

Zwar mault sie jedes Mal, wenn ihr Freund wieder die Wodkaflasche aus dem Schulranzen zieht, doch irgendwann probiert sie auch mal einen Schluck. Und dann noch einen. Und noch einen. Besonders, wenn sie wütend auf ihren Freund ist, greift sie zur Flasche. Zum Beispiel in jener missglückten ersten Liebesnacht, auf die sie sich so gefreut, die sie so romantisch vorbereitet hatte – um dann auf den Rücken ihres volltrunkenen Freundes zu starren. Immer mehr spitzt sich die Situation bis zum bitteren Ende zu, als Steffi sich ins Koma säuft und Stefan sich aus Angst vor Konsequenzen aus dem Staub macht. Ab in die Einsamkeit, der er, wie er Steffi einmal anvertraute, durch das Saufen doch entfliehen wollte. Weil er cool sei und dazugehöre, wenn er trinke. Doch der Mensch, der ihm die wirkliche Einsamkeit vielleicht hätte vertreiben können, liegt nun im Koma. Und die erste Liebe ist im Alkohol ertrunken.

(Quelle: http://www.suedkurier.de/ 25.11.2010)

Weimarer Kulturexpress

Der Weimarer Kulturexpress ist eine freie Theatergruppe, die bei ihren Tourneen ausschließlich vor Schülern auftritt. Gegründet wurde sie vor zehn Jahren, seit 2003 ist sie nicht mehr nur in Thüringen, sondern im gesamten Bundesgebiet unterwegs.

Vier feste Schauspieler und ein Team aus sechs Gastdarstellern touren dabei in unterschiedlicher Besetzung von Schule zu Schule. Das Theater beschäftigt sich ausschließlich mit Jugendthemen. So gibt es bereits Produktionen zu den Themen Magersucht, Mediennutzung und Alkohol.

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FLENSBURGER TAGEBLATT

Aus feucht-fröhlichem Spaß wurde bitterer Ernst

Die Drogenbeauftragte an der Schafflunder Gemeinschaftsschule, Gitta Türschmann, konnte den Weimarer Kultur-Express, ein freies Tournee- Theater mit jugendbezogenen Themen mit seinem aktuellen Stück "Alkohol" zu zwei Auftritten verpflichten. In dem von Autor Patric Tavanti mit viel Witz und ohne erhobenen Zeigefinger geschriebenen Theaterstück stehen Steffi und Stefan im Mittelpunkt. Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust. Was als "feucht-fröhlicher" Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Am Ende ist der Alkohol stärker, das Ende bleibt offen. Ein Stück, leicht, schwungvoll und amüsant erzählt, von brisanter Aktualität, das die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholt und zum Nachdenken anregt. Die Schüler waren begeistert und dankten mit viel Applaus. Nach der Aufführung gab es noch eine angeregte Diskussion mit den beiden jungen Schauspielern Julia Stenke und Henrik Hanel.

(Quelle: Flensburger Tageblatt, rmw, 9. Dezember 2010)

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Schule am Silahopp Maulbronn

Alkohol in der Schule

„Alkohol" war zum Glück nur der Titel eines Theaterstückes, das der Weimarer Kulturexpress für die Haupt- und Werkrealschüler der Schule am Silahopp aufführte. Wie bereits viermal zuvor, trafen die Profischauspieler mit ihrem neuesten Problemstück von Patric Tavanti genau den Nerv der Schüler und zogen diese weit über 60 Minuten in ihren Bann.

Stefanie, die 16jährige Tochter einer erfolgreichen, alleinerziehenden und nie anwesenden Mutter, verliebt sich auf einer Party in Stefan.

Stefan, 17 Jahre, kommt aus gutem Hause und ist eigentlich ein einsamer Träumer, der aber durch exzessiven Alkoholkonsum plötzlich Anschluss an eine Clique findet und wegen seiner „Steherqualitäten" dort Anerkennung und Respekt erfährt.

Stefan, immer angeheitert und authentisch gespielt von Henrik Hänel, verführt die Freundin, temperamentvoll gespielt von Julia Stenke, immer mehr zum Alkoholgenuss bis hin zum Vollrausch und Dauerkonsum.

Als Stefan von seinen resoluten Eltern Hausarrest bekommt, scheint auch Stefanie vom Alkohol loszukommen und schafft sogar die kaum für möglich gehaltene Versetzung in der Schule.

Aber dann bricht Stefan zu Hause aus und verführt Stefanie zum erneuten Trinken. Das Gelage artet aus, Stefanie fällt ins Koma, Stefan flüchtet, ohne Hilfe zu holen - der Schluss bleibt offen.

Nach Ende des Stückes mussten die beiden Schauspieler noch viele Fragen beantworten, so dass die Zeit fast nicht mehr reichte. Aber zum Glück ist für das nächste Jahr schon wieder ein neues Stück, diesmal zum Thema „Mobbing," geplant.

Zum Schluss geht noch ein besonderer Dank an den Förderverein der Schule am Silahopp, der die Theateraufführung wieder großzügig mit einer Spende unterstützte.

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Staatliche Regelschule Crock

Landkreis Hildburghausen, Thüringen

"Alkohol" – ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht von Patric Tavanti führte am 17.12.2010 der „Weimarer Kultur-Express“ für die Klassen sieben bis zehn an der Crocker Regelschule auf. Es war nicht das erste Mal, dass das Jugendtheater hier vor den Schülerinnen und Schülern spielte. Mit dem diesjährigen Stück griffen die beiden Schauspieler Julia Stenke und Henrik Hänel ein aktuelles Problem auf.

Der 17-jährige Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die ihn immer noch als kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen will, und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten.

Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi mit ihren 16 Jahren erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als „feucht-fröhlicher“ Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch. „Am heutigen Morgen wurde ein 16-jähriges Mädchen von ihrer Freundin bewusstlos in der Wohnung gefunden. Sie hatte einen Alkoholspiegel von 4,3 Promille“ – so lautete eine entsprechende Meldung in den Tagesnachrichten. Ein Stück, das die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholen und zum Nachdenken anregen soll.

Der „Weimarer Kultur-Express ist ein freies Jugend - Theater im Tourneebetrieb. Sein Anliegen ist es, ein sozial engagiertes Theater zu bieten. Es sollen einerseits die Probleme der Jugendlichen angesprochen und anderseits der Spaß am Theater geweckt werden.

Veröffentlichte Statistiken der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. der vergangenen Jahre belegen, dass Jugendliche in Deutschland schon recht früh erste Erfahrungen mit der legalen Droge Alkohol machen. Der Erstkonsum findet im Durchschnitt mit 13,2 Jahren statt. Nach der „Drogenaffinitätsstudie“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat bei den 12- bis 15- Jährigen nur etwa ein Drittel bisher noch keinen Alkohol konsumiert. Von den 16- bis 17- Jährigen haben fast alle (93,1%) schon einmal Alkohol getrunken. Seit dem Jahr 2000 werden immer mehr Jugendliche mit akuter Alkoholvergiftung in Krankenhäusern behandelt. Zwischen den Jahren 2000 und 2008 ist die Zahl der 10- bis 20-Jährigen, die mit einer akuten Alkoholintoxikation ins Krankenhaus eingeliefert werden um 170% gestiegen. Hier hat sich der Begriff vom „Komasaufen“ etabliert.

Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, weiß um die Probleme. Rund 9,5 Millionen Menschen konsumierten Alkohol in einer gesundheitsgefährdenden Form. "Jedes Jahr sterben 73.000 Menschen an den Folgen des Alkoholmissbrauchs." Besonders alarmierend sei "das Risikosaufen" bei Kindern und Jugendlichen.

Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Aufklärung über die Wirkung von Alkohol notwendiger denn je. Verantwortung übernehmen, für sich und die anderen – auch das ist das Anliegen dieses Stückes. Eine Gesprächsrunde am Ende des Theaterstückes mit den beiden Schauspielern bot die Möglichkeit, sich zur Alkoholproblematik unter Jugendlichen zu äußern und Fragen zu stellen.

(Quelle: http://www.rscrock.de, Text: ke/Fleißig, Dez.2010)

(Fotos: K.-W. Fleißig)
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(Fotos: K.-W. Fleißig)

Das Ende einer Alkohol-Karriere

170 Mädchen und Jungen unserer Schule haben am Mittwoch, dem 21. Juli 2010 die Aufführung des Stückes „Alkohol“ von Patric Tavanti gesehen. Dazu wurde die Aula des beruflichen Schulzentrums zu einem „Theater“ umfunktioniert. Die Theaterbühne Weimarer Kulturexpress - mit zwei jungen Schauspielern -  zeigte anschaulich, wie Alkohol das Leben Heranwachsender in kurzer Zeit verändern kann.

Kennengelernt haben sich Steffi und Stefan, so die Namen der Schauspieler im Stück, am Rande einer Party. Ihr war schlecht, sie ging nach draußen, er erklärte ihr die Sterne am Himmel. Zu ihrer ersten Verabredung bringt Stefan im Rucksack Alkohol mit. Sie will nicht, holt zwei Gläser Orangensaft, er kippt Wodka dazu, ohne dass sie es sieht und sie probiert.

Der erste Kuss. Er sagt: „Das muss gefeiert werden“, natürlich mit Alkohol. Sie probiert, „schmeckt ja doch ganz lecker“. Ihre Freundin Marion, deren Mutter alkoholabhängig ist, warnt Steffi, Stefan sei Alkoholiker. Steffi will das nicht hören, sie geht zu Marion auf Distanz. Steffi wird in die Clique von Stefans Freund Felix aufgenommen, der Jüngere schamlos betrunken macht. Immer trinkfester, erhält sie dort den Spitznamen „Tequila“, Stefan heißt in dieser Clique „Johnny“. Steffi und Stefan sind auf die Namen stolz.

Ein Wochenende, Steffi hat sturmfreie Bude. Sie will mit Stefan die „Nacht der Nächte“ erleben, er kommt mit einer Alkoholfahne und Stoff, sie trinken, Stefan wird müde und schläft ein. Steffi ist frustriert. Marion warnt sie erneut, doch Steffi rutscht immer tiefer ab. Zuerst lässt sie das Sporttraining sausen, dann schwänzt sie eine Mathearbeit.

Als die Rektorin ihrer Mutter schreibt, dass Steffis Versetzung gefährdet sei, antwortet Steffi, weil ihre Mutter nie da ist. Stefan bekommt Hausarrest, weil seine Eltern Alkohol bei ihm entdecken. Steffi reißt sich an den Riemen. Steffi ist eine gute Schülerin und will auf keinen Fall eine Loserin sein. Dank Marions Hilfe schafft sie doch noch ihre Versetzung. Just, als sie mit Marion ins Kino will, um dies zu feiern, taucht Stefan wieder mit Alkohol auf. Es kommt zum Eklat. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, endet für Steffi mit über 4 Promille Alkohol im Koma. Ihr Freund taumelt davon und lässt sie liegen. Am anderen Tag berichtet der Rundfunk, dass in Berlin eine 16-Jährige bewusstlos Zuhause angetroffen wurde: mit über 4 Promille.

„Lebt sie noch, oder ist sie tot?“, fragen sich die Schülerinnen und Schüler nach der rund 70 Minuten dauernden Aufführung. Das Ende bleibt offen. Die Schülerinnen und Schüler können die Geschichte weiterspinnen. Viele Fragen stellen sich:

„Kann tatsächlich eine Person derart beeinflusst werden?“, „Bin ich auch so schwach, um Nein sagen zu können?“ usw.

Wir hoffen, dass unsere Schülerinnen und Schüler für das Thema weiter sensibilisiert wurden. Ein herzlicher Dank ergeht an den Elternbeirat und die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler, die die Veranstaltung mitfinanzierten.

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Ein Zeichen gegen das Komasaufen

Kreis Freudenstadt. Der Weimarer Kultur-Express bringt derzeit unter dem Titel "Alkohol" das vierte Stück von Patric Tavanti auf die Bühne. Im Rahmen der Suchtprävention in der Heinrich-Schickhardt-Schule in Freudenstadt, geleitet von Ulrich Eberle, fand dieses Theaterstück den richtigen Ton, ein Zeichen gegen das Komasaufen von Jugendlichen zu setzen. Das Stück wurde vor sieben ausgewählten Klassen der Schule im Musiksaal aufgeführt.

Mit viel Witz und Humor erzählt der Autor die Geschichte von Steffi (Julia Stenke) und Stefan (Henrik Hänel). Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt er, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgasse die Flucht in den Rausch führen kann.

Stefan, 17 Jahre alt, hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst, konfrontiert mit der übergroßen Liebe der Mutter, den strengen Regeln des Vaters und der Ablehnung seiner Schulkameraden.

Steffi, 16 Jahre alt, lebt bei ihrer allein erziehenden Mutter. Diese hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg und scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen. In der Fragerunde beantworteten die Schauspieler viele Fragen der Jugendlichen. So ging es beispielsweise um den generellen Umgang mit Alkohol. Auch der Weg in die Sucht und das nur schwere wieder Herauskommen waren Thema.

(Quelle: Schwarzwälder Bote, 01.02.2011)

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Gäubote

“Alkoholsucht zerstört euer Leben”

Herrenberg: Weimarer Kulturexpress macht Halt in der Mensa am Andreae-Gymnasium

Alkoholsucht zerstört euer Leben!“ So die Botschaft der beiden Weimarer Schauspieler Julia Stenke und Henrik Hänel. Die zwei jungen Künstler, die mit ihrem Programm durch Schulen in ganz Deutschland touren, führten am Freitag der Klassenstufe 8 am Andreae-Gymnasium Herrenberg ihr Theaterstück mit dem schlichten Titel „Alkohol“ auf.

Der Inhalt zeigte sich weniger schlicht: So thematisierte das Stück die Flucht in den Alkoholrausch und die Folgen der Alkoholsucht schonungslos. Hauptfiguren des Dramas sind Stefan-Spitzname: Johnny- und Steffi -Spitzname: Tequila. Stefan, ein 18-jähriger junger Mann aus gut betuchtem Elternhaus lebt zwischen einer Mutter, die in ihm noch immer ihren kleinen Jungen sieht, und einem Vater, der versucht ihn mit rigorosen Strafen zu erziehen. Er erhofft sich Anerkennung von seinen Freunden, fängt an zu trinken und gerät so auf die schiefe Bahn. Steffi hingegen kann von solchem Interesse ihrer Eltern nur träumen: Ihre Mutter ist alleinerziehend und hat wenig Zeit für ihre Tochter. Steffi lernt sehr früh auf eigenen Füßen zu stehen und findet in Stefan die Liebe die sie zu Hause nicht bekommt. Die beiden verlieben sich und wie erwartet schifft auch Steffi in die Alkoholsucht ab. So nimmt das Schicksal seinen Lauf und der Alkohol wird für die beiden ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Egal ob zum Abschalten nach der Schule oder zum Aufputschen am Abend.

Große Gefühle und eine Prise Humor

Die 26- und 24-jährgigen Schauspieler aus Weimar zeigten mit viel schauspielerischem Talent, großen Gefühlen und einigen Prisen Humor welche gravierenden Folgen Alkoholmissbrauch haben kann, bis hin zum offenen Ende, in dem Steffi mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landet und um ihr Leben kämpfen muss. Das Stück lässt offen ob Steffi ihre Sucht überlebt hat oder ob sie an den Folgen des exzessiven Konsums gestorben ist.

Dass sie mit ihrem Theaterstück nicht direkt etwas bewirken können, ist den beiden Weimarern durchaus bewusst. „Das einzige das unser Drama bewirken kann ist, dass es betroffen macht und den Ein oder Anderen dazu anregt über sich und seine Freunde nachzudenken.“ Im Anschluss an die Vorstellung bestand noch die Möglichkeit Fragen an die Schauspieler zu richten. Dabei kam es zu einigen unqualifizierten Zwischenrufen, welche Henrik Hänel aber erklären konnte. „Das ist typisch für ein gymnasiales Publikum. Gerade die Jungen im Alter von 14 oder 15 Jahren geben ungern zu, dass ihnen das Stück zu Herzen geht“, sagte der 24-jährige. Dann lasse man schnell einen coolen Spruch ab um seine Betroffenheit zu überdecken. Diese Betroffenheit wolle man aber genau erreichen, fügte seine Kollegin Julia Stenke hinzu.

Mangelhafte Kontrollen?

Auf die Frage nach der Verantwortung des Gesetzgebers sind sich die beiden Jungschauspieler jedoch uneins. So findet Julia Stenke, dass der Gesetzgeber eindeutig in der Pflicht stünde. „Es ist viel zu früh mit 16 Jahren bereits die Möglichkeit zu haben, sich in einen Vollrausch zu trinken“, erläutert Stenke, deren Vater selbst schwer alkoholabhängig war aber noch gerade rechtzeitig im letzten Moment die Kurve gekriegt hat. Henrik Hänel sieht das Problem weniger bei der gesetzlichen Grundlage als bei den Kontrollen dieses Gesetzes. „Gerade bei Stadtfesten in ländlichen Regionen sind die Kontrollen mangelhaft“, attestierte der Weimarer.

Zum Schluss gaben die Beiden ihren etwa 130 Zuschauern noch ein abschreckendes Beispiel mit auf den Weg. „Bei einer Vorstellung an einer Schule wurde mir erzählt, dass ein Mädchen der Schule sich bei einer Party betrunken hat, eingeschlafen ist und vergewaltigt wurde“, berichtet Julia Stenke. Sie wünsche den Achtklässlern, dass sie ihren Alkoholkonsum insoweit unter Kontrolle behielten, dass ihnen so etwas niemals passiere.

(Quelle: Andreae-Gymnasium Herrenberg,12.Februar 2011 von David Nau, Gäubote)

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Von Suche und Sucht-
ein Theaterstück über eine Alltagsdroge

Stimmengewirr am Montagmorgen in der Stadthalle Calau. Doch nicht der Sportunterricht der Grundschule steht heute auf dem Programm. Die Robert-Schlesier-Oberschule empfängt im Rahmen eines Projekts der Fächer Deutsch und LER organisiert von Frau Horschig –Fachleiterin Deutsch- eine Theatergruppe: den „Weimarer Kulturexpress“ mit dem Stück „Alkohol“ von Patric Tavanti.

Gespannt schauen die Schüler: Ein Stück über Alkohol. Wird es den berühmten erhobenen Zeigefinger geben? Der Untertitel zeigt, es geht um mehr. Es ist ein „Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht“

Die beiden Hauptpersonen könnten zu Beginn unterschiedlicher nicht sein- Steffi, die „Streberin“, deren Mutter nie Zeit für sie hat, trifft während einer Party auf Stefan, der der übergroßen Liebe seiner Mutter und den Belehrungen und der Strenge seines Vaters entflieht. Trotz der Warnungen ihrer besten Freundin lässt sich Steffi mit ihm in und will anfangs nichts von Stefans Alkoholproblem wissen. Doch nach und nach rutscht sie mit ihm ab in einen Kreislauf aus Trinken, Ernüchterung „Ich bin doch keine Loserin“, verbunden mit dem halbherzigen Versuch, sich doch noch zu retten, und doch wieder Trinken. Sie bekommt die Chance, dem Teufelskreis zu entkommen. Doch letztlich ist sie nicht stark genug- das Stück endet tragisch.

Und trotzdem ist die Geschichte hier nicht zu Ende. Für die Schüler bleibt offen, wie es weitergeht, ob die Beiden es schaffen werden. In der anschließenden Diskussion wird deutlich, dass die Schüler die Figuren durchaus kritisch sehen. So meint Alexandra (14), dass schließlich aber jeder letztlich für sich selbst verantwortlich ist.

Das Stück zeigt mögliche Antworten auf die Frage nach dem Warum: Stefan und Steffi suchen Anerkennung von „Freunden“ und Zuneigung und Verständnis bei den Eltern. Mit Alkohol verbinden sie alles: Spaß, das Gefühl von Freiheit, Geborgenheit.

Das Stück spricht mit einfachen Mitteln ein schwieriges Thema an. Und die Schüler gehen mit. Manchmal könnte man eine Stecknadel fallen lassen, so still ist es. Und im nächsten Moment ein befreiendes Lachen. Das Nachdenken über eigene Erfahrungen beginnt.

Und so mancher denkt beim Verlassen des Saales an den einen oder anderen Bekannten, dem er von diesem Stück erzählen möchte.

(Quelle: A. Heise, http://www.hg-schubert.de/,10.05.20)

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Wenn das Kind an der Flasche hängt

Kühbach "Komasaufen" - oder auch bewusstes Rauschtrinken - ist ein besorgniserregender "Freizeitsport" von Kindern und Jugendlichen. Mehr als 4600 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren starben laut Drogenbericht der Bundesregierung im Jahr 2008 in Folge von Alkoholmissbrauch.

Mit dem Theaterstück "Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht" gastierte die Theatergruppe "Der Weimarer Kultur-Express" an der Volksschule Kühbach. Die Schüler der Klassen fünf bis neun erlebten eine Aufführung, die sie zum Lachen brachte, aber auch zum Nachdenken anregte.

Es war die Geschichte des Pärchens Steffi und Stefan, gespielt von Julia Stenke und Henrik Hänel, das im Alkoholrausch Ablenkung von den Problemen des Jungseins sucht. Die Theatervorführung sollte laut Schulleitung Präventionsarbeit gegen Alkohol und Drogen leisten.

Das Stück endet tragisch mit einer ins Koma gefallenen Steffi und einem verstörten Stefan, der ihr nicht hilft, aus Angst vor den Konsequenzen ihres Wetttrinkens. Eine Nachrichtenansage wird eingespielt, in der über Todesfälle von Jugendlichen in Folge von Alkoholmissbrauch berichtet wird.

Nach der letzten Szene traten die beiden Schauspieler erneut auf die Bühne und forderten die Schüler, Eltern und Lehrer im Publikum auf, Fragen zu stellen. "Ist das Mädchen gestorben?", wollte ein Junge wissen, da der Ausgang der Geschichte offen gestaltet war. "Es kann sein, so etwas passiert leider", antwortete Henrik Hänel. Julia Stenke fragte die Fünftklässler, ob sie den Inhalt des Stückes verstanden hätten. Die Antwort war ein einstimmiges "Ja". Mutig meldete sich eine Schülerin der fünften Klasse und erläuterte zur Freude der Eltern und Lehrer, dass Alkohol zu trinken nicht gut sei - schon gar nicht, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Absicht hinter der Veranstaltung erklärte Rektor Alfons Kreppold so: "Wir veranstalten solche Vorstellungen schon seit mehreren Jahren und sehen so etwas als Beitrag zu unserem allgemeinen Erziehungsauftrag." Schon zum zweiten Mal in Folge gastierte "Der Weimarer Kultur-Express" in der Kühbacher Schule. Der Elternbeirat und Förderverein der Schule ermöglichten mit ihrer finanziellen Unterstützung die Veranstaltung. (knj)

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Im Vollrausch: Julia Stenke (links) und Henrik Hänel (rechts) vom "Weimarer Kultur-Express" mimen das betrunkene Pärchen Steffi und Stefan. Sie zeigen die Gefahren von zu viel Alkohol im Kindes- und Jugendalter. (Foto: Jana Knörnschild)

Beeindruckende Theatervorstellung mit dem Weimarer Kultur-Express in Bohmte

Bohmte. Alkohol ist einer der zentralen Aspekte, wenn es um das Thema Jugendgefährdung geht. „Wer nichts trinkt, gilt schnell als Sonderling und muss sich rechtfertigen“, betont Schauspielerin Rosa Jansen vom Weimarer Kulturexpresses, „und wer zu viel trinkt, endet nicht selten in einem Teufelskreis.“

Die Haupt- und Realschule Bohmte spricht Suchtprävention eine wichtige Rolle zu, insbesondere mit Blick auf erschreckende Zahlen rund um Alkoholvergiftungen und Todesfälle, die in den vergangenen Jahren in Deutschland stetig angewachsen sind.

Um dafür auch ein Bewusstsein bei den Schülern zu schaffen, waren die fünften bis neunten Klassen der HRS zu einer besonderen Theateraufführung eingeladen.

Der Weimarer Kultur-Express gastierte mit dem Stück „Alkohol“ im evangelischen Gemeindezentrum St. Thomas, um den Schülern auf eindrückliche Art und Weise zu zeigen, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt. Der Kulturexpress holte die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt ab und regte zum Nachdenken an – und das ohne erhobenen Zeigefinger.

Beratungslehrer Wolfgang Jordan, der in das Stück einführte, bedankte sich besonders bei der Gemeinde Bohmte, die Gelder aus dem kommunalen Topf zur Verfügung gestellt hat, um die Präventionsarbeit an der HRS zu fördern. „Die Schule hat die Aufgabe, auf das Leben vorzubereiten“, betonte Jordan, „und sie soll die Schüler in ihrer Persönlichkeit stärken.“ Denn es ist wichtig, auch mal Nein sagen zu können – zum Alkohol, aber auch zu diversen anderen Dingen.

„Alkohol“, aufgeführt von Rosa Jansen und Henrik Hänel, handelt von einem Mädchen, das dies konnte. Auf einer Party lernt die 16-jährige Protagonisten Stefanie dann den gleichaltrigen Stefan kennen, der dem Alkohol alles andere als abgeneigt ist – er trinkt, um in seiner Clique anerkannt zu werden.

Stefanie verliebt sich in den Jungen, obwohl es mir missfällt, dass er ständig nur ans Trinken denkt – und dass er nicht einmal davor zurückschreckt, sie abzufüllen.
Allmählich rutscht das einst sehr vernünftige Mädchen in einen Teufelskreis ab. Zunächst trinkt es nur gelegentlich, um Stefan zu gefallen – doch als Beziehungsstress, familiäre Probleme und schlechte Noten überhand nehmen, kommt es schnell zu immer häufigerem und intensiverem Trinken. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, wird bitterer Ernst. Das Stück endet tragisch und hinterlässt beim Zuschauer die Frage, ob es einem unter gewissen Umständen ähnlich ergehen könnte wie den Protagonisten.

„Die Schulform hat keinen Einfluss auf das Trinkverhalten“, so eine aktuelle Studie in Braunschweig. Hingegen spielen der Wunsch nach Dazugehörigkeit, die Bewältigung von Problemen und „Stressabbau“ eine zentrale Rolle, wenn es um das Thema Alkoholkonsum und Alkoholmissbrauch geht.
Im abschließenden Gespräch mit den Schülern räumte Henrik Hänel unter anderem mit dem weitverbreiteten Mythos auf, dass man das alkoholische Getränk, das man am Abend getrunken hat, am nächsten Morgen erneut konsumieren soll, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden. „Mehr Gift im Körper macht es auch nicht besser“, so der Schauspieler.
Patric Tavanti, der Autor des in Bohmte in Szene gesetzten Stückes, hat sich übrigens von einem realen Fall inspirieren lassen – einem Fall, der tagelang die Schlagzeilen füllte und für Aufsehen sorgte.

Vor einigen Jahren nämlich füllte ein Berliner Wirt einen 16-jährigen Jungen mit rund 40 Tequila ab, während er sich selbst bei jedem zweiten Glas Wasser eingoss – und für den Jungen endete dies tödlich. Der Wirt wurde im Nachhinein zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

(Quelle: http://www.noz.de/ 15.Mai 2011)

Rosa Jansen und Henrik Hänel führten das Stück „Alkohol“ auf. Foto: Rainer Westendorf
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„Wir wollen, dass ihr aufeinander aufpasst“

Theaterstück zu Alkohol und seinen Folgen am Gymnasium

 (st) Es ist die Geschichte von Steffi und Stefan. Es geht um die Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit, um zu große Liebe und zu starke Strenge von Eltern. Und darum, wie sich das alles, zusammen mit der Droge Alkohol, zur Katastrophe entwickeln kann. Schüler des Franz-Miltenberger-Gymnasiums in Bad Brückenau sahen kürzlich eine Aufführung des Stücks „Alkohol“ mit dem Weimarer Kulturexpress.

Die Zahl löste ein Raunen unter den Schülern aus: 4,3 Promille Alkohol im Blut, der totale Zusammenbruch, das tragische Ende eines Traums von Freiheit und Lebenslust. Zumindest für Steffi, gespielt von Rosa Jansen. Gemeinsam mit Henrik Hänel, alias Stefan, entwickelt sie in dem Stück das fatale Szenario.

Sehnsucht nach Leichtigkeit

Ein Paar, das sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe sehnt. Das im feucht-fröhlichen Rausch auf Partys und in der Clique Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihm lastet, sucht.

Schnell wird aus den Gelagen bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker. Das Ende bleibt offen.

Die Zuschauer – Schüler des Franz-Miltenberger-Gymnasiums – sind mit 14 oder 15 genau in dem Alter, in dem sie mit Alkohol in Kontakt kommen, vielleicht schon darüber hinaus.

Nach dem dramatischen Ende des Stücks stellen sich die beiden Schauspieler Rosa Jansen und Henrik Hänel der Diskussion. Die will nicht so recht in Gang kommen, obwohl die beiden gestehen, selbst schon mal Alkohol im Übermaß konsumiert zu haben. Die Gymnasiasten halten sich zurück – aus mangelnder Erfahrung?

Rosa und Henrik erzählen zumindest Geschichten, die bewegen. Von dem 16-jährigen Jungen in Berlin, der sich im Wettbewerb mit dem Wirt und 43 Tequila in den Tod soff. Dessen Geschichte war Anlass für Autor Patric Tavanti war, sein Stück zu schreiben.

Oder Rosas Erzählung von Ko-Tropfen, mit denen bisweilen vor allem Mädchen und Frauen in Discos betäubt und gefügig gemacht werden.

Die Botschaft ist klar: „Wir stehen nicht hier, um euch Alkohol zu verbieten“, sagt Henrik. Und Rosa ergänzt: „Wir wollen nur, dass ihr aufeinander aufpasst und gegenseitig warnt.“ Jeder solle selbst darüber nachdenken, was es für ihn bedeutet, Alkohol zu trinken.

Die Schauspieler des Weimarer Kulturexpresses führen ihr Stück in Schulen und Berufsschulen auf, ab der fünften, aber meist in den siebten bis neunten Klassen. Pro Tag gibt es ein oder zwei einstündige Vorstellungen. Für die Schule ist es eine andere – möglicherweise effektivere Form – als im normalen Unterricht über Alkohol und seine Folgen aufzuklären.

(Quelle : http://www.mainpost.de/ 16.06.2011)

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Theaterstück zum Thema Alkohol am RWG

Am Ende liegt Steffi, gespielt von Rosa Jansen, zwischen leeren Alkoholflaschen am Boden und ihr Freund Stefan, alias Henrik Hanel, verlässt panisch brüllend die Bühne, da er aus Angst seinen eigenen übermäßigen Alkoholkonsum zu offenbaren keinen Krankenwagen ruft. „Ich war sehr geschockt und hatte zunächst große Hemmungen zu applaudieren", bemerkt später Tobias, ein Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Rhein-Wied-Gymnasiums.

Diese oder ähnliche Reaktionen waren Ziel des suchtpräventiven Theaterstücks „Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht" von Patric Tavanti, das von dem Theaterensemble „Der Weimarer Kultur-Express" vergangenen Dienstag in der Aula des Rhein-Wied-Gymnasiums über 300 Schülern präsentiert wurde. Die Aufführung ist Teil des neuen systematischen demokratischen Schulkonzepts. Es zielt darauf ab, präventiv die Persönlichkeit der Schüler zu stärken.

 Die neunten und zehnten Klassen bzw. die Klasse 8a sollten durch diesen künstlerischen Ansatz für die Alkoholproblematik sensibilisiert und zum Nachdenken angeregt werden. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt die Produktion, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die „Flucht in den Rausch" führen kann.

Alkohol wird für Steffi und Stefan zu einem Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als „feucht-fröhlicher" Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg und scheint ihn zu finden, doch am Ende ist der Alkohol stärker.

„Suchtprävention als pädagogische Aufgabe hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Daher finde ich es sehr gut, dass ich als Klassenlehrerin einer zehnten Klasse die Möglichkeit habe mir das Stück mit den Schülerinnen und Schülern anzuschauen und die Thematik in einer nächsten Stunde aufgreifen und vertiefen kann", sagte eine Lehrerin im Anschluss an das Stück.

Um die inhaltlichen Schwerpunkte des Stücks zu reflektieren und Fragen entsprechenden Raum zu geben, fand jeweils im Anschluss an die Vorführung eine Diskussionsrunde mit den Schauspielern und dem Publikum statt, die von Schülermoderatoren der Arbeitsgemeinschaft „Schüler helfen Schülern" geleitet wurde. Hier wurden den Schauspielern einige Fragen gestellt, die sich zum Beispiel auf den Inhalt bzw. die Intention des Stücks bezogen. Es wurde aber auch über eigene Erfahrungen mit Alkohol berichtet und so kam man miteinander ins Gespräch. Rosa Jansen wies noch einmal mit Nachdruck darauf hin, dass es wichtig sei, auch Verantwortung für die anderen zu übernehmen und darauf zu achten, dass Freunde nicht zu viel trinken bzw. dazu verleitet werden.

Eine Schülerin der 10. Klasse sagte abschließend: „Über die Gefahren des Alkohols kann man sich natürlich auch im Internet informieren, aber die heutige Veranstaltung hat mir viel mehr gebracht." Von: N. Baumgartner

Quelle: (http://www.rwg-neuwied.net/, 9.06.2011)

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"Weimarer Kultur-Express" am GGG

Der "Weimarer Kultur-Express" überzeugte mit seinem bereits dritten Auftritt am Goethe-Gymnasium Gaggenau. Dieses Mal mit einem Stück von Patric Tavanti. Der Arbeitskreis für Gewaltprävention hatte sich im Vorfeld mit Frau Eva Hahn, Beauftragte für Sucht- & Drogenprävention, verständigt, dieses Mal eine Aufführung zur Suchtthematik auszuwählen. Die Wahl fiel auf das Stück "Alkohol - ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht". Am Dienstag, den 19. Juli fanden insgesamt zwei Aufführungen dieses sehr gelungenen suchtpräventiven Theaterstücks für die 8. und 9. Klassen des Goethe-Gymnasiums statt, mit denen einerseits das Ziel verfolgt wurde, auf anschauliche Weise für die Suchtproblematik zu sensibilisieren, andererseits auch Impulse zum kritischen Nachdenken zu geben sowie präventive Lösungskonzepte zu vermitteln. Dazu gab es auch reichlich Gelegenheit jeweils am Ende jeder ca. 60-minütigen Aufführung, als die Schauspieler mit den Schülern in einen lebhaften Dialog zur Thematik einstiegen.

Gerade das Ende des Stückes konnte man als aufwühlend schockierend empfinden, als Steffi, gespielt von der reizenden und sehr überzeugenden Rosa Jansen, zwischen leeren Alkoholflaschen am Boden liegt und ihr Freund Stefan (dargestellt durch einen souveränen Henrik Hanel) panisch brüllend die Bühne verlässt, da er aus Angst seinen eigenen maßlosen Alkoholkonsum preiszugeben keinen Krankenwagen ruft.

"Alkohol wird für Steffi und Stefan zu einem Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als ´feucht-fröhlicher´ Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg und scheint ihn zu finden, doch am Ende ist der Alkohol stärker" (P. Tavanti)

Glaubt man den Statistiken, ist die Alkohol-Thematik nach wie vor unter Jugendlichen eine große Herausforderung, zumal neue Phänomene wie das "Koma-Saufen", "Flatrates", der Konsum von so genannten "Alkopops" und andere Verlockungen gerade unter männlichen Teenagern stark zugenommen haben. Erstaunlich offen gaben sich die Jugendlichen im Gespräch, und so wollten sie z.B. von ihren Lehrern wissen, wie diese in ihrer "Jugend" zum Alkohol standen und welche Herausforderungen es "damals" gab. Aber auch Ideen und Austausch über mögliche Vermeidungsstrategien wurden im offenen Dialog ausgetauscht, so dass die Veranstaltung wichtige Impulse für eine spätere Vertiefung im Unterricht liefern konnte und hoffentlich für die eine oder den anderen ein Hilfestellung in der Konfrontation mit einem bedeutsamen gesellschaftlichen Thema sein wird.

(Quelle: Goethe-Gymnasium Gaggenau, Olaf Bernhardt, Beratungslehrer, 19.07.2011)

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Alkohol - ein gesellschaftliches Problem

Weimarer Kulturexpress zu Gast in Heilig Kreuz

191 Realschüler der Klassen 7 bis 8 sahen am Donnerstag vor den Osterferien in der Aula der Knabenrealschule Heilig Kreuz im Rahmen der Suchtprävention die Aufführung des Theaterstückes „Alkohol“ von Patric Tavanti. Der Weimarer Kultur-Express, ein freies Jugend-Theater im Tourneebetrieb, brachte dieses brisante Thema auf die Bühne. Die Theatervorführung wurde von unserer Biologielehrerin Frau Schliebe als Teil der Unterrichtseinheit „Alkohol, Drogen, Sucht“ organisiert und vorbereitet.

Das Zwei-Personen-Stück handelt von zwei Jugendlichen, Steffi und Stefan, überzeugend authentisch gespielt von Julia Stenke und Henrik Hänel, die jeweils aufgrund ihrer persönlichen Geschichte in den exzessiven Alkoholkonsum abgleiten. Stefan, ein 17-jähriger junger Mann aus gutem Hause, frustriert von der erdrückenden Liebe seiner Mutter und genervt von den strengen Regeln seines Vaters, sucht nach einem Weg aus der Enge seiner Kleinfamilie. Auch leidet Stefan unter der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn als Muttersöhnchen ansehen. Wegen seiner „Trinkfestigkeit“ findet Stefan plötzlich Anschluss an eine Clique und erfährt dort die ersehnte Anerkennung und den Respekt.

Steffi, die 16-jährige Tochter einer alleinerziehenden, beruflich erfolgreichen und nie anwesenden Mutter, muss ihr Leben selbst in die Hand nehmen. So sucht Steffi nach jemandem, der ihr Leben mitgestaltet und ein Teil ihrer Verantwortung abnimmt. In Stefan findet sie die Person, die ihr Geborgenheit und Liebe schenkt. Obwohl sie dem Alkohol eher ablehnend gegenüber steht, lässt sie sich von ihrem Freund Stefan zum Trinken verleiten. So nimmt das Unglück seinen Lauf und auch Steffi rutscht immer tiefer in die Alkoholsucht ab. Für die beiden wird der Alkohol eine den Alltag bestimmende Droge.

Erst als Steffis schulische Leistungen absinken, eine Versetzung gefährden und Stefan Hausarrest bekommt, weil seine Eltern Alkohol bei ihm entdecken, ändert sich die Lage. Steffi schafft es mit Hilfe ihrer Freundin aus der scheinbar heilen Welt zu flüchten und entsagt dem Alkohol. Happy End?

Stefan taucht wieder auf, mit Alkohol. Das Wiedersehen endet für Steffi im Alkoholkoma. Hilfe erhält sie von Stefan nicht. Er lässt sie aus Angst vor den Folgen bewusstlos in ihrem Zimmer liegen. Zum Schluss wird ein Rundfunkbericht eingespielt, in dem die Schüler erfahren, dass in Berlin eine 16-Jährige bewusstlos zu hause mit 4,3 Promille angetroffen wurde. Ende.

Im Anschluss an die Vorstellung bekamen wir Gelegenheit, zusammen mit den Schauspielern zu diskutieren. Für einige Schüler löste dieses unerwartete, aufwühlende Ende den Wunsch aus über eigene Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen rund um das Thema Alkohol zu sprechen; andere mussten das Stück erst für sich verarbeiten. Sicher ist, dass dieses Theaterstück zum Nachdenken anregt und dem exzessiven Alkoholkonsum ein Stück Coolness genommen hat.

Die Botschaft der Theatermacher ist bei uns Heilig Kreuzern angekommen.

(Quelle: Heilig-Kreuz, Ulrich Starrock)

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(Foto: Heilig-Kreuz, Ulrich Starrock)
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Fotostrecke zur Vorstellung an der

(Fotos: Realschule Lauf)
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"Du bist ja ein Mann:
Nur saufen und blöde Sprüche klopfen!"

RvW-BK Schüler sehen aufrüttelndes Theaterstück zu einer aktuellen Thematik: Alkohol

Die Theaterbühne Weimarer Kulturexpress hat SchülerInnen des Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg mit „Alkohol – ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht“ beeindruckt. Die beiden jungen Schauspieler zeigten anschaulich, wie Alkohol das Leben Heranwachsender in kurzer Zeit verändern kann."Das Theaterstück des Weimarer Kulturexpress zeigte brisante Aktualität, holte die Schüler in ihrer Lebenswelt ab und regte sie zum Nachdenken an. Vor und nach der Aufführung soll auch weiterhin in den Klassenzimmern des Berufskolleg ausgiebig über das Thema Alkohol gesprochen.", so die Initiatoren und Beratungslehrer am Kolleg Jürgen Schmidt und Uli Geilhorn. Wegen der großen Nachfrage fand die Veranstaltung in der Aula des Westfalen-Kollegs statt. Besonderen Dank gilt hierfür dem Schulleiter des Kollegs Manfred Krugmann, der kurzentschlossen seine Aula anbot.

Die Schauspieler Julia Stenke und Henrik Hänle vom Weimarer Kultur Express, zeigten auffallend realistisch, wie Alkohol das Leben Heranwachsender in kurzer Zeit verändern kann. Das Theaterstück Alkohol, in dem sich die Protagonisten Steffi und Stefan in der Disko kennenlernen, entwickelt einen zeitgemäßen Blick auf die Problematik des Alkoholkonsums.

Stefan, frustriert von der erdrückenden Liebe seiner Mutter und genervt von den strengen Regeln seines Vaters, sucht nach einem Weg aus dem Knast der elterlichen Karriere-Planung: "Kannste nix, wirste Facility-Manager!". Unter der Ablehnung seiner Schulkameraden leidet er sehr: "Jetzt nennen sie mich Johny und nicht mehr Opfer!" Er, der das Wettsaufen mit Johny Walker gewonnen hatte. Durch Alkohol findet er Anschluss an seine Clique und kann so seine (Zukunfts-) Ängste geschickt überspielen.

Steffi dagegen muss ihr Leben selbst in die Hand nehmen, da ihre alleinerziehende Mutter beruflich sehr engagiert ist und nur wenig Zeit für ihre Tochter hat. So sucht Steffi nach Geborgenheit und Liebe, nach jemandem, der ihr Leben mitgestaltet und ihr einen Teil der erdrückenden Eigenverantwortung abnimmt. Fast schon bieder-romantisch präsentiert sie sich dem Publikum. Sie trinkt Sprite und freut sich auf Blumen und er säuft Bier und bringt Schnappes mit zum Rendevous. Nach dem Teeniegeturtel beginnt nun die Sauferei.

Obwohl ihr Alkohol nicht schmeckt, lässt sie sich von Stefan zum Trinken verführen und so werden „Partymachen“ und „Trinken bis zum Abwinken“ für beide zum Alltag. Für sie zunächst noch nach dem Motto: "Saufen ist cool, Schule ist Pflicht! 'ch bin doch kein Looser!" Noch! Sie hört jetzt auf den Namen "Tequila" - Warum wohl? Es eskaliert: "Soll ich der Schmidt vor die Schuhe kotzen? Scheiß egal, ich schreib nach!" So werden Klassenarbeiten eben schnell verschoben. Blaue Briefe flattern ins Haus von Johny und Tequila!

Erst als die schulischen Leistungen am Tiefpunkt sind, ändert sich die Lage. Stefan erhält Hausarrest, soll sogar ins Internat und Steffi findet bei ihrer Freundin neuen Halt. "Ich kann nicht mehr, ich brauche Hilfe!", fleht Steffi ihre Freundin nach einem Koma- und Wettsaufen an.

"Ich habe jetzt über drei Wochen keinen Alkohol getrunken!" Die schulischen Leistungen werden besser und Steffi besteht die Prüfungen wieder. Stolz berichtet sie darüber bei einem geheimen Wiedersehen mit Stefan. Happy End?

Man könnte ein gutes Ende vermuten. Doch am Schluss ist der Alkohol stärker – das Wiedersehen wird zur feuchtfröhlichen Party, die für Steffi im Alkoholkoma endet. Hilfe erhält sie von Stefan nicht. Aus Angst lässt er sie bewusstlos mit 4,3 Promille liegen. Ein aufrüttelnder und unerwarteter Ausgang. Aus dem Off der Bühne werden Zahlen über den Umgang mit Alkohol genannt. Erschreckend!

"Wir werden einen zweiten Termin mit den Darstellern und dem Weimarer Kulturexpress vereinbaren. Uns ist die Thematik so wichtig, dass wir weiteren SchülerInnen diese Aufführung anbieten wollen", sagt der Beratungslehrer Uli Geilhorn. Der Förderverein des Kollegs hat diese lohnenswerte Aktion finanziell unterstützt.

(Quelle: © 2011 Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg des Kreises Paderborn)

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Erst feucht-fröhlich, dann bitterernst

Prävention: Weimarer Kultur-Express klärt Rimbacher Neuntklässler auf unterhaltsame Art über Alkoholmissbrauch auf

Steffi will nichts von Alkohol wissen. Nachdem sie jedoch Stefan kennen gelernt hat und die beiden ein Paar werden, ändert sich das. Sie nähert sich über ihren eifrig pichelnden Freund den hochprozentigen Tröpfchen, bis es schließlich zur Katastrophe kommt. Mit dem Stück „Alkohol“ von Patric Tavanti exerzierten die Schauspieler Henrik Hänel und Marie Luise Stahl vom „Weimarer Kultur-Express“ für die 9. Klassen der Rimbacher Martin-Luther-Schule eine Präventionsarbeit der etwas anderen Art.

Mit viel Humor entfalteten sie eine Geschichte von Sehnsucht und Alkoholkonsum. „Das Besondere an dem Stück ist, dass es keine erhobenen Zeigefinger gibt, sondern in einer Geschichte, wie sie Jugendliche durchaus selbst erleben können, zeigt, welche Gefahren Alkoholkonsum mit sich bringen kann“, erklärte Henrik Hänel, der Darsteller des „Stefan“.

In der Tat, es wird eine Situation geschildert, die nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. Auf der einen Seite ist Stefan, der nach einer bekannten Whiskymarke auch „Johnnie“ genannt wird. Er hat es im Elternhaus mit einer extrem fürsorglichen Mutter zu tun, die ihn immer noch wie ein kleines Kind behandelt. Auf der anderen Seite ist da sein extrem autoritärer Vater. Hinzu kommt, dass Stefan von seinen Mitschülern als Verlierer gesehen wird.                                                                     

Steffi ist die Tochter einer alleinerziehenden Mutter, die aufgrund ihrer beruflichen Beanspruchung keine Zeit hat, sich um Steffi zu kümmern. Für beide wird der Alkohol ein Synonym für Freiheit und Lebenslust. Party, Clique, Spaß und Entspannung vor dem Erwartungsdruck. Alles ist lustig und feucht-fröhlich, doch bald wird die Sache sehr ernst.

 Bei der Suche nach einem Ausweg, den Steffi zwischenzeitlich sogar gefunden zu haben scheint, nachdem sie den zweifelhaften Spitznamen „Tequila“ bekommen hat, ist am Ende der Alkohol stärker und sorgt für ein tragisches, jedoch mit offenem Ausgang versehenes Ende. Mit dem Stück selbst ist es jedoch nicht getan, denn die beiden Schauspieler gaben im Anschluss den Schülern die Möglichkeit, sie mit Fragen zu löchern. „Was die Jugendlichen interessiert, ist sehr unterschiedlich. Das geht von medizinischen Fakten bezüglich des Alkoholkonsums bis hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol“, so Hänel.

Gerade der Umstand, dass es junge Schauspieler sind, mit denen die Schüler konfrontiert werden, wirkt sich positiv aus. Nicht nur, dass sie die Charaktere der jugendlichen Protagonisten allein schon vom Aussehen her glaubhafter darstellen können. „Wir alle haben solche Phasen vor gar nicht langer Zeit durchgemacht, denn so viel älter als die Schüler sind wir schließlich nicht. Insofern werden wir auch nicht als Belehrende, sondern eher als Partner angesehen“, erklärte Hänel und unterstreicht damit einen wichtigen Punkt des Konzepts: Die geringe Distanz fördert das Gespräch zum Thema und macht es leichter, Fragen zu stellen.

Rolf Lempp, Erster Beigeordneter der Gemeinde Rimbach, zeigte sich von dem Konzept angetan und freute sich über das Angebot der MLS. „Wir sind froh, dass wir diese Schule haben, denn sie ist ein großes Plus für Rimbach“, so Lempp. Beratungslehrer Hans-Jürgen Breitwieser, der zusammen mit seiner Kollegin Nicole Zwierlein die Veranstaltung organisiert hatte, bedankte sich bei der Gemeinde für die Bereitstellung der Räume in der Alten Schule. Ferner dankte er dem MLS-Freundeskreis und dem Lions Club, für den Claudia Reuther und Hartmut Rautenberg vor Ort waren, für die finanzielle Unterstützung.

(Quelle: http://www.echo-online.de,27. August 2011  )

(Bild: Johnnie und Steffi haben Probleme mit „Alkohol“. Mit dem gleichnamigen Stück von Patric Tavanti gastierten Henrik Hänel und Marie Luise Stahl vom Weimarer Kultur-Express für die Neuntklässler der Rimbacher Martin-Luther-Schule in der Alten Schule. Foto: Karl-Heinz Köppner )
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Fotogalerie Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg des Kreises Paderborn

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Theater kann Suchtprävention

Alkohol – ein Problem? Diese Frage sollte für die Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe des Leibniz-Gymnasiums aktuell werden. Warum?

Die Fachschaft Deutsch und das Suchtpräventionsteam (Supra) des Altdorfer Gymnasiums engagierten gemeinsam den „Weimarer Kulturexpress“ für das Drama „Alkohol“ für zwei Aufführungen am Gymnasium. Während die Botschaft von Eltern- und Lehrerseite vielleicht wenig wirkungsvoll in den Ohren der Schüler verhallt wäre, glückte es den zwei jungen Schauspielern Rosa Jansen und Henrik Hänel, Absolventen der Schauspielschule Berlin-Charlottenburg, die Jugendlichen aufmerksam zu machen.

Das Stück von Patric Tavanti erzählt mit Witz und Humor die Geschichte von Steffi und Stefan. Der junge Mann sehnt sich nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe seiner Mutter, seinem strengen Vater und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten. Seine Freundin Steffi muss früh erwachsen werden und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden zunächst ein Motor für Freiheit und Lebenslust; damit fliehen sie aus der Schule und entkommen dem Erwartungsdruck. Was als feucht-fröhlicher Spaß mit Partys und Kumpels anfängt, wird schnell Ernst. Steffi sucht schließlich einen Ausweg, doch am Ende ist der Alkohol stärker. Das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen.

Trotz spartanischer Ausstattung und weniger Requisiten, aber mit ungeheurer Bühnenpräsenz gelang es den beiden Akteuren, die Leibniz-Schüler für 70 Minuten in ihren Bann zu ziehen und die Aufmerksamkeit und Neugierde für eine Gesprächsrunde von weiteren 40 Minuten zu bündeln. Das Schauspiel und die Diskussion dienten dazu, die Schüler für das Problem Alkohol und Koma-Saufen zu sensibilisieren. Die Gratwanderung zwischen Rolle und eigener Identität wurde von den beiden dabei mit Leichtigkeit gelöst. So erreichten sie Authentizität und Glaubwürdigkeit mit dem Anliegen, Alkoholgenuss in Maßen zu akzeptieren, aber Alkoholmissbrauch auf keinen Fall zu bagatellisieren.

(Quelle: altdorfonline.de, von Sabine Stamminger, Christof Böhm,28.11.2011)

(Foto: Christof Böhm)
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Alkohol als Flucht aus der Realität

Schauspieler sensibilisieren Schüler

01.12.11 - Fulda - Mit einer äußerst beeindruckenden Theater-Aufführung hat der Weimarer Kulturexpress an der Konrad-Adenauer-Schule auf die bitteren Folgen des ungezügelten Konsums von Alkohol aufmerksam gemacht. Und da die szenischen Darstellungen allesamt aus dem Erfahrungshorizont der Jugendlichen stammen, machte sich unter den Zehntklässlern der Petersberger Realschule Nachdenklichkeit breit.

Dabei war es den beiden Darstellern Rosa Jansen und Henrik Hänel auf Anhieb gelungen, die Zuschauer auf die Thematik einzustimmen. Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die ihn immer noch als kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen will, und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten. Steffis allein erziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe.

Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als „feucht-fröhlicher“ Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen. Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schüler die Gelegenheit, mit den beiden Schauspielern über das Gesehene zu diskutieren und ihre Eindrücke zu schildern. Schulleiterin Anke Schüler lobte die beiden jungen Akteure für ihr fesselndes Spiel und dankte Renate Vogel, die für die Koordination an der Schule verantwortlich war. +++

(© Osthessen-News und andere Urheber 2000-2011, Ein Projekt von unabhängigen Journalisten in Fulda)

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Südwest Presse

Der Stoff zur Sucht

Ehingen. "Alkohol" stand gestern Vormittag auf dem Stundenplan an der Kaufmännischen Schule. Den Stoff besorgte der Weimarer Kulturexpress mit dem gleichnamigen Stück von Partic Tavanti.

Die Flasche war leer, aber Steffi (Rosa Jansen) voll. Die Schauspielerin des Weimarer Kulturexpress zeigte in der Kaufmännischen Schule vor mehreren Klassen aus dem Berufskolleg und der Wirtschaftsschule, wie beiläufig man zu einem Vollrausch kommen kann. Henrik Hänel als Stefan mimte mit großer Überzeugung den Alkoholsüchtigen, der gelegentlich größenwahnsinnig wird und ziemlich auf dem Schlauch steht. Steffi freut sich auf die "Nacht der Nächte", an der endlich eine sturmfreie Bude lockt.

Doch aus der erhofften Verführung wird nichts. Stefan kommt schon angetrunken und feiert so lange mit Alkohol, bis er einschläft. Statt den Freund rauszuschmeißen, beginnt Steffi mit dem Frustsaufen und findet nach und nach Gefallen daran. Die mahnende Freundin dringt nicht mehr zu ihr durch. Als Ersatz findet Steffi Anschluss an die saufende Jungsclique. Als ihre schulischen Leistungen immer schlechter werden, reißt sich Steffi zusammen und trennt sich von Stefan. Doch der steht irgendwann wieder auf der Matte und mit einer Mischung aus Mitleid und Gefallen am Rausch wird Steffi rückfällig.

Die Schüler waren sehr beeindruckt von der Aufführung, die ganz im Jargon der Jugendsprache gehalten war. Das großspurige Verhalten von Stefan und das Abblitzen von Steffi kam den Schülern ziemlich bekannt vor. Manche wollten nach der Aufführung wissen, "ob ihr beide auch in Wirklichkeit ein Paar seid". Nein, sagte die Schauspielerin, das Zusammensein auf Tournee reiche wirklich. Sie seien nur auf der Bühne ein Paar.

Das Stück verschwieg nicht, dass "einmal Aufhören" noch nicht "für immer Aufhören" bedeutet und beschrieb gut den schmalen Grat zwischen Genuss und Sucht. "Trinkt ihr eigentlich selber?", wollte ein Schüler wissen. "Ja", sagte der Schauspieler Henrik Hänel, "manchmal und in Maßen, sicher nicht, wenn wir noch fahren müssen".

(Quelle: http://www.swp.de/CHRISTINA KIRSCH | 01.12.2011)

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Weimarer Kultur-Express zu Gast im Schulzentrum Helpsen

Am 17.11.2011 war der Weimarer Kultur-Express zu Gast in unserem Schulzentrum und führte für die Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben bis zehn „Alkohol -ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht" auf.

Das Theaterstück, zu dem der Autor Patric Tavanti durch einen realen Vorfall inspiriert wurde, thematisiert ohne den moralischen Zeigefinger zu heben in eindringlicher Weise und sehr realistisch die Gefahren des Alkoholkonsums unter Jugendlichen.

Sehr aufmerksam und sichtlich beeindruckt folgten die Schülerinnen und Schüler der Geschichte von Steffi und Steffan: Steffi, die meist auf sich allein gestellt ist, sehnt sich nach Geborgenheit und Liebe. Sie verliebt sich in Steffan und so lässt sie sich, obwohl ihr Alkohol nicht schmeckt, von Stefan, der nach einem „Wettsaufen" endlich Anschluss an eine Clique gefunden hat und nun nicht mehr als „Loser" gilt, zum Trinken verführen. Bald wird „Partymachen" und „Trinken bis zum Abwinken" für beide zum Alltag. Langsam verlieren sie die Kontrolle, die schulischen Leistungen werden schlechter, blaue Briefe flattern ins Haus. Während Steffan für zwei Monate von seinen Eltern unter Hausarrest gestellt wird, schafft es Steffi mithilfe ihrer Freundin, ihre Probleme zu lösen. Alles sieht nach einem „Happyend" aus, doch am Schluss ist der Alkohol stärker: Das Wiedersehen zwischen Steffi und Steffan mündet in eine feuchtfröhliche Wiedersehensfeier und in die Katastrophe - Steffi fällt ins Alkoholkoma.

Die Schülerinnen und Schüler wurden hier mit einer Thematik konfrontiert, die ihnen nicht fremd ist. Und so gab es reichlich Gesprächsbedarf, nicht nur im Anschluss an die Vorstellung in der Diskussion mit den Schauspielern, sondern auch für den nachfolgenden Unterricht.

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WEIMARER KULTUR-EXPRESS ERNEUT ZU GAST AN GSS

Eingeladen vom Fachbereich Deutsch und logistisch unterstützt durch Rektorin Weiß gastierte der Weimarer Kultur-Express letzten Dienstag in der Sporthalle der Gesamtschule und präsentierte den Schülern und Schülerinnen der Klassen 8 bis 10 das Stück ’Alkohol’.  

 Nach dem großen Erfolg des historischen Bühnenstücks ’Die Weiße Rose’ (aufgeführt an der GSS am 12.12.2009) war man gespannt, wie das Jugenddrama ’Alkohol’, von großer Aktualität und Brisanz in der Lebenswirklichkeit deutscher Jugendlicher, bei der Zielgruppe ankommen würde.  Der Inhalt ist schnell erzählt:  Steffi (gespielt von Rosa Jansen, 25) und Stefan (gespielt von Henrik Hänel, 25) lernen sich in einer Disco kennen und verlieben sich.

Die 16-jährige Steffi lebt nach der Scheidung ihrer Eltern bei ihrer alleinerziehenden Mutter.  Sie ist oft alleine zu Hause und gerät nach und nach durch Stefan in den Sog und die Abwärtsspirale des Alkohols.  Stefan, eigentlich aus einer gutbürgerlichen bzw. einer so genannten ’normalen’ Familie stammend, ist nämlich bereits dem Alkohol verfallen und kann nicht mehr ohne, weil er auf diese Weise endlich Akzeptanz in seiner Gruppe erfährt. Bei Steffi nimmt der Teufelskreis des Alkoholabusus seinen fast schon typischen Verlauf: ihre schulischen Leistungen lassen rapide nach, sie schwänzt die Schule, und schließlich ist ihre Versetzung gefährdet.  Nun endlich erfährt es auch ihre Mutter, die für Steffi chronisch viel zu wenig Zeit hat.  Es gelingt Steffi mit Unterstützung durch eine Freundin zwei Monate lang abstinent zu leben, darüber hinaus bekommt Stefan Hausverbot. Und siehe da, ihre schulischen Leistungen werden wieder besser.  Doch das jugendliche Publikum hat sich zu früh gefreut, es gibt kein ’happy ending’.  Im tragischen letzten Akt kommt Stefan zu Besuch und die Privatfeier mündet in ein wahres ’Saufgelage’.  Bevor der Vorhang fällt, liegt Steffi bewusstlos am Boden (Alkoholkoma oder tot?) und Stefan zeigt sich von seiner feigsten und verantwortungslosesten Seite: er flüchtet Hals über Kopf ohne sich um seine hilfsbedürftige Freundin zu kümmern oder wenigstens den Rettungsdienst zu rufen.  Sarah Bursac (Klasse G9.2) findet das Theaterstück sehr interessant, da es trotz des ernsthaften Themas auch unterhaltsam und teilweise lustig ist.  Auch die schauspielerische Leistung der beiden Akteure findet sie gut, besonders die realistische Darstel­lung der Auswirkungen des Alkoholkonsums in verschieden Stadien, z.B. von heiter-beschwingt bis zum Fallenlassen aller Hemmungen und dem Verlust der Konzentration unter dem Einfluss der Sucht und Abhängigkeit. 

In einem kurzen ’Backstage’ Gespräch fand Sarah heraus, dass die beiden jungen Schauspieler trotz vergleichsweise bescheidener Bezahlung sehr zufrieden sind mit ihrer Arbeit, was man ihnen auf der Bühne (immer ’mit Leib und Seele’) auch anmerkte. Theater als Kulturerfahrung im Rahmen der Lern- und Bildungsziele an die Schule bringen ist nur eine Ebene solcher Veranstaltungen, ein zweites, ebenso ge­wichtiges Augenmerk liegt natürlich auf dem Aspekt Prävention und Schutz der Jugendlichen vor den aktuellen Gefahren einer freien Gesellschaft.

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Alkohol“ schockiert Schüler

Von Kristina Jung

Rund 200 Jugendliche schauten sich am Donnerstag ein Stück über Sucht an und diskutierten darüber.

St. Tönis. Torkelnde Jugendliche, Krankenwagen, Blaulicht, Glasscherben auf dem Boden – solche erschreckenden Bilder haben die Besucher des Nelkensamstagszuges 2011 in Vorst noch im Kopf.

Alkoholmissbrauch – vor allem im Karneval – ist ein großes Problem. Eine Woche vor den närrischen Tagen wurde genau das gestern Morgen an der Realschule Leonardo da Vinci thematisiert.

„Viele Lehrer haben mich wegen des Problems Alkohol angesprochen. Sie wollten den Schülern die Konsequenzen nahe bringen“, erklärte Beratungslehrerin Petra Klinger.

Sie hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Stadtkulturbund eine Aufführung des Stückes „Alkohol“ von Patric Tavanti durch die Theatergruppe des Weimarer Kulturexpress möglich gemacht. Außerdem behandelten die Schüler das Thema Alkohol und die Frage, „Was hat Sucht mit Sehnsucht zu tun?“ im Biologie- und Politik-Unterricht der 8. Klassen.

Rund 200 Schüler der 7. und 8. Klassen fanden sich gestern zur Aufführung im Forum der Realschule ein. Das Stück handelt von den Jugendlichen Stefan und Steffi. Sie sehnen sich nach Anerkennung und Freiheit, müssen zu früh Verantwortung für ihr Leben übernehmen und fühlen sich dadurch überfordert. Sie beginnen zu trinken, denn der Alkohol bedeutet für sie Freiheit und Lebenssinn. „Von Alkohol wird alles besser“, sagt Stefan gleich mehrfach.

Hat er etwa Recht? Nach der Aufführung wurde mit den Schülern über die lebensbedrohlichen Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs geredet. Zudem beantworteten die Schauspieler Fragen.

Am Ende war Manon, Schülerin der 8c, verstärkt gegen Alkohol und sagte: „Ich selbst trinke nicht. Und auch wenn Freunde von mir trinken, würde ich ihnen davon abraten. Man braucht keinen Alkohol, um cool zu sein.“ Lena war der selben Meinung: „Ich fand die Fakten am Ende schockierend. Einige denken jetzt vielleicht darüber nach, bevor sie etwas trinken.“ Und auch Egzon betonte: „Es war ein interessantes Stück, denn es hat fast jeder aus der Klasse schon einmal etwas getrunken.“

(Quelle: http://www.wz-newsline.de, 11.Feb. 2012)

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Kein Happy End mit Alkohol

Tönisvorst (seb). Laut den neuesten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betreiben 15 Prozent der unter 18-Jährigen regelmäßig exzessiven Alkoholkonsum („Koma-Saufen“). Das sind 8 Prozent weniger als noch 2004. Dennoch ist das maßlose Betrinken immer noch weit verbreitet unter Minderjährigen.

Wie es zu solchen Exzessen kommt und welche Folgen das hemmungslose Trinken haben kann, erfuhren 198 Schüler aus der siebten und achten Klasse der Realschule Leonardo da Vinci im Theaterstück „Alkohol“. Auf die Bühne gebracht wurde das Stück vom Weimarer Kulturexpress, genauer gesagt von den beiden Ensemble-Mitgliedern Francesca Sari Bil und Mathias Xaver Moritz Seredszun. Der Weimarer Kulturexpress ist eine freie Theatergruppe, die in ihren Tourneen ausschließlich vor Schülern auftritt. Dazu besuchen die Schauspieler Schulen im gesamten Bundesgebiet und spielen Theaterstücke mit pädagogischem Anspruch, die den Kindern und Jugendlichen Hilfe und Orientierung geben sollen – aber ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen.

In „Alkohol“ geht es um Stefan und Steffi, die sich nach Anerkennung und Freiheit sehnen, zu früh Verantwortung für ihr Leben übernehmen müssen und sich dadurch überfordert fühlen. Es wächst die Sehnsucht nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe. Da steht der Alkohol für sie vermeintlich für Freiheit und Lebenssinn. Doch aus dem Spaß wird schnell bitterer Ernst. Das Stück endet tragisch. Statistische Zahlen, die am Ende des Stückes im Stile von Nachrichten aus den Lautsprechern kommen, machen die brisante Aktualität des Themas deutlich.

Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schüler die Möglichkeit, mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen. dabei diskutierten Schüler und Schauspieler nicht nur die Frage, wo die Ursachen für exzessiven Alkoholkonsum bei Minderjährigen liegen. Die Schauspieler wollten auch von den anwesenden Jugendlichen wissen, ob und inwiefern sie selbst schon Erfahrungen mit Alkohol gemacht haben. „Wie werden nicht alle Schüler zu Abstinenzler machen, darum geht es auch nicht. Aber wenn wir nur 2 bis 3 Schüler davon abhalten können, sich sinnlos zu betrinken, haben wir schon etwas erreicht“, sagt Schauspieler Seredszun.

Eine beeindruckende Aufführung erlebten die Schülerinnen und Schüler an der Realschule
(Foto: http://www.stadtspiegel-toenisvorst.de/)
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Fotos von der Aufführung am 15.02.2012 an der WS Rosenheim

(Fotos: Andreas Salomon)
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Die Entzauberung des Suffs

Projekt vermittelt Schülern realistisches Alkoholbild

  Scheeßel.   (ari). Es hilft nichts: Wenn Kinder in das Alter kommen, in dem sie anfangen, sich langsam in junge Erwachsene zu verwandeln, tut Aufklärung not. Bezüglich ungewollter Schwangerschaften und Aidsrisiko ist das inzwischen Allgemeingut: Der ehedem umkämpfte Sexualkundeunterricht ist fest in den Lehrplänen der Schulen verankert und der richtige Zeitpunkt wird von der Biologie unabwendbar vorgegeben. Etwas komplizierter sieht das beim Thema Drogen aus. Ab wann spielen die im Leben junger Menschen eine Rolle? Und wie spricht man mit ihnen über die Gefahren von Alkohol, Nikotin und Co?

 Das bundesweite Präventionsprojekt "Halt“ (Hart am Limit) gibt in puncto Alkohol auf beide Fragen eine Antwort. Entwickelt wurde es 2002 im baden-württembergischen Lörrach als Reaktion auf die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäuser landen. Schon ab der siebten Klasse, am Anfang der Pubertät also, setzt das von Experten interdisziplinär entwickelte Programm an. Bei der Ansprache der Jungen und Mädchen setzt es unter anderem auf die spielerisch-kreative Vermittlung von Kompetenz im Umgang mit Alkohol – im Rahmen eines Schulprojekts unter Einbeziehung der Eltern.

 Inzwischen ist das erfolgreiche Präventionsprojekt im Landkreis Rotenburg angekommen. Auch die Lauenbrücker Fintauschule und die Scheeßeler Beekeschule haben sich beteiligt und Unterrichtszeit investiert, um über die Folgen von Alkohol aufzuklären.

 "Wir veranstalten Projekttage für unsere Achtklässler“, berichtet Elke Oppermann. Zwei Wochen lang können Jugendliche über eigene Erlebnisse berichten, Fragen stellen, sich informieren. Externe Unterstützung erhalten die Lehrkräfte von Christine Hummers aus dem Präventionsteam der Polizei.

 "Ich gehe davon aus, dass die meisten unserer Achtklässler schon Erfahrungen mit Alkohol haben“, sagt Oppermann. In der Schule selbst gelte diesbezüglich zwar der strikte Grundsatz "null Toleranz“, so die Pädagogin. Selbst auf Klassenreisen werde kein Auge zugedrückt: "Wer mit Alkohol erwischt wird, fährt sofort nach Hause.“ Doch jenseits der Schulwelt, das weiß Oppermann nicht zuletzt aus verräterischen Postings in sozialen Netzwerken wie Facebook, sieht es oft anders aus. "Alkohol ist eine sozial akzeptierte Droge“, sagt Oppermann: "Mit der Konfirmation geht es oft los, das ist noch immer so.“

 Partymachen werde von Jugendlichen fortan ganz selbstverständlich mit Alkoholkonsum gleichgesetzt und der soziale Druck zum Mittrinken sei enorm. Die Aura der Coolness, die das Saufen in der Wahrnehmung vieler Teenager umgibt, wird auch in einem Bühnenstück der Theatergruppe Weimarer Kultur-Express thematisiert, das im Rahmen der Projektarbeit in der Aula der Beekeschule vorgeführt wurde. "In der Schule nennen sie mich jetzt nicht mehr Opfer“, erklärt da ein Junge stolz seiner Freundin. "Jetzt heiße ich Jonny. Wie Jonny Walker.“

 So wird das Thema Alkohol von vielen Seiten beleuchtet und diskutiert. Auch über die indirekte Konfrontation mit Suchtproblemen wird gesprochen. Denn wenn Jugendliche Alkoholprobleme haben, sind die nicht immer das Resultat eigenen Fehlverhaltens. "Einige wachsen schlicht in alkoholbelasteten Familien auf“, weiß Oppermann. Und solche Verhältnisse könnten

Rotenburger Rundschau, 12.03.2012)

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Schauspieler vom Weimarer Kultur-Express setzten sich in der Aula der Beekeschule szenisch mit dem Thema Alkohol auseinander (Foto: Ricci)
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Theateraufführung im FHH - "Alkoholmissbrauch"

Am 26.03.12 haben ca. 340 Schüler die Gelegenheit genutzt, das Theaterstück „Alkohol – Ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht„ vom Weimarer Kulturexpress anzusehen.

Die Schauspielerinnen Frau Sari und Herr Seredszun haben für die Schülerinnen und Schüler das 60-minütige Stück zum Thema Alkoholmissbrauch aufgeführt. Auf der Bühne des großen Studios im Fritz-Henßler-Haus haben die beiden SchauspielerInnen ihr ganzes Können gezeigt und den Schülern vom fhbk in zwei Vorstellungen den möglichen Verlauf einer Alkoholsucht aufgezeigt.

Nach den erfolgreichen Inszenierungen „Die weiße Rose“, „Nein!“ und „Schillers Kabale“ bringt der Weimarer Kultur-Express mit „Alkohol“ das vierte Stück von Patric Tavanti auf die Bühne. Mit viel Witz und Humor erzählt der Autor, Patric Tavanti, die Geschichte von Steffi und Stefan. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt er, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die „Flucht in den Rausch“ führen kann.

Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die ihn immer noch als kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen will, und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten.

Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe. Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als „feucht-fröhlicher“ Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden. Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen.

Ein Stück, leicht, schwungvoll und amüsant erzählt, von brisanter Aktualität, das die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholt und zum Nachdenken anregt. „Alkohol“ ist ein Theaterstück und treibt deshalb die möglichen Gefahren unkontrollierten Gebrauchs von Alkohol künstlerisch auf die Spitze, ohne realitätsfremd zu sein. Die Aufführung sollte Basis für nachfolgende Gespräche sein; sie sollte anregen über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und zu sprechen. Und so war es dann auch: Meinungen wurden ausgetauscht und waren häufig sehr gegensätzlich. Auch in diesem Jahr gab es kontroverse Diskussionen, welche deutlich machen, dass es sich hier nicht um seichte Unterhaltung handelt, sondern eine klassische und kulturell anspruchsvolle Darbietungsform ist. Viele TeilnehmerInnen waren an Diskussionen beteiligt und haben das Gesehene zum Anlass genommen ihre Sichtweise zum Thema mitzuteilen.

Dem Regisseur dieses Theaterstückes war es wichtig zu verdeutlichen, dass die Problematik jeden treffen kann. Das ungünstige Zusammentreffen vieler Faktoren wie in Steffis und Stefans Geschichte bleibt ein Zufall für die Entstehung einer Sucht, aber kein Einzelfall. Alkohol ist eine legale Droge und Teil unserer Kultur. Ein gesunder und angemessener Umgang ist das Ziel, damit wir seinetwegen nicht durch die Hölle gehen müssen.

(Quelle: Schulsozialarbeiter Stefan Gores/ Markus Opgen-Rhein, http://www.fhbk.de/ )

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"Alkohol" in der Aula der GHS Inden (30. Juni 2012)

(Fotos: http://www.ghs-inden.de)

Suchtprävention: Theaterstück zum Thema Alkohol

Auf Einladung der Geschwister-Scholl-Schule war der Weimarer Kulturexpress zu Gast in Geeste-Dalum. Mit dem Theaterstück “Alkohol” von Patric Tavanti ergänzte die Schule ihre präventiven Bestrebungen um ein der Lebenswelt der Schüler nahes Schauspiel.

Die Jugendlichen Steffi und Stefan kommen sich immer näher. Wegen des ausufernden Alkoholgenusses von Stefan gerät das Thema immer mehr in den Fokus des jungen Glücks. Schließlich lässt sich die zunächst dem Alkohol gegenüber kritisch eingestellte Steffi von ihrem neuen Freund so sehr beeinflussen, dass auch sie schleichend der Sucht verfällt. Die schulischen Leistungen werden daraufhin immer schlechter, zwischenmenschliche Kontakte nicht genügend gepflegt. Die Sucht reißt beide Jugendlichen immer mehr mit. Drohungen der Eltern bringen nicht das gewünschte Ergebnis und schließlich lässt Stefan seine Freundin aus Angst vor Konsequenzen im Stich: Mit einer Alkoholvergiftung kommt sie schließlich in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus.

Die beiden Schauspieler Natascha Mattmüller und Mathias Seredszum konnten den Schülern die Rollen mit beeindruckender Intensität nahe bringen. Im Anschluss an das Schauspiel ermöglichten sie den Schülern außerdem Fragen zum Thema zu beantworten. Es wurde deutlich, dass das Stück die Lebenswelt der Schüler aufzugreifen vermochte und zahlreiche Fragen aufgeworfen hat.

Dank des Fördervereins der Schule wurde diese wichtige Veranstaltung ermöglicht. Dafür dankte Schulleiter Hermann-Josef Schulten den anwesenden Vorstandsmitgliedern, die sich ebenfalls angetan von der außerunterrichtlichen Veranstaltung zeigten. In Zukunft möchte die Schule weiterhin durch derartige Projekte ihr Präventionsprogramm in unterschiedlichen Bereichen ergänzen.

(Quelle:gss-geeste.de)

(Fotos: gss-geeste.de - Vorstand des Fördervereins
mit Schauspielern des Weimarer Kulturexpress.)
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Endstation Alkoholsucht

Theaterstück des „Weimarer Kultur-Express’“ erzählt die tragische Geschichte einer 16-Jährigen

von Mirko Heuping

Alkohol ist eine der häufigsten Todesursachen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bei den Frauen gehen etwa zehn, bei den Männern sogar 25 Prozent aller Todesfälle zwischen 15 und 29 Jahren auf die Folgen von Alkoholmissbrauch zurück. Diese Statistik aus dem Jahr 2008 ist für viele Schulen Grund genug, früh Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und rechtzeitig aufzuklären.

Ein lokaler Beitrag dazu ist die Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“, die die Schüler der achten Klassen der Heeker Kreuzschule derzeit durchlaufen. Nachdem die Jungen und Mädchen in den vergangenen Tagen schon verschiedene Workshops besucht hatten, war gestern der „Weimarer Kultur-Express“ mit seinem Theaterstück „Alkohol“ zu Gast. Die Zwei-Mann-Show von Mathias Seredszun und Francesca Sari unterhielt das Publikum prächtig und brachte am Ende den einen oder anderen ins Grübeln. Denn unter den 13- bis 14-Jährigen Achtklässlern ist der Umgang mit Alkohol bereits selbstverständlich. Auf Seredszun Frage, wer von den über 100 anwesenden Schülern noch nie Alkohol getrunken habe, schnellten nicht einmal ein Dutzend Finger in die Höhe.

In dem von Patric Tavanti geschriebenen Theaterstück wurden die Folgen intensiven Alkoholkonsums aufgezeigt. Die Handlung ist ebenso einfach wie realitätsnah: Der 17-jährige Stefan verliebt sich in die ein Jahr jüngere Steffi. Während er regelmäßig trinkt, um nicht als Außenseiter zu gelten, rührt Steffi zunächst keinen Alkohol an. Als die beiden zusammenkommen, lässt sie sich jedoch immer mehr von seiner Alkoholsucht anstecken und verfällt nach anfänglichen Abwehrversuchen ebenfalls dem Hochprozentigen. Sie schwänzt die Schule und stürzt fast täglich ab. Dann bekommt Stefan von seinem strengen Vater jedoch drei Monate Hausarrest, wodurch Steffi gerade noch einmal die Kurve zu bekommen scheint. Dank der Hilfe einer guten Freundin, hört sie mit dem Trinken auf und ihre Noten verbessern sich.

Doch das Happy End bleibt aus. Urplötzlich steht Stefan vor ihrer Tür und überredet sie, ihr Wiedersehen mit reichlich Alkohol zu feiern. Soviel, dass Steffi am Ende umkippt und nicht wieder aufsteht. Während Stefan panisch den Raum verlässt, hören die Schüler vom Band eine Ansage, dass eine 16-Jährige mit über vier Promille auf der Intensivstation eingeliefert wurde. Das tragische, aber offen gehaltene Ende sollte die Schüler zum Nachdenken anregen – eine Botschaft, die, nach den bestürzten Gesichtern der Achtklässer zu urteilen, angekommen ist.

(Quelle: http://www.wn.de/Muensterland/ 25.09.2012)

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Alkohol ohne Happy End

„Alkohol — Ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht“ von Stück von Patric Tavanti

Auf Einladung der Fachschaft Gesundheitswissenschaften und der Arbeitsgruppe Gesundheit gastierte am 5. November 2012 der Weimarer Kulturexpress in unserer Schule. Vor voll besetzter Aula boten die beiden Jung­schauspieler Francesca Sari und Mathias Seredszun ein zum Nachdenken anregendes „Präventionstheater“ zum Thema Alkohol, in dem sie eindrucksvoll die beiden Figuren Steffi und Stefan verkörperten.

Überzeugend stellten sie dar, wie leicht man in die Fänge des Alkohols gelangen kann. Steffi, zunächst entschie­dene Nichttrinkerin, wird durch ihre neue Liebe Stefan zunächst zu den ersten Schlücken animiert, bevor der bis­her gelegentliche Konsum ihr immer mehr entgleitet und sie zusehends die Kontrolle verliert.

Die Situationen wurden realitätsnah und zum Teil auch mit Humor gespielt. Manche Szenen dürften den Zuschauern vermutlich bekannt vorgekommen sein. Ohne Übertreibung führten die Beiden dem Publikum vor, wie schnell man in den gefährlichen Teufelskreis der Sucht gelangen kann, aus dem es nur schwer ein Entkom­men gibt. Der Einfluss, den eine Gruppe — oder wie hier ein Freund — auf das eigene Verhalten hat, wurde intensiv verdeutlicht.

Durch die Figuren Steffi und Stefan wurde das Publikum mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, die durch das exzessive Alkoholtrinken auftreten können: schulisches Versagen, Verlust der Selbstkontrolle und des Freun­deskreises. So stand zum Schluss auch kein Happy End, sondern der Tod Steffis und die Flucht Stefans aus der Wohnung — ohne ihr zu helfen.

Im Anschluss an die Vorführung fand eine Diskussion der erfahrenen Jungschauspieler mit den Zuschauern zur gefährlichen Rolle des Alkohols in unserer Gesellschaft und insbesondere zum Thema Alkoholmissbrauch von Jugendlichen statt. Gleich zu Beginn des Gespräches mit dem Publikum betonten sie, dass das Ende nicht dra­matisch überzogen, sondern — wie es ihre Recherchen gezeigt haben — sehr realistisch sei.

Insgesamt eine sehr überzeugende Darbietung, welche die Lebenswelt der Jugendlichen aufgegriffen und den Schülern viel Raum gegeben hat, sich Gedanken über die eigene Rolle in den gezeigten Situationen zu machen.

(Quelle: http://www.lfs-berufskolleg-geldern.de/ Text: Julia Helbing (FH12S4), Christoph Schmitz, Fotos: Marc Baum)

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Odenwälder Zeitung

Wie Stefan Stefanie mit in die Tiefe reißt

Birkenau. Der Weg in die Alkoholsucht verläuft - auch für Jugendliche - fließend. Das Theaterstück "Alkohol - Wenn die Sehnsucht zur Sucht wird" von Patric Tavanti behandelte diese Gefahr, indem sie die Geschichte von Stefan und Steffi erzählt, deren privates und berufliches Glück von Beginn an nur eigentlich nur eines im Weg steht, nämlich der Alkohol.

Die Sparkassenstiftung Starkenburg präsentierte das Theaterstück nicht nur in Rimbach und Heppenheim, sondern auch an der Langenbergschule in Birkenau, also vor insgesamt über 600 Schülern aus dem Kreis Bergstraße. "Wir setzen mit diesem Theaterstück unsere Gefahrenpräventionsarbeit für Kinder und Jugendliche fort", sagte Miriam Unger von der Sparkassenstiftung.

Die Kulturförderer knüpfen damit auch in diesem Jahr an ihre Serie mit Themen an, die den jungen Menschen auf den Nägeln brennen. Das Thema Faschismus wurde in dem Stück "Die Welle" behandelt, mit "Cybermobbing" und "Fun and Risks for Kids" betonte die Stiftung die Gefahren des Internets, gerade für die jüngere Generation.

Dass die flüssige Droge dieses Jahr im Mittelpunkt stand, hat traurige Gründe. "Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist zwar in der Breite deutlich zurückgegangen, aber die auftretenden Fälle sind viel härter geworden", sagte Kriminalhauptkommissar Peter Hoffmann, Jugendkoordinator der Polizei Heppenheim, der bei den Aufführungen stets zugegen war und nach dem Theaterstück zusammen mit den Schauspielern Natascha Mattmüller und Mathias Seredszun von der Theaterkompanie "Weimarer Kultur-Express" im Dialog mit den Schülern das Gesehene aufarbeitete.

Dass es bei allen Aufführungen zu viel Gesprächsbedarf kam, lag nicht nur an dem Stück selbst, das die Liebesgeschichte der von ihrer Mutter vernachlässigten Nichttrinkerin Stefanie zu dem alkoholabhängigen Mitschüler Stefan lebensnah erzählte, und deren gemeinsamen Weg, tiefer und tiefer in die Sucht, Schritt für Schritt beschrieb. Auch die starke Leistung der beiden jungen 24 und 25 Jahre alten Schauspieler, die die Geschichte glaubwürdig und ohne erhobenen Zeigefinger in Szene setzten, verlieh der Handlung große Direktheit.

Die Geschichte

Die überzeugte Nichttrinkerin Steffi lernte Stefan auf einer Party kennen, besorgte sich von Freundin Leonie seine Telefonnummer und lud ihn zu sich ein. Schon beim ersten Date erschien Stefan betrunken, forderte Steffi auf, mitzuziehen, was diese schließlich auch tat. Nachdem sowohl die persönliche Beziehung der beiden durch das Trinken immer mehr litt, nachdem Steffi ihren alten Freundeskreis verloren hatte und die ständigen Gelage ihre Schullaufbahn gefährdeten, schaffte sie dank Telefonfreundin Leonie zunächst den Absprung.

Doch die Wiederaufnahme der Beziehung zu Stefan und damit die Rückkehr zum Alkohol, endete schließlich fast in der Katastrophe. Stefan ließ die besinnungslos betrunkene Steffi aus Angst vor negativen Konsequenzen alleine in deren Wohnung zurück. Nur durch das beherzte Verhalten von Leonie, die Hilfe holte, konnte Polizei und Notarzt das Leben des jungen Mädchens retten.

Nicht aus der Luft gegriffen

Eine Geschichte, die keineswegs aus der Luft gegriffen sei, sagte Kommissar Hoffmann, der den Schülern berichtete, dass im vergangenen Jahr im Kreis Bergstraße bei frostigen Temperaturen ein betrunkener und von den Freunden zurückgelassener 13-jähriger Jugendlicher nur durch Glück dem Tod durch Erfrieren entkommen war.

Die Gespräche zwischen Jugendlichen und den Fachleuten zeigte, dass die Thematisierung der Problematik erfolgreich war. So wurde mit vielen Mythen aufgeräumt und Meinungen mit Fakten begegnet. Prima kam die Tatsache an, dass den Schülern durch das Stück, aber auch durch das Gespräch danach auf Augenhöhe begegnet wurde, und sie mit typischen Situationen konfrontiert wurden, die durch die gesellschaftliche Allgegenwärtigkeit der Droge lauern.

"Wir wollen erreichen, dass Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam und mit gegenseitigem Vertrauen an einem Strang ziehen, wenn es gilt, diesen Gefahren zu begegnen", sagte Kommissar Hoffmann, der auf die jahrelange Präventionsarbeit der Polizei zu diesem Thema hinwies. Der Polizist hofft, dass die Aktion Jugendliche veranlasst, besonders auf Zivilcourage zu setzen: "Die Jugendlich werden angeregt, stärker gegenseitig auf sich aufzupassen." uf

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