Pressestimmen

"Der kleine Prinz" "Der kleine Prinz"

Von der Tragödie der Affenbrotbäume, die den Planeten B-612 droht, wenn sie nicht rechtzeitig gerodet werden, berichtete Patric Tavanti anlässlich des 100. Geburtstages von Antoine de Saint-Exupéry in seiner Lesung "Der kleine Prinz".

Tavanti weiß: "Jeder, der das Buch kennt, hat seine eigenen Stimmen im Kopf."
Um so überzeugender hauchte er

populären Figuren wie dem auf Autorität bedachten König oder dem treu an der Weisung festhaltenden Laternenanzünder Leben ein. Nach Klaus-Mann-Lesung und Exupéry-Abend dürfen sich die Bergstädter auf eine weitere Veranstaltung mit Tavanti freuen: Er bereitet eine Prag-Lesung vor(...).

Freie Presse, 18.Juli 2000

"Arbeit! oder: Wir leben im Zeichen einer meisterhaften Täuschung"

Erstaunlich viele Leute vom Schüler bis zur Rentnerin waren gekommen, um zu hören, was das engagierte "Theater der Dichtung" mitzuteilen hatte. Diese Institution des Sich-Einmischens schuf Patric Tavanti vor drei Jahren in Berlin. Es ist eine Inszenierung der Themen statt der Stücke, in der die Entwicklung der Gesellschaft beleuchtet und kritisch hinterfragt wird. Tavanti begreift Theater als einen Teil der Gesellschaft und insofern als mitverantwortlich für die Geschicke derselben. Solcherart motiviert war das jüngste künstlerische Programm, das fernab jeder Agitation, kritisch, mit tiefem Ernst und einer Nuance Witz die Arbeitslosigkeit geißelte. Ein ungewöhnlicher Abend unter dem Motto: "Arbeit! Oder: Wir leben im Zeichen einer meisterhaften Täuschung". Patric Tavanti gestaltete ein Programm mit schlagzeilenhaften Nachrichten aus diesen Tagen, mit Gedichten und essayistischen Texten aus unterschiedlichen Jahrzehnten zweier Jahrhunderte. (...)

MZ, 28.Februar 1998

"80er Spätlese"

Vielleicht die schönsten Laster der Welt: Wein, Zigarre und Literatur. Diesem Trio zu frönen, hat sich das Theater der Dichtung vorgenommen und lässt die Reihe "80er Spätlese - eine literarische Degustation" in angemessener Umgebung stattfinden. Im Restaurant der Kulturen der Welt darf nicht nur genüsslich gepafft werden, auch die Weinkarte biete eigens für den Abend ausgewählte Edeltropfen. Der Schauspieler Patric Tavanti sorgt für die poetische Verköstigung mit Literatur der 10er und 20er Jahre dieses Jahrhunderts.

Berliner Morgenpost, Januar 1997

"Die Heimsuchung des europäischen Geistes"

Patric Tavanti las Klaus Manns Essay "Die Heimsuchung des europäischen Geistes". Das Thema des Abends, zu dem in den Sitzungssaal des Rathauses (Eisleben) geladen wurde, war groß und schwierig. Es ging um Leben und Tod. (...)

MZ, 03.06.1998

Zugegeben, ein wenig erinnerte Patric Tavanti schon rein äußerlich an Klaus Mann, wie er von späteren Fotografien bekannt ist. Grauer Anzug, Pomade im Haar, suchender Blick.(...)

Freie Presse, 08.06.2000

Im Paradies - notgedrungen

Patric Tavanti trug mit kundigem Gespür ausgewählte Texte deutscher Autoren im französischen Exil vor, setzte Zitate gefühlvoll in Szene. Dem Motto "Im Paradies - notgedrungen..." entsprachen die in und nach Sanary-sur-Mer geschriebenen Briefe von Marta und Lion Feuchtwanger, Arnold Zweig und Klaus Mann, die Gedichte von Bertolt Brecht und Johannes R. Becher, autobiographische Skizzen von Alma Mahler-Werfel und Alfred Kantorowicz und Prosatexte solcher Literaten wie René Schickele oder Ludwig Marcuse.

Zuversicht und Verzweiflung sprachen aus Texten und Gesten (...), sie vermochten den ganzen Jammer jener Verhältnisse widerspiegeln, die einst eine große Zahl Künstler ins Ausland trieben. (...) Der Beifall löste schließlich Glieder und Gedanken. Das Programm erwies sich diesem denkwürdigen Tages [9. November] würdig.

MZ, 11. November 1997

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