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Aus dem Gästebuch des Weimarer Kultur-Express´:

Hallo!! :)

Anita und Andreas waren am Mittwoch an unserer Schule dem "Heinrich-Ehrhardt-Gymnasium"(Klasse 11) in Zella-Mehlis. Mich überrascht es wirklich sehr, dass "Schillers Kabale" nicht gebucht wird, denn ich fand diese Aufführung richtig klasse! Meine Mitschüler fanden das Schauspiel auch sher ansprechend und wir allen denken, dass "Schillers Kabale" ein guter Einstieg wäre, bevor man das Buch liest. Die Übertragung auf unsere Zeit ist toll gemacht und so wird einem auch nachträglich noch einiges klarer, was einem in dem "alten Schinken" vielleicht verschlüsselt blieb!

Vielen Dank noch mal an die lieben Darsteller!

Gruß
Jana (05.11.2009)

Hallo!

Die "Weltprämiere" von "Kabale" im Burger Roland-Gymnasium am 24. September 08 war echt toll! Nicht so verstaubt und trocken, wie Schiller manchmal sein kann. Und trotzdem hatte das Stück jede Menge mit Schiller und mit dem heutigen wahrlich wirklichen Leben zu tun!

Großes Lob und Hochachtung!

Weiter so!

Robert (24-09-2008)

Hallo!

Eure Vorstellung von "Kabale und Liebe" im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth hat mir sehr gut gefallen. Ein ganz großes Lob an die beiden Schauspieler! Ihr spielt sehr überzeugend, das Stück und die Umsetzung, die Emotionen, der Humor...alles hat gestimmt!

mfg
euer Publikum (28.10.2008)

Hallo,
heute habt ihr an unserer Schule "Kabale und Liebe" aufgeführt und ich fand es echt klasse!!
Tolle Leistung!!
Liebe Grüße (08-12-2008)

Hi Leute, mir hat eur Stück "Kaballe und Liebe" sehr gefallen.Euch ist es echt gelungen, bei mir Interesse zuwecken auf das Original. Ich würde mich freuen wenn, wir bald wieder ein Stück von euch sehen könnten. Da wäre noch was,was ich den Schauspielern sagen wollte: Weiter so!! ihr seid echt gut. Ihr habt die Situation echt gut darstellen.

Viel Erfolg Gruß dima ( 25-02-2009)

hallo ihr ;D

also ich bin vom OMG und wir haben heut des Stück Schillers Kabale und Liebe aufgefuehrt bekommen.

Ich muss sagen: Es war super :D !Normalerweise sind die Stuecke, die in unserem Kellertheater aufgefuehrt werden nicht besonders toll, aber heute war es wirklich super...da hat sich ehrlich mal der Eintritt gelohnt und wie ich des so mitbekommen habe, war ich nicht die Einzige, der es gefallen hat... auch meine Klassenkameradinnen fanden das Stueck witzig und unterhaltsam gemacht. Zum Schluss auch noch ein ganz großes Lob an die Schauspieler, die waren naemlich absolut Klasse und sind danach auch richtig locker auf die Fragen der Schueler eingegangen :>

Danke fuer die 2 schoenen Stunden...macht weiter so :)

Gruß Julia :> (04-03-2009)

Andreas Meyer und Anita Stenke
in P. Tavantis "Schillers Kabale", Weimarer Kuluturexpress, 08/09
(Foto: Gym. Forst)
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(Foto: Werner-von-Symens-Gym. Weißenburg)
(Foto: Gym. Forst)
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Begeisterung für modernen Schiller

Neubrandenburg. Begeisterte Aufnahme bei den Schülern des Lessing-Gymnasiums und des Sportgymnasiums in Neubrandenburg hat eine Inszenierung des Weimarer Kultur-Expresses gefunden. Die Schauspieler brachten eine Neubearbeitung des Schiller-Klassikers „Kabale und Liebe“ auf die Bühne der Aula des Lessing-Gymnasiums.

Bei der Inszenierung handelte es sich um eine Aufbereitung des Stoffes aus dem Jahr 1784 extra für junge Leute unserer Zeit. Dabei sollten die Unterschiede zwischen der damaligen und der heutigen Sprache den Zuschauern näher gebracht werden, indem die Schauspieler sich mit den jeweiligen Zeiten personifizierten.

Nach etwa einer Stunde hatte das Publikum Gelegenheit, mit den Schauspielern zu diskutieren. Besonders faszinierend fanden die Schüler, die aus den 10. und 12. Klassen kamen, die schauspielerische Leistung der Darsteller Anita Stenke und Andreas Meyer. Die meisten Fragen befassten sich mit diesem Thema. Zum Beispiel, ob es schwierig sei, ein „Stück im Stück“ aufzuführen. Oder wie lange die Vorbereitung gedauert habe. Stenke und Meyer sollten auch berichten, ob sie die Schauspielerei hauptberuflich betreiben.

Kilian Stieber, Schüler am Lessing-Gymnasium, war begeistert und steht dabei für die meisten Zuschauer. Er sagte: „Ich kann das Stück nur weiterempfehlen, und es sind noch mehr Theaterorganisationen wie der Weimarer Kultur-Express nötig!“

Larissa Siebken, Max Uzulis, Klasse 9, Lessing-Gymnasium
Neubrandenburg

(nordkurier, 04.12.2008)

(Foto: Gym. Forst)
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Goethe, Schiller, Epik, Dramatik, Lyrik- jeder, insbesondere Jugendliche, reagieren unterschiedlich auf diese Schlagwörter; von verhaltener Begeisterung über skeptisches Augenbrauenziehen bis hin zum desinteressierten Blick.

Der Weimarer Kultur-Express, eine Theaterorganisation, die sich besonders jugendlichen Themen zuwendet, setzte sich mit folgender Problematik auseinander. Wie bringt man Schülerinnen und Schülern z.B. Schiller näher, ohne dass sie gelangweilt abschweifen?

Mit der (Welt)Premiere am 24.9. 2008 am Burger Roland- Gymnasium gaben sie die Antwort mit ihrem Werk „Schillers Kabale“. Wer jedoch damit rechnete ein trockenes Bühnenwerk präsentiert zu bekommen, wurde zum Glück enttäuscht! Inhaltlich geht es nämlich um den Schüler Christian, einen albernen Mädchenaufreißer und seine strebsame Klassenkameradin Mia. Christian wettet mit dem Publikum, dass er es schafft, Mia zu küssen. Unter einem Vorwand, mit ihm eine Arbeitsgruppe zu bilden, kommt das Stück in Bewegung. Spätestens jetzt sollte jeder Schüler hellhörig werden, denn das Thema, das es zu bearbeiten gilt, ist die Darstellung oder auch Rezitation einer Szene aus Schillers Drama „Kabale und Liebe“. Zwei zueinander konträre Charaktere werden mit dem Problem konfrontiert, wie man Schillers Werk bestmöglich umsetzt.

Schon mit dem Auftritt der Protagonisten wird das Publikum ins Spiel involviert und schnell sympathisiert es mit den Figuren, die durch ihren Witz und den sprühenden Charme wirklich Garantie für gute Laune sind. „Abschalten“ ist bei so viel Humor unmöglich, denn die geladenen Dialoge unterhalten nicht nur, sondern vermitteln auch Inhalte aus Schillers Tragödie auf lockere, unkomplizierte Art. So werden auch Zuschauer, die „leichte Kost“ bevorzugen, nicht außer Acht gelassen.

Für Schüler bedeutet dieses Schauspiel erfrischende Abwechslung vom täglichen Unterrichtstrott und mit 65 Minuten Spielzeit stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, bei einem Kostenbeitrag von fünf Euro.

Der Zuschauer erlebt ein Schauspiel, durchzogen wie ein roter Faden, von einem Hauch Romantik und viel Humor. Zu kritisieren ist lediglich der einfache Handlungsstrang, der leicht vorherzuahnen ist. Im Einklang dazu stehen die simpel gestrickten Charaktere, die aus Buch und Film bekannt erscheinen.

Wer auf der Suche nach einem Bühnenstück mit weitreichendem poetischen Tiefgang ist oder gar nach einer Neuinszenierung von „Kabale und Liebe“ - wie der Titel vielleicht vermuten lässt- wird enttäuscht. Stattdessen kann interessierten Zuschauern ein bemerkenswertes Schauspielstück präsentiert werden, welches insbesondere Jugendlichen den Zugang zu dem großen Dichter Schiller erleichtert.

Rezension von Carolin Schmidt, Kl. 11/1, Burger Roland-Gymnasium

(Foto: Gym. Forst)
(Foto: Werner-von-Symens-Gym. Weißenburg)
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Werner-von-Siemens-Gymnasium
Weißenburg in Bayern

Schillers Kabale - Theateraufführung in der Mensa am 23.1.2009

Rund 300 Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Klassen kamen am Freitag, dem 23. 1. 2009 in den Genuss der Aufführung „Schillers Kabale“. Die beiden recht jungen, aber sehr gut ausgebildeten Schauspieler des „Weimarer Kulturexpress“ begeisterten ihr Publikum durch eine witzige, temporeiche Inszenierung, die sich hauptsächlich damit befasst, wie Klassiker zu lesen sind und wie ein Drama schauspielerisch interpretiert werden muss.

Das Stück von Patric Tavanti präsentiert sich zunächst als moderne Umsetzung von Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“. Christian, ein Mädchenheld, wettet mit einem Mitschüler/Zuschauer, die ehrgeizige Mia, die aus betuchtem Hause stammt, innerhalb einer Woche zu einem Kuss verführen zu können. Sein Vorwand, er brauche dringend Hilfe bei einem Projekt für den Deutschunterricht, bei dem es eine Szene aus „Kabale und Liebe“ aufzuführen gilt, wird schließlich zum Hauptinhalt des Dramas.

Während Chris und Mia immer wieder aneinander geraten, weil sie „mindestens eine Eins plus“ erreichen will und seine holprigen Versuche, den Text zu inszenieren, dieses Ziel gefährden, werden Schillers Dramenfiguren und seine fremd scheinende Sprache eingehend diskutiert. So lernt man auch als Zuschauer viel über die Schauspielkunst und darüber, wie viel harte Arbeit am Text einer guten Umsetzung vorausgeht.

Mia lernt dabei, dass es sich lohnt, ihre kratzbürstigen Stacheln auch einmal einzuziehen und einen anderen Menschen an sich heran zu lassen, und Chris verliert die Wette, entdeckt aber die Schauspielerei, der er sich mit zunehmender Begeisterung widmet.

Im anschließenden Gespräch erfuhren die Schülerinnen und Schüler noch einiges zum Hintergrund des Theaterstücks und über den Beruf des Schauspielers.

Die lebendige und geistreiche Aufführung war ein rundes Vergnügen nicht nur für Deutschlehrer und wurde ihrem erklärten Ziel, einen Klassiker aus Schülerperspektive aufzuarbeiten, bestens gerecht.

Claudia Wieser

(Foto: Werner-von-Symens-Gym. Weißenburg)
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Fotos der Vorstellung im Gymnasium Forst

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Auftaktstück „Schillers Kabale“ begeistert
Publikum im Städtischen Gymnasium


Mittweida.  Friedrich Schiller höchstpersönlich war es, der gestern mitten in die Eröffnungsrede zu den 12. Kinder- und Jugendtheatertagen hineinplatzte. Gerade hatte Klaus Peter Fischer vom Mittelsächsischen Theater die Gäste und Schüler in der Aula des Städtischen Gymnasiums Mittweida, in dem der Startschuss für die diesjährige Veranstaltungen fiel, begrüßt, da wuselte der große deutsche Dichter bereits durchs Publikum und auf die Bühne. (...)

Im Zwiegespräch mit Fischer erfuhren die Jugendlichen von Schiller (Urs Alexander Schleiff), dass ihm die Idee zu dem Trauerspiel „Kabale und Liebe“ des Nachts beim Wachen über schlafende Patienten kam. Das Stück sorgte 1784 bei seiner Uraufführung für Furore. Und wie ist das 225 Jahre später? Um das herauszufinden, haben Darsteller vom Kulturexpress Weimar die Geschichte von Ferdinand und Louise unter dem Titel „Schillers Kabale“ ins Hier und Heute versetzt.

Ehe sich die Zuschauer versahen, war Schiller im Publikum verschwunden, und der Festredner hatte die Bühne frei gemacht für Anita Stenke und Andreas Meyer, die mit jugendlicher Leichtigkeit ihr Schauspiel begannen. Nach wenigen Minuten hatten sie die jungen Leute in der Aula mitgerissen, hinein ins Stück, in das sie die Schüler einbezogen. Mit offensichtlichem Vergnügen – wie Lachen, Mitmachen und Zwischenbeifall zeigten. Ebenso schnell war klar, dass die Gymnasiasten nach dem Stück das Trauerspiel „Kabale und Liebe“ und wohl auch Schiller mit anderen Augen sehen, besser verstehen werden – und merken, dass die Zeit vor 225 Jahren nicht so fern ist wie gedacht.

(Babette Philipp,fp, 16.03.2009)

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(12. Kinder- und Jugentheatertage, Foto: Carmen Rath )

Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen

Mit "Schillers Kabale", einem witzig inszenierten Zeimannstück des "Weimarer Kulturexpress" wurden am 16.03. die 12. Kinder- und Jugendtheatertage in der Region Mittelsachsen passend zum Schillerjahr anlässlich des 250. Geburtstages des großen deutschen Dichters eröffnet. Gespannt verfolgten die Jugendlichen in der voll besetzten Aula des Mittweidaer Gymnasiums, ob es dem umtriebigen und lernfaulen Mädchenhelden Christian gelingen wird, seine Zehn-Euro-Wette zu gewinnen und von der Klassenstreberin Mia einen Kuss zu erhalten. Der einzige Weg dahin führt über die Gruppenarbeit an Schillers "Kabale und Liebe", in deren Rahmen eine Szene aus dem Stück nachgespielt werden soll. Unter dem amüsanten Konflikt zwischen Chris, der zunächst nur an seine Wette denkt und jede überflüssige Anstrengung zu vermeiden sucht, und der strebsamen Mia, die sich mit all ihrem Wissen in das Stück hineinversetzt, werden kaum merklich Wege aufgezeigt, die oftmals schwer verständliche und doch großartige Sprache der Klassiker in die Neuzeit zu übersetzen.

Bis zum 27.03. warten insgesamt 23 Inszenierungen auf ihr junges Publikum. Dabei sind Stücke für die Kleinsten bis hin zum Gymnasium, dargeboten von Theatern aus ganz Deutschland. Über 3000 Karten sind bereits vorbestellt.

(12. Kinder- und Jugentheatertage,
Foto: Carmen Rath )
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Klassisches Drama aktuell und interessant

9. und 10. Klassen der Krötensee-Hauptschule
wagen sich an Schillers "Kabale und Liebe"

Auf Schlagwörter wie Goethe, Schiller, Epik, Dramatik, Lyrik reagiert jeder, insbesondere Jugendliche, unterschiedlich; von verhaltener Begeisterung über skeptisches Augenbrauenziehen bis hin zum desinteressierten Blick. Der Weimarer Kultur-Express, eine Theaterorganisation, die sich besonders jugendlichen Themen zuwendet, setzte sich mit dieser Problematik auseinander. Wie bringt man Schülern z.B. Schiller näher, ohne dass es sie langweilt ?

Mit ihrem Werk "Schillers Kabale" gaben sie die Antwort am Theatertag in der Aula der Hauptschule Krötensee. Die meisten Schüler der 9. und 10. Klassen dachten damit ein trockenes Bühnenwerk präsentiert zu bekommen und wurden zum Glück enttäuscht. Inhaltlich geht es nämlich um den Schüler Christian, einen albernen Mädchenaufreißer, und seine strebsame Klassenkameradin Mia. Christian wettet mit dem Publikum, dass er es schafft, Mia zu küssen. Unter einem Vorwand, mit ihm eine Arbeitsgruppe zu bilden, kommt das Stück in Bewegung.

Spätestens jetzt sollte jeder Schüler hellhörig werden, denn das Thema, das es zu bearbeiten gilt, ist die Darstellung einer Szene aus Schillers Drama "Kabale und Liebe". Zwei konträre Charaktere werden mit dem Problem konfrontiert, wie man Schillers Werk bestmöglich umsetzt.

Schon mit dem Auftritt der Protagonisten wurden die Schüler ins Spiel involviert und schnell sympathisierten sie mit den Figuren, die durch ihren Witz und den sprühenden Charme den letzten Zweifler überzeugten. "Abschalten" ist bei so viel Humor unmöglich, denn die geladenen Dialoge unterhalten nicht nur, sondern vermitteln auch Inhalte aus Schillers Tragödie auf lockere, unkomplizierte Art.

Für Schüler und Lehrer bedeutete dieses Schauspiel erfrischende Abwechslung vom täglichen Unterrichtstrott, was insbesondere den Jugendlichen der Abschlussklassen den Zugang zum großen Dichter Schiller erleichterte. Die Lehrkräfte waren erstaunt, dass ihre Schüler nicht nur äußerst konzentriert und aufmerksam dieser Vorführung folgten, sondern auch mit ihren Fragen an die Darsteller im Anschluss an das Bühnenstück großes Interesse zeigten.

(pda, Der Neue Tag, 12.5.2009)

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Schillers „Kabale und Liebe“
in die Gegenwart geholt

Der Weimarer Kulturexpress machte Realschülern das Theater schmackhaft.

Bad Kötzting. Alle Lehrer wissen es – jungen Schülern die Werke der „alten Meister“ wie Goethe oder Schiller näher zu bringen, ist nicht ganz einfach. Seit zehn Jahren unterstützt die Staatliche Realschule in Bad Kötzting dabei der Besuch des Weimarer Kulturexpress.

Die „echten“ Schüler begeistert

Erster Vorteil aus Schülersicht: zwei Stunden frei vom Schulalltag für mehr als 100 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen. Der zweite Vorteil offenbart sich erst im Verlauf des Theaterstücks, bei dem es in erster Linie gar nicht um „Kabale und Liebe“, den Klassiker der Literatur geht. Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Christian und Mia, zwei Schülern, die sich mit dem Stück befassen müssen.

Christian ist der Draufgänger, Mia die Strebsame und Zurückgezogene. Als sich beide mit dem Theaterstück Friedrich Schillers für die Schule auseinandersetzen müssen, verändern sich auch die beiden Charaktere. Eine Szene aus dem „Kabale und Liebe“ soll für die Schulstunde in einer Woche einstudiert werden –Christian ist wenig erfreut darüber, dass ihn Mia dazu zwingt, das Stück auch noch zu lesen.

Sie wiederum ist anfangs sichtlich genervt von der lockeren Art, mit der er die Proben angehen lässt. Neben dem Inhalt des Theaters erfahren die Realschüler ganz nebenbei vieles darüber, wie sich zum Beispiel Emotionen bei einem Theaterstück ausdrücken lassen. Dabei stößt die sonst so kluge Mia an Christians Grenzen, der schließlich viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten hat, als gedacht. Schließlich geben beide natürlich eine perfekte Vorstellung im Unterricht ab, was auch die „echten“ Schüler der Realschule begeisterte.

Theater war sinnvoller Ersatz

Was sich Schüler am besten vorstellen können, ist natürlich der Alltag in und um die Schule. Vielleicht kommen auch darum die Stücke des Kulturexpresses immer gut an. Dass nebenbei auch noch der Inhalt eines Literaturklassikers vermittelt wird, der sonst wohl eher nur widerwillig gelesen würde, ist ein weiterer positiver Effekt. Als dritte Ebene auch noch den Aspekt der zwischenmenschlichen Beziehung anzusprechen und zu zeigen, dass nicht alles so sein muss, wie es auf den ersten Blick aussieht, macht diese beiden Schulstunden, die für beide Klassenstufen aufgebracht werden mussten, zu einem mehr als sinnvollen Ersatz.

Die Schauspieler Andreas Meyer und Anita Stenke standen nach der Vorstellung noch für Fragen bereit, wobei vor allem interessierte, wie lange sie für dieses Stück geübt hätten. Sogar die Antwort darauf eine lehrreiche Lektion: zwar seien es nur vier Wochen insgesamt gewesen, erklärte Anita Stenke; doch hätten auch sie als Schauspieler in den Aufführungen des Stückes seit Oktober noch viel dazugelernt und ihren Auftritt verbessert –auch das eine Lektion fürs Leben.

(mb, Stefan Weber, 18.06.09)

Für die achten und neunten Klassen gab es in zwei freien Stunden viel zu lernen. Fotos: S. Weber
Andreas Meyer und Anita Stenke spielten Christian und Mia.
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Schülerinnen der 8. Klasse erfreuten sich an "Schillers Kabale"

Sehr locker gestaltete das Ensemble vom Weimarer Kulturexpress die literarische Vorlage von Schillers "Kabale und Liebe", ohne dass aber der Inhalt des eigentlichen Stückes dabei im Vordergrund stand. Vielmehr sind die beiden Hauptpersonen zwei Schüler, die im Unterricht das Drama lesen. Um eine Wette zu gewinnen, lässt sich der coole Chris darauf ein, zusammen mit der "Streberin" Mia eine Szene einzuüben. Am Ende und nach vielen Streitereien kommen sich die beiden näher.

Die erfrischende Inszenierung im Landratsamt mit nur zwei Schauspielern kam bei den Schülerinnen der 8. Klassen gut an und machte einigen vielleicht sogar Lust, die literarische Vorlage von Schillers "Kabale" auch im Unterricht zu lesen.

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Kabale heißt so viel wie Intrige

Mainburg. Friedrich Schiller, sein Drama "Kabale und Liebe", die Epoche des Sturm und Drang - nicht gerade Schlagwörter, die Schülerinnen und Schüler in Vorfreude und helle Aufregung versetzen. Trotz der ersten distanzierten Haltung gelang es den beiden jungen Darstellern des Weimarer Kultur-Express, die am Mittwoch am Gabelsberger-Gymnasium zu Gast waren, mit ihrem Werk "Schillers Kabale" Begeisterung bei den jugendlichen Zuschauern der 10. Klassen zu wecken. Dazu trug auch sicherlich der Inhalt des Stückes bei.

Mia und Christian alias Luise und Ferdinand kommen sich bei den Proben näher.
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burgsitzschule.de

Einer langjährigen Tradition folgend war kürzlich wieder einmal der „Weimarer Kulturexpress“ in der Burgsitzschule Spangenberg zu Gast.

Dieses Mal hatte die aus zwei Personen bestehende Theatertruppe Schillers 225 Jahre alten „Schinken“ „Kabale und Liebe“ im Gepäck und 150 unterschiedlich motivierte Schülerinnen und Schüler harrten in der Kleinen Turnhalle der Aufführung entgegen. Wohlwissend, dass es „Uns Heutigen“ Mühe kostet, „uns in Zeithorizont und Sprache von Schillers „Kabale und Liebe“ einzuhören oder einzulesen“, wie es in einem Nachwort in einer Ausgabe von 1946 heißt, wie tief ist da erst der Graben zwischen den heutigen Jugendlichen, die geprägt sind von VIVA, MTV, SMS – Sprache, Kanak – Deutsch und der Kultur von Werbeslogans und der großartigen Sprache Schillers, von Schülern häufig als „Altdeutsch“ identifiziert?

Der Weimarer Kulturexpress hat mit dazu beigetragen, die 225 Jahre, die seit der Uraufführungf vergangen sind, zu überwinden und das Gesicht unserer Zeit hinter dieser Tragödie für die Schüler sichtbar und erfahrbar zu machen. Es geht in diesem spannenden modernen Einstieg in die Beschäftigung mit einem Klassiker des „Sturm und Drang“ um Christian, den Mädchenhelden und coolsten Jungen der Schule, der so gerne mit Mia, einer ehrgeizigen und gewissenhaften Mitschülerin anbändeln und sie unbedingt küssen möchte. Eigentlich passen sie nicht zusammen, aber aus einer Laune heraus wettet Christian, dass er Mia, die Tochter aus besserem Hause, zu einem Kuss bewegen kann. Als sie für den Deutschunterricht eine Szene aus Schillers Klassiker auswendig lernen und der Klasse vortragen sollen, sieht Christian seine Chance gekommen...

Im Mittelpunkt dieser Rahmenhandlung steht immer wieder die vergnügliche Auseinandersetzung mit der Sprache Schillers sowie dem Inhalt und dem historischen Bezugs dieses Trauerspiels. Obwohl Parallelen und Bezüge zur Schillerschen „story“ durchaus erkennbar sind, ist diese moderne Version ein Stück über Liebe und Besitzverhältnisse in unserer Zeit.
Entstaubt von der klassischen Sprache und verknüpft mit der Erlebniswelt der Jugendlichen von heute war es nicht schwer, Identifikation mit den beiden jungen Helden zu erreichen und auch das Interesse für Schillers bürgerliches Trauerspiel zu wecken.
Der große Beifall der jungen Zuschauer war Beweis genug, dass ihnen heute eine spannende und zeitnahe Theateraufführung geboten wurde.

Gert Hirchenhain

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"Schillers Kabale" in der

Der Weimarer Kulturexpress an der Herman-Nohl-Schule – ein schmackhafter Einstieg in die Literatur, wie die Klasse FG11A finden.

Die Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums Klasse 11 und der Fachoberschule Klasse 12 haben am Mittwoch, den 26.08.2009, das Stück "Schillers Kabale" des Weimarer Kulturexpress in der Cafeteria der Herman-Nohl-Schule angeschaut. In Anlehnung an das Werk "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller richtet sich der Autor Patric Tavanti mit dem Stück an Schüler des 7. bis 11. Jahrgangs.

Die Neufassung handelt von einem Jungspund namens Christian, der mit dem Publikum wettet, dass er es schafft einen Kuss von der Klassenstreberin Mia zu bekommen. Dafür geht er sogar darauf ein, für den Deutschunterricht mit ihr eine Szene aus dem Stück Kabale und Liebe zu proben. Mia, die nicht viel von ihm hält, außer dass er nur Blödsinn im Kopf hat, macht trotzdem mit, da sie denkt, er hätte gute Absichten, wie zum Beispiel seine 5 in Deutsch rumzureißen.

Mia und Christian, gespielt von Anita Stenke und Andreas Meyer, proben Szenen aus Kabale und Liebe, was zu einem Rollenspiel im Rollenspiel führt. Christian hält nichts von dem Stück oder generell vom Lernen und liest das Buch nur, weil Mia ihn zwingt und er die Wette gewinnen will. Sie treffen sich täglich zum Üben und am Ende macht es sogar Christian Spaß. Letztendlich begeistert er sich doch für Schillers Sprache, mit der er sich anfangs gar nicht anfreunden konnte. Nicht nur die Freude am Spielen bringt ihn dazu weiterzumachen, sondern auch die neugewonnenen Gefühle für Mia.

Das Schauspieler Duo Andreas Meyer und Anita Stenke glänzte in Punkto Schauspielkünsten, Mimik, Gestik. Wir fanden es sehr gut, dass die Zuschauer durch die Wette am Anfang mit einbezogen wurden, was die Stimmung "lockerer" machte. Schade war jedoch, dass die Bühne zu klein war und nur wenige Requisiten benutzt wurden. Jedoch sollte hier die ganze Aufmerksamkeit nur auf die Darsteller gelenkt werden. Nur die beiden Schauspieler versuchten uns das Schauspiel Kabale und Liebe in fünf Rollen verständlich zu machen, jedoch führte es an manchen Stellen zu leichten Verwirrungen. Besonders amüsant war allerdings die Stelle, als Christian eine weibliche und eine männliche Rolle zur selben Zeit spielte und Mia eine männliche Rolle übernahm.

Es gefiel uns, dass das Stück in einer moderneren Art und Weise vorgeführt wurde, die es ermöglichte den Sinn von Kabale und Liebe durch die Interpretationen der Figuren zu verstehen. Wir fanden es außerdem sehr gut, dass die Figuren im Stück zwischendurch das Schauspielern an sich erklärt haben.

Die "Schillersche Sprache" wurde verständlich gemacht, weil unbekannte Begriffe, wie beispielsweise "Furien", von den Figuren in der Rahmenhandlung erklärt und auch durch Gestik und Mimik gezeigt wurden. Dadurch bekamen wir einen guten Eindruck von dem Schauspiel. Es ist oft so, dass man älteren Lektüren gegenüber kritisch ist, nur weil man nicht alles sofort versteht. Es würde uns jetzt wahrscheinlich leichter fallen, uns in die Personen hineinzuversetzen, wenn wir es in der Schule lesen würden.

Nach der Aufführung sind die Schauspieler noch auf die Schüler eingegangen und haben durch Beantwortung der Fragen und die gezeigte schauspielerische Leistung einen positiven Eindruck hinterlassen.

Alles in allem hat uns die Idee gut gefallen eine Theatergruppe in die Schule zu holen, um doch etwas altertümliche Literatur mit anderen Augen zu sehen.

[26.08.2009]

(http://www.herman-nohl-schule.de/contents/schulleben/090826_theater_schiller.html)

(Fotos: Herman-Nohl-Schule)
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ECKERNFÖRDER ZEITUNG

 Friedrich Schiller und Gewalt in der Familie

Friedrich Schiller und Gewalt in der Familie haben nicht unbedingt etwas gemeinsam, doch wurde am Montag beides schauspielerisch am Beruflichen Bildungszentrum thematisiert: Der Weimarer Kultur-Express mit den Schauspielern Anita Stenke und Andreas Meyer war zu Besuch - im Gepäck zwei Theaterstücke für den Deutsch- und den WiPo-Unterricht.

 Als Klassiker führten sie "Kabale und Liebe" in einer modernen Version auf, an dem besonders die Schüler des "Schillerprojekts" von Lehrerin Christina Stolz und Praktikantin Iris Clausen Interesse zeigten. Sie studieren zurzeit ein Theaterstück als Schiller-Potpouri ein. Hinzu kommt ein "Schiller-Rap", den sie mit den Bands "Illegal 2001" und "Doppel U" vertonen.

Gleich im Anschluss an das humorvoll vorgetragene "Kabale & Liebe" schlug die Stimmung auf der Bühne ins Gegenteil um: Ein im Keller von seinen Eltern wegen einer Nichtigkeit eingesperrtes Geschwisterpaar kann von einer gewaltfreien Erziehung nur träumen: Die Tochter wird ständig drangsaliert und geschlagen, der Sohn dagegen beteiligt sich an den Misshandlungen. In dem Verlies verharrt der Bruder zunächst im alten Verhaltensmuster, beschimpft seine Schwester und hält ihr vor, die brutalen Behandlungen verdient zu haben. Doch als sie ihm schildert, wie grausam sie die Misshandlungen erlebt und vor seinen Augen sogar verschimmelte Marmelade isst, um ihren Hunger zu stillen, überdenkt er seine Einstellung.

(Foto: Realschule Furth)
(Foto: peters)

"Erziehung" und "Familie" lautet zurzeit das Thema im WiPo-Unterricht von Lehrerin Carola Feierling. Was das Stück zeigte: die Übertragung des Erziehungsstils des Vaters auf den Sohn und seine Entwöhnung von der Zwischenmenschlichkeit durch den rüden Erziehungsstil. Die Lösung: Das Schweigen der Familie muss durchbrochen werden. Sich öffnen und Gefühle zulassen kann Änderungen herbeiführen.

Mit dem Stück erreichen die Schauspieler, was so mancher Pädagoge nicht schafft: "Mehrere Menschen haben uns schon eröffnet, dass ihre Jugend ähnlich verlief und einzelne Szenen geschildert", erzählt Schauspielerin Anita Stenke nach dem Stück im Gespräch mit den Schülern. Die psychische Gewalt könne schlimmer sein als körperliche.

(EZ, 9.12. 2009 von ape)

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(Foto: Realschule Furth)
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Schiller: ganz lebendig

Beeke-Schüler befassen sich mit "Kabale und Liebe“

Scheeßel (r). Klassische Stücke sind für heutige Schüler schwere Kost. Sprache und Inhalt wirken oft nicht nur wie aus einer längst vergangenen Zeit, sondern wie von einem anderen Stern. Unbestritten ist aber: Diese Werke sind unser kulturelles Erbe. Schüler der neunten und zehnten Realschulklassen der Beeke-Schule näherten sich dem Problem jetzt auf sehr ungewöhnliche Weise.

Zu Gast waren zwei junge Schauspieler des Weimarer Kultur-Express. Ihr Anliegen ist es, mit ihrer Inszenierung von Schillers "Kabale und Liebe“ zu helfen, die 225 Jahre, die seit der Uraufführung vergangen sind, zu überwinden.

Dazu wurde eine Rahmenhandlung auf die Bühne gebracht, die dem Alltag heutiger Schüler entspricht. Schnell war Spannung aufgebaut und Identifikation möglich: Christian, der coolste Junge der Schule, wettet (mit einem Schüler aus dem Publikum), dass er Mia, die Streberin, küssen kann. Um die Wette zu gewinnen, meldet er sich freiwillig, mit ihr für den Deutschunterricht eine Szene aus "Kabale und Liebe“ vorzutragen. Gemeinsam begeben sie sich beim Einstudieren auf die Suche nach dem Sinn, der Aussage des Stückes – und kommen sich dabei näher...

Im Stück geht es immer (auch) um eine vergnügliche Auseinandersetzung mit der Sprache Schillers sowie dem Inhalt und dem historischen Bezug des Trauerspiels. Dies führt fast unmerklich zu erstaunlichen Erkenntnissen.

So vergingen die 60 Minuten wie im Fluge. Der Applaus zeugte davon, dass das Vorhaben gelungen war – Schiller wurde für kurze Zeit lebendig und die Beeke-Schüler erhielten Zugang zu einem seiner schönsten Werke.

(Quelle: 20.02.2010 © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG)

Kabale und Liebe: In der Beeke-Schule gelang es, die 225 Jahre, die seit der Uraufführung von Schillers Tragödie vergangen sind, zu überbrücken
(Foto: Scheeßeler Anzeiger)
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Kabale heißt so viel wie Intrige

Patric Tavantis „Schillers Kabale“ gewährt den 10. Klassen des Gabelsberger-Gymnasiums Mainburg erste Einblicke in das Drama „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller

Friedrich Schiller, sein Drama „Kabale und Liebe“, die Epoche des Sturm und Drang – nicht gerade Schlagwörter, die Schülerinnen und Schüler in Vorfreude und helle Aufregung versetzen. Trotz der ersten distanzierten Haltung gelang es den beiden jungen Darstellern des Weimarer Kultur-Express mit ihrem Werk „Schillers Kabale“ Begeisterung bei den jugendlichen Zuschauern zu wecken. Dazu trug sicherlich auch der Inhalt des Stückes bei.

Christian, der Mädchenheld der Schule, wettet mit dem Publikum von der strebsamen Mia einen Kuss zu ergattern. In der Hoffnung ihr näher kommen zu können, erklärt er sich bereit mit der „Streberin“ eine Szene aus Schillers „Kabale und Liebe“ für den Deutschunterricht zu inszenieren. Vor dem Problem stehend, wie das Stück am besten mit Leben erfüllt werden kann, nähern sich die beiden Protagonisten einander an. Aus aufkeimender Liebe zu Mia gibt sich der „coole Junge“ besonders viel Mühe den gewünschten Anforderungen zu entsprechen, sodass auch sie sich in ihn verliebt. Den Kuss bleiben sie aber am Ende dem Publikum schuldig.

Vor dem Hintergrund des schlichten Bühnenbildes eines mobilen Theaters steht und fällt die Inszenierung allein mit den wortgewaltigen Dialogen der beiden Schauspieler, die immer wieder geschickt in die unterschiedlichsten Rollen des Klassikers schlüpfen und somit auf lockere Art und Weise Inhalte der Tragödie vermitteln. Mit der Geschichte der beiden jungen Helden konnten sich die jugendlichen Zuschauer identifizieren und ein Stück weit selbst wiederfinden, zugleich wurde aber auch Interesse für den großen Dichter Schiller und sein Werk geweckt.

In der anschließenden Gesprächsrunde hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit sich über das Stück „Schillers Kabale“, den Beruf des Schauspielers und die Darsteller selbst zu informieren.

StRef’in Bär (Quelle: Gabelsberger Gymnasium, 26.03.2010)

(Fotos: Gabelsberger Gymnasium) oben

„...dass nur die Liebe letzte Hand an die Seele legt"

Schillers „Kabale und Liebe" an der Realschule Furth im Wald

Ende Oktober gastierte der „Weimarer Kulturexpress" wieder an der Realschule und brachte die moderne Version des Trauerspiels für die 8. und 9. Jahrgangsstufe auf die Bühne.

Gespannt und neugierig auf den Literaturunterricht in besonderer Form saßen am letzten Donnerstag vor den Herbstferien knapp über hundert Jugendliche zwischen 14 und 15 Jahren in der Aula der Realschule. Ein Trauerspiel nach Friedrich von Schiller sollte sie erwarten.

Mit einem Vorapplaus begrüßten sie den Auftritt der jungen Schauspieler des Weimarer Kulturexpresses.

Chris, ein jugendlicher Darsteller, konnte schon vorab punkten, indem er gleich zu Beginn im Zuschauerraum dem Further Schüler Anton aus der 9.Jahrgangsstufe eine Wette abnahm. Einen Kasten Bier und 20 Euro bekäme Chris von ihm, wenn er es fertigbrächte, der Streberin Mia einen Kuss abzuringen. Mit diesem Vorspann tauchten die Schüler ein in eine Liebesgeschichte, die eigentlich mit der Intrige eines Wettkusses begann.

Der charmante Mädchenaufreißer und „Vollproll" Chris bemüht sich um Mia, die Streberin aus einer gut situierten Familie. In Vorbereitung auf den Literaturunterricht begegnen sie der Sprache Friedrich von Schiller, „die eh keiner versteht". In scheinbar improvisierten Parodien gelingt es den Schauspielern die Sprache des Trauerspiels vor 225 Jahren sowie dessen gesellschaftskritischen Inhalt lebendig und zugleich amüsant darzustellen. So verkörpert Chris die Mutter der jugendlichen Liebhaberin Luise Miller, die sich mit vermeintlich gehobener Ausdrucksweise eher lächerlich macht und sich auf diese Weise deutlich von den Adeligen unterscheidet. Mia hingegen schlüpft in die Hosenrolle des Sekretärs Wurm, der auf den versprochenen ehelichen Bund mit Seinesgleichen, der bürgerlichen Luise, pocht. Chris und Mia kommen sich im Verlauf der Vorbereitungen für den Deutschunterricht näher und ihre Beziehung verwebt sich mit den Rollen der Liebenden des Trauerspiels: Chris spielt den adeligen Liebhaber Ferdinand, der für seine große Liebe Luise sein Leben aufs Spiel setzt. Mia gibt sich ganz den Emotionen Luises hin.

Am Ende ging die Wette um den Kuss leider nicht auf. Dafür aber sprang ein Funken über auf die Zuschauer und brachte dem einen oder anderen sicherlich einen unterhaltsamen Einblick in die überholte Ständegesellschaft dieser Zeit. In ausgewählten Dialogen fanden die jugendlichen Zuhörer zudem einen lockeren und unkomplizierten Zugang zur Tragödiensprache Friedrich von Schillers. Mit einem begeisterten Applaus bedankten sich die Schüler und äußerten im Anschluss den Wunsch, doch bald mal wieder so einen kurzweiligen Deutschunterricht erleben zu dürfen.

( Quelle: realschule-furth.de, Heidi Müller Realschule Furth im Wald)

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Weimarer Kulturexpress
gastiert mit „Schillers Kabale"

Gastspiele professioneller Theatergruppen und Vortragsreihen zu aktuellen Problemstellungen gehören zum festen Bestandteil des Unterrichts im Beruflichen Gymnasium. Anlässlich des 250. Geburtstages Schillers gastierte der Weimarer Kulturexpress im Beruflichen Gymnasium Eschwege. Vor rund 200 Schülerinnen und Schülern präsentierten die jungen Schauspieler Anita Stenke und Andreas Meyer „Schillers Kabale" als moderne Umsetzung des Sturm-und-Drang-Dramas „Kabale und Liebe" und begeisterten mit einer zugleich lebensnahen wie witzigen und temporeichen Inszenierung.

Unter Einbindung des Publikums wurde die unstandesgemäße Liebe zwischen dem Adligen Ferdinand und der aus bürgerlichem Hause stammenden Luise geschickt in das 21. Jahrhundert projiziert. Besonderes Interesse der Schülerinnen und Schüler fand das darstellende Spiel der jungen Künstler, denn es erlaubte und forderte den Blick hinter die Kulissen der Schauspielkunst. Im Verlauf des Stückes diskutierten die Darsteller Schillers altertümlich anmutende Sprache eingehend und machten damit verständlich, was dem modernen Leser befremdlich erscheint.

Bei den Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums stieß die Aufführung folglich auf positive Resonanz. „Der Weimarer Kulturexpress erreicht sein Ziel, die 225 Jahre alte Tragödie für junge Menschen sicht- und erfahrbar zu machen, mit einer Leichtigkeit, die Appetit auf die Auseinandersetzung mit Literatur macht", so Initiatorin Ines Haberland. „Ich bin sicher, dass Veranstaltungen wie diese dazu beitragen, Berührungsängste mit den Klassikern der Dichtung abzubauen."

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