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"Den Raum begehen"

"Vom fremden Text"

„ Den Raum begehen: Kirchenraum wird Lebens-raum“ (Energieräume und Raumenergie)

Workshop anlässlich des Symposiums der
Christlichen Arbeitsgemeinschaft Tanz in Liturgie und Spiritualität - Kloster Ohrbeck, Georgsmarienhütte, 2. bis 4. November 2007 -

Wir wollen herausfinden, ob und wie sich die Beziehung von Mensch und Raum auf Spiel und Tanz auswirken und wie wir sie beeinflussen können, wie der Raum auf den Menschen und der Mensch im Raum wirkt und wie der Mensch durch Imagination und Handeln Veränderungen des Raumes bewirkt.


A) Begrüßung 9.00( Dauer: 10 Min)

Der Workshop, zu dem ich Euch begrüßen möchte, trägt den Titel „Den Raum begehen: Kirchenraum wird Lebensraum“.

1. Aufgabe

Bevor ich weiter darauf eingehe, was wir in den nächsten 90Minuten gemeinsam ergründen wollen, möchte ich Euch einladen, einfach einen gemeinsamen Rundgang durch die Kirche zu machen. Wer schneller oder langsamer gehen will als die anderen, wer irgendwo kurz verweilen will, kann das gerne tun. Ich will damit keine Aufgabe verbinden, denkt also nicht darüber nach, worauf es ankommen könnte. Geht einfach durch die Kirche und macht euch bewusst, was ihr wahrnehmt, egal, was es ist und egal, wieso, egal, was es euch vermittelt oder in euch auslöst. Versucht nicht, schon ein Urteil zu fällen, geht einfach nur herum und nehmt wahr.

1. Frage: Wie habt ihr den Raum erlebt, hat er etwas in Euch ausgelöst?

2. Frage: Hattet ihr an einer bestimmten Stelle ein besondere Empfinden? Habt ihr euch besonders angezogen oder abgestoßen gefühlt? Warum?


B) Einführung ins Thema 9.10 Uhr (Dauer: 15 Min.)

Kirchenraum wird Lebensraum: Da stellt sich als erstes die Frage, wie wird denn Kirchenraum zu Lebensraum?

Ihr (wie ich selbst auch) seid keine Architekten oder Innenausstatter. Wir versuchen uns, unsere Anliegen, Gefühle und Gedanken durch unsere Körper auszudrücken, durch Gestik, Mimik und Worte. Wenn wir in einer Kirche oder in einem kirchlichen Raum oder Rahmen agieren, künstlerisch und kreativ tätig werden, wollen wir selbst etwas erleben, empfinden, sind auf der Suche - aber wir wollen auch diese auf diesem Weg gewonnene Erkenntnis zum Ausdruck bringen, also anderen vermitteln, sie in unsere Erlebniswelt einbeziehen und sie unmittelbar teilhaben lassen an unserer Erfahrung. Wir treten mit den anderen in Kommunikation, wir teilen, wir schaffen für eine gewisse Zeit einen gemeinsamen Ereignisraum. Kirchenraum wird so im weitesten Sinne zu Lebensraum, zu Er-lebnis-raum, zum Erfahrungsraum und zu einem Raum, der einen geschützten Ort für gemeinsam erlebte Spiritualität bietet. Kirche wird zum Raum, zum Rahmen, zu einem Ort - nicht so sehr der Theorie, des Wortes, des Gedankens, der Vermittlung fremden Wissens - als viel mehr des Erlebens, Empfinden, Empfangens, des unmittelbaren in Kontakttretens mit dem Geist, der Energie, dem Gefühl: also des reinen ungefilterten Lebens selbst! Diese Erfahrung kann sich in purer Freude ausdrücken. Denn alle Filter des Verstandes und der Tradition werden umgangen und man tritt unmittelbar mit der Lebenskraft in Kontakt. Erlebter Raum wird zu Lebensraum!

Kirchenraum wird so zum Ort reiner Lebenserfahrung und reinem Lebensglück!

Leben ist Energie. Diese Energie kann leicht, strahlend hell und erfrischend sein, sie kann aber ebenso drückend, grau und lastend oder einfach nur müde und zäh und flach sein.

Sicherlich wird jede und jeder von Euch diese Energie mit anderen Begriffen übersetzen. Aber ich komme vom Theater, auch ein Raum, ein Ort. Ein Ort, wo viele Menschen unterschiedlichsten Glaubens und unterschiedlichster Lebensauffassungen aufeinandertreffen. Darum spreche ich von Energie, weil diese „Umschreibung“ recht neutral ist und somit am wenigstens zu Vorurteilen oder Missverständnissen führt.


Jeder Ort und jede Kreatur steht in Kontakt mit dieser Energie, nimmt sie in sich auf, speichert sie, gibt sie wieder ab und verändert damit ständig auch die Energie seiner Umgebung. Je mehr wir von einer Energie in uns aufnehmen, desto stärker wird sie unsere eigene verändern. Und wenn wir wiederum diese Energie ausstrahlen, verändern wir die Energie unserer Umgebung, leiten sie weiter an die Räume, in denen wir uns befinden, an die Menschen und an alle Kreaturen mit denen wir in Kontakt treten.

So kann ein Mensch mit viel guter Energie auch in schweren Lebenssituationen positive Kraft ausstrahlen und damit seinen Mitmenschen Linderung im Leid lediglich durch seine Anwesenheit schenken. Aber ebenso kann ein Mensch mit einem großen Potential an negativer Energie das ausgelassenste Fest ruinieren, indem er nur in einer Ecke sitzt.

Diese Energie ist immer in Bewegung und in stetigem, nicht enden wollen Austausch begriffen. Jedes Wesen und jede Materie, ob ein Stein oder ein Blatt nimmt diese Energie auf und speichert sie. So wie wir Erlebnisse speichern und als Erinnerungen in uns ein Leben lang mitführen, speichern wir auch einen Teil dieser Energien für immer. So dass ein Raum, z.B. diese Kirche, voll aufgeladen ist mit den Energien all der Menschen, die in ihr waren, all dessen, was hier geschehen ist.

Für uns als kreative Menschen, die anderen an diesem Ort etwas mitteilen wollen, stellt sich hier nun die Frage, wie wir mit dem Raum in Kontakt treten, wie der Raum auf den Menschen und der Mensch im Raum wirkt? Wie sich die Beziehung von Mensch und Raum auf Spiel und Tanz auswirken und wie sich unserer kreatives Schaffen auf den Raum auswirkt?

Und damit sind wir nun voll im Thema.

2. Aufgabe

Aufwärmübungen, Atemübung, endend mit 7:1:7 und 6:3:6.

3. Aufgabe

Noch einmal kurz durch den Raum gehen und dann kurz besprechen, ob sich etwas in der Wahrnehmung verändert hat? Haben sich Eindrücke verstärkt, abgeschwächt?


C) Improvisation zum Thema, 9.25 Uhr (Dauer: 50 Min.)

In unserem MusikTanzTheater „clara.francesco“ endet das Stück mit der Aussage Klaras:

„Ich träume von einem neuen Himmel und von einer neuen Erde.... Wir werden sie als Lebensraum gemeinsam bauen. Ich glaube fest daran, dass die Wurzeln des neuen Himmels hier auf diesem Planeten Erde liegen.“

Das ist ja eigentlich schon fast ein Paradox, weil Himmel und Erde als so gegensätzlich wahrgenommen werden. Wir haben zwei getrennte Räume. Und gleichzeitig könnte die Erde auch als Himmel erlebt werden, oder aber im anderen extrem als Hölle. Drei Räume, oder Energiequalitäten, die sich in jedem Raum, an jedem Ort, zu jeder Zeit finden lassen könnten. Was bewirken diese Energien, diese Räume in uns? Und wie können wir diese Räume darstellen, dass wir anderen ein lebendiges Miterleben dieser imaginierten Räume ermöglichen? Und wie unterstützt uns der reale Raum dabei?

4. Aufgabe (20 Min , 9.25 – 9.45)

Lasst uns drei Gruppen bilden: Himmel, Erde, Hölle

Sucht Euch als Gruppe einen Ort in diesem Raum, wo ihr das Gefühl habt am ehesten diesen Bereich darstellen zu können, wo ihr die größtmögliche Unterstützung durch den Raum selbst findet. Fragt Euch, was charakterisiert Himmel, Erde, Hölle? Und wo habe ich das beim Herumlaufen am ehesten gespürt?

Wenn ihr den Ort gefunden habt, versucht ganz frei durch Improvisation gemeinsam diesen thematisierten Raum auszudrücken. Diskutiert nicht, sondern vermittelt Euch gegenseitig durch Eure Körper, was ihr hierzu empfindet und ausdrücken wollt. So werdet ihr euch bald auf eine gemeinsame Form einigen können. Ich werde immer mal wieder zu der einen oder anderen Gruppe kommen, um Euch dabei zu unterstützen.

4.1. Gegenseitiges Vorspielen und kurzer Austausch des Erlebten


5. Aufgabe: Wechsel (10 Min, 9.45 – 9.55)

Hölle geht auf Erde, Erde auf Himmel, Himmel geht auf Hölle. Versucht zu erleben, wie sich die Emotionen, Eure Energie und Eindrücke durch den anderen Raum ändern und wie sich dadurch Euer Spiel, Ausdruck ändert.

5.1. kurzer Austausch des Erlebten

6. Aufgabe (20 Min, 9.55 – 10.15)

Zum Schluss wollen wir die Herausforderung mal auf die Spitze treiben:

Jede Gruppe nimmt wieder den ersten Ort ein (Himmel/ Himmel, Erde/ Erde, Hölle/ Hölle). Beginnt wieder mit Eurer Improvisation, spürt, ob sich wieder das erste Erleben einstellt, ob es sich verändert hat, ob es stärker oder schwächer geworden ist. Nehmt so viel Energie wie möglich in euch auf. Dann, wenn ihr als Gruppe das Gefühl habt, keiner gibt das Zeichen, oder rennt als erster los, ihr sollt gemeinsam spüren, wann der Moment gekommen ist, dass ihr die Energie am stärksten spürt, dann, also, geht ihr gemeinsam in die Mitte des Raumes, ihr behaltet Euren Ort, euren Raum, nehmt ihn sozusagen mit. In der Mitte treffen sich die drei Räume. Versucht, euren Raum gegen die anderen beiden durch Eure Ausdruckskraft zu verteidigen. Dennoch wird irgendwann ein Raum die anderen schlucken, wenn ihr das Gefühl habt, ein Raum schluckt Euch, nehmt den Ausdruck dieses Raumes an. Am Ende wird im besten Falle ein Raum die anderen beiden geschluckt haben, dann geht gemeinsam zurück an den Ursprungsort diese Raumes und erlebt dort nochmals in gemeinsamer Impro die Energie dieses Raumes. Sollte sich kein Raum durchsetzen, sondern nur ein Austausch stattfinden, dann geht mit Eurem Raum, in dem ihr gerade seid, an den jeweiligen Ausgangspunkt zurück, wenn ihr das Gefühl habt, der Zeitpunkt dafür ist gekommen und lasst Eure Impro noch ein wenig laufen bis ich das Spiel beende.

6.1.Kurzer Austausch über das Erlebte und


D) Ende: abschließendes Gespräch zum gesamten Workshop

Aufstellen im Kreis und kurzes Dankgebet:

Herr, wir danken dir, dass wir gemeinsam diese Erfahrungen in diesem Raum machen durften, die Energien und Kräfte spüren und erfahren durften und unsere Energien in diesem Raum so stark zum Ausdruck bringen konnten. Wir danken Dir, dass wir gute und weniger gute Gefühle im Austausch mit diesem Raum fließen lassen durften. Wir haben dabei viel Freude und Glück empfunden, diese schönen Energien wollen wir mitnehmen in den weiteren Tag, aber wir wollen auch einen großen Anteil hier lassen, damit wir diesem Raum, dieser Kirche so viel gute Energie wie möglich zurückgeben können, dass auch andere Menschen, die später hier verweilen, sie noch spüren können. Amen

AG Christlicher Tanz
Kloster Ohrbeck, in dieser Kirche fand der workshop statt.
Infos: Kloster Ohrbeck und Gästehaus
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"Der Weg vom fremden Text zum eigenen Spiel"

Workshop im Rahmen der Aufführung "clara.francesco" am 19. April 2007 in Berlin

In dem Schauspiel-Workshop wollen wir anhand eines kurzen Dialogs aus "clara.francesco" mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Weg des Schauspielers vom ersten Kontakt mit dem fremden Text bis zum wahrhaftigen und glaubhaften Spiel auf der Bühne beschreiten. Schritt für Schritt wird die handwerkliche Aneignung einer Figur durch den Schauspieler, das Partnerspiel und körperliche, sprachliche und emotionale Durchdringung der Rolle durch Improvisation erprobt. Ziel ist es, einen fremden Text mit eigenem Erleben zu füllen, so dass er auf der Bühne spontan und überzeugend wirkt. Sollte das auch in der kurzen Zeit nur ansatzweise gelingen, so erhalten die Mitwirkenden doch Einblicke in die Rollenarbeit des Schauspielers.


1. Das Wort

Den Schülerinnen und Schülern wird ein kurzer Text der Clara und des ADE gegeben, den sie ohne weitere Vorbereitung der Gruppe vorlesen sollen.

Anschließend sollen sie beurteilen, ob sie die den Vortrag glaubhaft fanden, ob er sie angesprochen, berührt, ihr Interesse geweckt hat.

2. Der Gedanke

Im nächsten Schritt soll gemeinsam geklärt werden, was die Aussagen, die Motivation und die Ziele der Texte sind und was sie über die Sprecher vermitteln.

3. Das Gefühl

1. Schritt:

a) Auf der Bühne sollen alle (in zwei gemischten Gruppen) sich erst einmal ganz „natürlich“ bewegen, sich begrüßen, sich setzen, wieder aufstehen, Gefühle improvisieren.

b) Der Raum

Jeweils eine Gruppe soll eine Raum-Situation (Bushaltestelle, einen Garten, einen Wald, eine Kirche, eine Höhle, ein Gruselschloss) darstellen, die anderen erraten, wo die anderen sind.

Frage: Wie fühlt sich das an? Was sehen die anderen?

c) Gefühle durch Bewegung

a) Hebe den Arm. Du hast eine theatralische Gebärde gemacht.

b) Nun wiederhole diese Gebärde, indem du ihr eine besondere Eigenschaft erteilst. Lass sie „vorsichtig“ sein. Wiederhole sie nun mehrfach, was empfindest Du?

c) Nun gib ihr eine andere Eigenschaft. Sage die Eigenschaft laut an und dann führe die Gebärde aus. Wiederhole sie.

d) Führe andere Gebärden, Vorgänge aus. Setz dich hin, stehe auf, lese ein Buch, sieh aus dem Fenster. Sage vor jeder neuen Gebärde, welche Eigenschaft sie haben soll, wiederhole die Gebärde so lange bis du das Gefühl im ganzen Körper spürst, am Ende sage einen Satz, egal welchem aus dem Stück, dann wähle eine andere Eigenschaft und wiederhole den gesamten Vorgang

e) Nun lege dich hin und sage dir: Ich stehe jetzt fröhlich auf, ich setze mich traurig hin, ich gehe fröhlich spazieren. Wähle Vorgänge und Eigenschaften nach deinem Belieben und wechsele sie untereinander aus. Was spürst du?


2. Schritt

Nun sollen die Mädchen als Clara, eine junge, lebensfrohe „Heilige“ über die Bühne gehen, sitzen, liegen. Die Jungs dasselbige als ADE.

Es soll den Fragen nachgespürt werden:

Wie ist meine Körperlichkeit, wie muss ich sie ändern, wenn ich die jeweilige Rolle darstellen will? Welche Gemüts-, welche Geisteshaltungen kann ich durch Körper-Haltungen für mich selbst spürbar machen, sie empfinden und dem Zuschauer nachvollziehbar machen? Was macht meine Rolle körperlich aus, wie kann ich sie nach-empfinden?

a) Bewegungen, die die Figur, ihren Willen und ihre Psyche charakterisieren

Stelle dich in einer neutralen Haltung in den Raum, atme ruhig und konzentriert. Nun nenne eine Eigenschaft der Figur und suche eine passende Körperhaltung dazu, versuche sie zu verfeinern, zu verdeutlichen, wenn du dir sicher bist, dass du mit deiner Bewegung oder Körperhaltung die Eigenschaft gut charakterisierst, gehe zurück in die neutrale Ausgangsposition und wiederhole dann die Handlung mehrmals. Dann wähle eine neue Eigenschaft und wiederhole die Übung. Diese Körperhaltungen und Bewegungen können dir helfen im Spiel, bei der probe oder Vorstellung deine Figur sicher zu spüren.

(Wenn die Zeit reicht: Farbenspiel

Jeweils drei Leute sollen eine Farbe darstellen, die anderen raten, welche es ist. Was macht eine Farbe aus? Was kann ich damit ausdrücken?)

4. Die Hülle

Die letzte Aufgabe wird verfeinert, in dem die Mädchen ein weißes, die Jungen ein schwarzes Gewand (Bettlaken mit Kordel) überziehen und nun in diesem Kostüm, die Verfremdung spüren sollen, um mit dieser Hilfe noch näher an ihre Spielfigur zu kommen.

Die anderen sollen durch Kritik, Vorschläge etc. den Spielern ein Feedback geben.

5. Der Inhalt

a) Du-Ich-Ja-Nein

Stellt euch in einen großen Kreis auf. Einer beginnt, zeigt auf jemanden und sagt: Du, der Angesprochene antwortet, Ich?, der erste reagiert mit Ja!, der Angesprochene mit Nein!, sucht sich einen neuen aus und es beginnt von vorn. Der Ansprecher sucht sich eine Emotion aus, der angesprochene reagiert auf diese Emotion mit einem eigenen Gefühl auf das der erste wiederum mit einem Gefühl reagiert. Z.B. Wut, Erschrecken, Entschuldigen, Abweisung.

b) Sind die Rollen auf diesem Wege skizziert, sollen nun immer zwei den kurzen Dialog miteinander führen.

Aufgabe: Erkennen von „Wer? Wann? Was? Wo? Warum?“

Text senden und aufnehmen (wahrnehmen, bewerten, handeln)

Partnerspiel (Zug um Zug)

Entwickeln und Zulassen von Gefühlen, statt Ausstellen von „Vor-urteilen“ (Welche Emotionen löst das in mir aus, statt so reagiert meine Figur, weil ich glaube, dass ich so reagieren würde.)

6. Der Glaube

Als letztes soll der Versuch gemacht werden, durch die spielerische Vertiefung des Erfahrenen, den Text nicht mehr als etwas Fremdes, sondern im Moment des Spiels als Eigenes zu erleben und zu vertreten, so dass der Zuschauer die Szene mit-erleben und mit-empfinden kann. Durch die angestrebte „Wahrhaftigkeit“ soll auch Interesse am weiteren Geschehen (also unserer Vorstellung am Abend) geweckt werden.


7. Das Ziel

Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern in den 1 ½ Stunden einen Weg anzubieten, den sie im Rollenspiel zur Aneignung der Rolle wie des Textes nutzen können, um ein lebendiges, natürliches und mitreißendes Spiel auch bei schwierigen oder auf den ersten Blick „fremd und veraltetet“ wirkenden Texten zu entwickeln. Dabei soll als besonderes Ergebnis auch die „Selbstwahrnehmung“ , die „Selbst-Erfahrung“, und das „Selbst-Bewußtsein“ im Rollenspiel angestrebt und deutlich gemacht werden.

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